Leicht zu verwechseln (42) Friedenskonferenzen

München, 1938: Sogenannte Friedenskonferenz, auf der dem Aggressor alle von ihm gewünschten Zugeständnisse gemacht werden, das Opfer der Aggression nicht repräsentiert ist, und die Beteiligten sowie die Beobachter in unglaublich naiver Weise davon ausgehen, dass auf derlei Weise der Weltfrieden hergestellt werden könne. Der Diktator nutzt die Verschnaufpause zur weiteren Aufrüstung, annektiert sechs Monate später entgegen seinen Versprechen den von der Völkergemeinschaft im Stich gelassenen demokratischen Staat und beginnt weniger als ein Jahr später einen erneuten Weltkrieg.

Riad, 2025: Ebenso.

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About Andreas Moser

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6 Responses to Leicht zu verwechseln (42) Friedenskonferenzen

  1. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    also in 2026 einen neuen Weltkrieg ?..

  2. Ja, der Vergleich kam mir auch schon.

  3. Avatar von edlingera81859c31d edlingera81859c31d sagt:

    Der Vergleich erschreckt. Friedenskonferenz ist ja ein Euphemismus für so was, es sollte „Befriedungskonferenz“ heißen. Die Europäer dürfen sich gerne in den Schmollwinkel stellen – die Musi spielt woanders.

  4. Avatar von Siewurdengelesen Siewurdengelesen sagt:

    Tja – so ist das leider. Am Ende wird es nur ein Diktatfrieden, der den Machtbedürfnissen nur kurzzeitig Einhalt gebietet.

    Und Trump macht sich damit zum größten politischen Tr…. bei seiner Elefant-im-Porzellanladen-Taktik und hält sich noch für gut dabei.

    Neben der Nummer mit dem Verkauf der damaligen Tschechoslowakei verhielt es sich mit dem Hitler-Stalin-Pakt ähnlich. Die Sowjetunion hat Deutschland noch mit Öl usw. beliefert, gleichzeitig hatte das faschistische Deutschland den Rücken frei für die Überfälle auf Polen und in Westeuropa und die sowjetische Seite hat sich neben einem Teil der polnischen Gebiete damit „Zeit gekauft“. Inwieweit sich die Regierung unter Stalin dem Glauben hingegeben hat, dass es wirklich vor einem deutschen Angriff geschützt ist, wird sich nicht mehr historisch sicher belegen lassen.

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