Weltfrauentag

Heute ist der Weltfrauentag, aber viele scheinen nicht so richtig zu wissen, was sie damit anfangen sollen.

  • Es ist KEIN Tag für diejenigen, die den Valentinstag vergessen haben,
  • EBENSOWENIG eine zweite Chance für diejenigen, deren Objekt der Begierde sich seitdem schon wieder geändert hat.
  • Es ist KEIN Tag, um Blumen, Herzchen oder andere kitschige Bilder an seine Facebook-Freundinnen zu schicken.
  • Es ist NICHT der Muttertag.
  • NICHTS wird dadurch erreicht, dass man einen „Fröhlichen Frauentag“ wünscht.
  • Und es ist absolut KEIN Tag, an dem Unternehmen „Sonderangebote zum Frauentag“ offerieren sollten.

Dieser Tag ist ein Tag des Kampfes!

Partisans Italy.jpg

Wie diese italienischen Partisaninnen zeigen, könnt Ihr dabei ja immer noch modisch auftreten, wenn Ihr wollt, aber die Waffen und der Kampf sind das Wichtige.

Der 8. März ist ein politischer Tag, ein Tag der Gleichberechtigung, der gleichen Teilhabe, sowohl politisch wie auch wirtschaftlich und sozial. Sonderangebote von Schminksets oder Geschirrspülmittel zum Frauentag sind eher kontraproduktiv, wenn man will, dass Frauen über den Status von Barbiepuppen hinauskommen.

Nur in Bolivien scheint man verstanden zu haben, worum es geht:

WomensDay

Links:

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Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a journalist, a spy or a hobo.
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3 Antworten zu Weltfrauentag

  1. Pingback: International Women’s Day | The Happy Hermit

  2. rano64 schreibt:

    Ja, wir brauchen dringend noch mehr Frauenbevorzugungsprogramme für die privilegierten, weißen und verwöhnten Akademikerinnen, die im heutigen Feminismus den Ton angeben und die inzwischen an nahezu allen Schaltstellen der großen Medienplattformen prominent vertreten sind.

    Männliche Problemlagen (ich rede von Deutschland) wie die hohen Schulabbrecherquoten, Selbstmordraten, tödliche Arbeitsunfälle, geringe Lebenserwartung und Obdachlosigkeit müssen dahinter selbstverständlich zurückstehen.

    Auch das reaktionäre Modell der Alleinerziehung (Frau die Kinder, Mann zahlt) aus den 50iger Jahren darf gerne bestehen bleiben, da es ja schließlich um weibliche Macht geht. Als direkt betroffener Vater von zwei Kindern kann ich dir versichern, dass einem da echt die Augen übergehen, wenn man sich mit der Materie befassen muss.

    Unsere Töchter können jedenfalls ALLES werden, sie müssen aber auch wollen

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich halte nichts davon, Feminismus als einen Wettkampf von Frauen und Männern um Positionen zu betrachten. Und manche der von Dir angesprochenen Probleme, die statistisch viel häufiger bei Männern auftreten (Kriminalität könnte man noch erwähnen), liegen vielleicht auch an Geschlechterstereotypen. Wenn Männer nicht so schnell als Versager gebrandmarkt werden, wenn etwas im Leben nicht gelingt, würden sie sich vielleicht seltener umbringen. Wenn das Stahlwerk oder der Hafen mehr Frauen einstellt, wären auch die Arbeitsunfälle ausgeglichener. Wenn Männer sich nicht über starke Autos und hohes Tempo definieren würden, wäre ihre/unsere Lebenserwartung höher.
      Zur Obdachlosigkeit würde ich anfügen wollen, dass vor allem Frauen von der versteckten Obdachlosigkeit betroffen sind, d.h. sie leben nur deshalb nicht auf der Straße, weil sie bei einem Mann auf der Couch unterkommen, oft gegen Sex.

      Die Aufteilung der Erziehung macht jedes Paar für sich aus (zumindest bis zur Trennung), aber natürlich auch in einem gesellschaftlichen Rahmen. Solange Männer ungern in Teilzeit wechseln, solange Männer lieber eine hübsche als eine kluge Frau haben, solange Männer froh sind, wenn die Frau zuhause sind, solange wird sich nichts daran ändern, dass bei der Trennung die Familiengerichte das Sorgerecht (oder zumindest das Aufenthaltsbestimmungsrecht, also das physische Sorgerecht) überwiegend der Mutter zusprechen. Die Unterhaltspflicht ist dann eine ganz automatische Konsequenz.
      Ich will beileibe nicht kleinreden, dass es da in der Rechtspraxis viele Probleme und viel Denken „aus den 50iger Jahren“ gibt, das habe ich als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht oft genug erlebt. Wenn ich meinen überwiegend männlichen Mandanten empfohlen habe, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, um sich mehr in die Kindererziehung einzubringen (und die Unterhaltspflicht zu verringern, wobei zugegeben und verkomplizierenderweise das Problem des Fiktiveinkommens besteht), dann haben fast alle entrüstet abgelehnt.

      Wie gesagt, insbesondere im Sorgerecht will ich keinesfalls bestreiten, dass Frauen Kinder oft als Machtinstrument missbrauchen oder einen natürlichen Anspruch auf die Alleinerziehung behaupten (100% aller internationalen Kindesentführungsfälle, an denen ich beteiligt war, wurden von Frauen begangen). Aber es würde auch helfen, wenn sich Männer weniger über Geld, Status und Autos definieren würden, vor allem weil sie damit gerade die falschen Frauen anziehen.
      Aber am besten bleibt man sowieso allein.

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