Ist das nicht ironisch? (6) Fass ohne Boden

Spätestens seit 1990 warnten viele Westdeutsche, daß Ostdeutschland ein „Fass ohne Boden“ sei.

Und jetzt beweisen die fünf neuen Bundesländer (die so neu ja nun auch nicht mehr sind), daß sie doch kein Fass ohne Boden sind – sonst würde das ganze Wasser ja flugs ablaufen.

Flut Ostdeutschland

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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Eine Antwort zu Ist das nicht ironisch? (6) Fass ohne Boden

  1. Karl Eduard schreibt:

    Wir, die neuen Bundesländer, müssen gar nichts beweisen. Außerdem ist es seliger, wenn andere geben. Inzwischen ist es für uns ein Grundrecht, Geld von den älteren Bundesländern zu erhalten, wir können gar nicht mehr ohne und wir planen diese Sozialhilfe alljährlich ein. Wir sind nämlich lernfähig. Von Hamburg oder Bremen oder Berlin. Zu fordern, wir, die jüngeren Bundesländer, sollten nun langsam mal auf eigenen finanziellen Füßen stehen, das ist menschenverachtend. Da könnte man ja von einem Alkoholiker verlangen, daß er das Saufen lässt oder von einem jungen, kräftigen Langzeitarbeitslosen, sich Arbeit zu suchen. Außerdem haben wir viele verdienstvolle Menschen, die zwar klug und tüchtig sind, die aber die Wirtschaft scheuen, wie der Allergiker die Pollen. Die müssen dann in der Politik Selbstverwirklichung suchen. Das alles kostet das Geld der älteren Geschwister. Die es auch ohne Daueralimentierung schaffen. Aber was tun die aus Liebe nicht alles? Faß ohne Boden. Haben wir nicht das Recht, auf alle Ewigkeit Euer Geld zu verbraten? Sicher! Wir folgen da nur dem Beispiel der anderen EU – Mitglieder, nur auf niedrigerem Niveau.

    Einer unserer Ministerpräsidenten hat Eure Solidarität eingefordert. Der gehört mit zu denen, die die finanzielle Prioritäten anders setzten, als den Hochwasserschutz. So viele Interessengruppen müssen von Wahl zu Wahl befriedigt werden, da kann man mit den Flußanrainern keine Ausnahme machen. Insektenwohl geht in diesem Falle vor Menschenwohl. Und hättet Ihr mehr Geld gegeben, wäre das nur in anderen Wellnessprojekten versickert. Wozu wird man gewählt, wenn man hinterher noch sparen soll? Das macht doch eine Demokratie aus. Oder nicht? Na bitte!

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