Kiew – Tag 21/21 – Bahnhof

Tja, so schnell vergehen drei Wochen. Schade.

Andererseits, zum Hauptbahnhof in Kiew gehe ich gerne, weil er so ist, wie Bahnhöfe sein sollten: Groß, majestätisch, gemütlich, rund um die Uhr geöffnet, und mit allem, was man zum Überleben braucht, von warmer Suppe bis zu Zeitungen.

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Kiew Wartesaal erster Klasse

Wohin als nächstes?

Ich weiß es nicht, aber jedenfalls bleibe ich noch länger in der Ukraine, denn wer nur die Hauptstadt kennt, kann sich nie sicher sein, ob er das Land kennt (außer im Vatikan). Ich werde wohl einfach zum Bahnhof gehen, mich nach dem nächsten Zug erkundigen und spontan einen Fahrschein erwerben. Bleibt nur zu hoffen, dass es nicht nach Pripjat oder nach Donezk geht.

Vielleicht spielt zum Abschied wieder die Militärkapelle:

 

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Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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7 Antworten zu Kiew – Tag 21/21 – Bahnhof

  1. AMC schreibt:

    Schade! Aber vielen Dank für wunderbare Erinnerungen und Eindrücke.

  2. Pingback: Kyiv – Day 21/21 – Train Station | The Happy Hermit

  3. Andreas schreibt:

    Warum denn nicht nach Donezk (und Pripjat)? Das gehört doch zwingend dazu, wenn man sich ein umfassendes Bild als reisender Reporter machen will. Zur Not würde ja auch der Besuch Odessas eine Option sein, war das doch 2014 eine Hochburg des Antimaidans ohne dabei prorussisch (separatistisch) gewesen zu sein.

    • Andreas Moser schreibt:

      In Odessa bin ich jetzt tatsächlich gerade!

      Donezk war einfach zu weit im Osten, weil ich am Ende ja doch wieder nach Westen muss und weil mir die Zeit davonläuft.

      Nach Pripjat/Tschernobyl bin ich bewusst nicht gefahren, weil mir das zu katastrophentourismushaft ist und weil ich ungern dahin fahre, wo jeder hinfährt und geschmacklose Selfies macht. Zudem konnte ich mir nicht vorstellen, was ich über die Lektüre und Gespräche mit Leuten, die 1986 in/bei Tschernobyl wohnten, hinaus durch eine Exkursion verstehen würde. Ich empfehle diesbezüglich „Tschernobyl: Eine Chronik der Zukunft“ von Swetlana Alexijewitsch. Ich fand das Buch wesentlich beeindruckender als ich mir leere Gebäude im Wald vorstellen kann. Vielleicht liegt es aber auch an mir, weil ich grundsätzlich eher durch Lesen/Hören als durch Anschauen aufnehme. Selbst den Besuch von Auschwitz fand ich gar nicht so erhellend oder bewegend wie ich die Bücher darüber empfunden hatte.

      Und zuletzt habe ich auch ein bisschen Angst vor der Strahlung um Tschernobyl.

  4. Aber sicher doch nach Lemberg…😉

    • Andreas Moser schreibt:

      Jetzt wird es doch Sommer, bis ich nach Lemberg komme. Dann muss/darf ich wegen der Katzen wieder nach Kiew und würde auf dem Hin- oder Rückweg gerne eine Woche in Lemberg einlegen.

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