Das ist kein vollständiger Bericht über Bari am Abend oder in der Nacht, sondern lediglich die fotografische Rekapitulation einer meiner Jogging-Strecken, die ich bevorzugt am Abend laufe, wenn sich Verkehr und Hitze gelegt haben und die Farben der beleuchteten Stadt mit dem dunkelblauen Himmel spielen.
Ich wohne direkt neben einem Park an der Piazza Garibaldi, der mit seinem großen Springbrunnen und den Palmen perfekt zum Lesen und zum Genuß von allerlei italienischen Spezialitäten von Arancini bis zu Zigarren ist. Zum Joggen ist er allerdings zu klein, und es liefen einem dort zu viele Hunde oder Kinder zwischen den Beinen herum.
Jenseits der Piazza Garibaldi sehe ich schon die Altstadt mit dem hoch aufragenden Turm der Kathedrale San Sabino.
Nach nur wenigen Schritten drängt sich eine markante Festung in den Weg: das normannisch-schwäbische Kastell. Ja, die Schwaben waren schon weiter als nur in Berlin. Vielleicht wurden sie in Apulien sogar herzlicher aufgenommen.
An der Burg vorbei laufe ich von dort ab immer am Meer entlang. Auf der einen Seite liegt der Hafen, auf der anderen Seite die Altstadt von Bari.
Orte, die schon tagsüber schön sind, erscheinen jetzt im Abendlicht besonders bezaubernd.
Und so laufe ich dann kilometerweit an der Küstenpromenade entlang, vorbei an Fischern, die mit einem Peroni-Bier den Tag beschließen, an jungen Paaren, die sich mangels eigener Wohnung hier treffen müssen, an Großfamilien, die in der Öffentlichkeit ihre Treffen abhalten und bei den fahrenden Händlern ausreichend zum Abendessen bekommen. Wenn ich Glück habe, weht etwas Wind und bläst mir den Geruch von Salz in die Nase, was selbst einem normalen Ausdauerlauf die Note der weiten Reise verleiht.
(Alle Fotos habe ich am 28. April 2014 aufgenommen. – Click here to read this article in English.)






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