Ist das nicht ironisch? (13) AfD-Goldhandel

Die „Alternative für Deutschland“ tut nicht einmal so, wie wenn sie kein Wirtschaftsunternehmen wäre. Das könnte man als erfrischend ehrlich betrachten, wenn sie ihren Wählern nicht ausgerechnet Gold verkaufen würde.

AfD-Goldhandel

Auf der Seite wird kräftig Werbung für Gold betrieben, natürlich wie immer mit Panikmache gegen den Euro: „Die AfD ist gegründet worden, weil wir den Euro als instabil betrachten.“ und „Wir stellen […] fest, dass Gold grundsätzlich ein Produkt ist, das als Anlageform von vielen Bürgern als krisenbeständig und zukunftsorientiert wahrgenommen wird.“

Und wie bezahlt man für all die Goldbarren, mit denen man sich gegen den angeblichen Verfall des Euro absichern möchte? – Mit Euros.

Die AfD zieht ihren Wählern also die Euros aus der Tasche, indem sie ihnen vorgaukelt, dass diese bald nichts mehr wert wären. Und die AfD-Wähler/-Mitglieder sind so dumm, dass sie nicht merken, dass ihnen jemand diese ach so wertlosen Euros ganz gerne abnimmt und gegen ach so stabiles, wertvolles Gold eintauscht.

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About Andreas Moser

I am a lawyer in Germany, with a focus on international family law, migration and citizenship law, as well as constitutional law. My other interests include long walks, train rides, hitchhiking, history, and writing stories.
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2 Responses to Ist das nicht ironisch? (13) AfD-Goldhandel

  1. Avatar von finanzfrosch finanzfrosch sagt:

    Hinzu kommt das Geflunkere über den Preis. Der ist irgendwie nicht so dolle im Vergleich zu Banken und v. a. professionellen Edelmetallhändlern. Man vergleiche nur mal den Kassenschlager 1 DM Gold: http://www.goldpreis.de/Goldmark_-_Goldm%C3%BCnze

    • Vielleicht ist der Sinn dieses Goldhandels wirklich, die maximale Dummheit der Wähler der AfD zu testen. Das Programm wird bei den nächsten Wahlen dann an die Ergebnisse dieser Studie angepasst.

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