Wie kann die SPD wieder gewinnen?

Sehen wir uns mal an, was alle bisher erfolgreichen SPD-Kanzlerkandidaten gemeinsam hatten.

Helmut Schmidt rauchend

Das kann doch kein Zufall sein.

SPD-Wähler wollen Raucher. Wir wissen natürlich, dass es ungesund ist, aber welche Freuden hat der kleine Mann denn sonst? Und wer will es einem verübeln, wenn man nach acht Stunden Maloche am Hochofen oder im Bergwerk Lust auf eine fette Currywurst und eine Zigarre hat? Die Fitnessfreaks wählen doch eh die Grünen.

Deshalb, liebe SPD, mehr Mut zu einem Kandidaten mit Zigarre!

Zigarre Berg 1

Notfalls kann man es auch beiden Seiten recht machen.

Dont Smoke Volksbegehren

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Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a journalist, a spy or a hobo.
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5 Antworten zu Wie kann die SPD wieder gewinnen?

  1. Roi schreibt:

    Ich würde dich wählen, wenn Du nicht für die SPD antreten würdest.

    • Andreas Moser schreibt:

      Das hat eine meiner Großmütter auch immer zu mir gesagt, und dann fehlte genau diese Stimme für den Einzug in den Stadtrat.
      Das hat mich so deprimiert, dass ich alles hinwarf, auswanderte und seither nirgendwo lange genug wohne, um für irgendetwas zu kandidieren. Sehr traurig, das Ganze.

      Aber im Ernst, mich würde interessieren, wieso die SPD so eine Ausschluss-Partei für dich ist.
      Ich bin bekanntlich eher links und wähle gewöhnlich SPD und Grüne, aber ich habe auch schon Kandidaten der FDP, der Freien Wähler, der ÖDP, der CSU und der britischen Konservativen gewählt, wenn ich sie persönlich für sympathisch und kompetent hielt. Ok, bei Boris Johnson habe ich es später bereut, aber 2012 konnte niemand ahnen, dass er mal für den Brexit sein würde. Und sein Gegenkandidat Ken Livingstone von Labour war mir zu suspekt.
      Ausschluss-Parteien sind für mich NPD, DVU, AfD, Front National und sowas, da würde ich nicht mal meinen Bruder wählen. Aber wieso die SPD?

  2. Roi schreibt:

    Ich finde es gut, dass eine deiner Großmütter dir die Stimme damals verweigert hat. So konntest du alles hinwerfen und in die große weite Welt ziehen um vieles zu Papier zubringen, damit unter anderem ich das alles lesen und auch ein wenig träumen kann. Aber mal im Ernst, wenn schon so eine einzelne Stimme dich dazu bringt alles hinzu werfen, wie würdest du reagieren, wenn du gewählt worden wärst und dann im Amt deutlich mehr Gegenwind gespürt hättest?? Als Politiker braucht man einen langen Atem und ein dickes Fell.
    Aber jetzt wirklich mal im Ernst. Ich bin (bekanntlich) eher rechts und wähle gewöhnlich CDU und FDP, aber ich habe auch schon Kandidaten der SPD, der Freien Wähler, der CSU (als ich Bayern gewohnt habe) gewählt. Ich habe auch schon einen ungültigen Zettel eingeworfen, so wie ich es übernächstes Wochenende bei den Landtagswahlen in Hessen machen werde.
    Mittlerweile entscheide ich nach folgenden Kriterien: wie werden Frauen, Homosexuelle und Juden behandelt? Nach diesen Gesichtspunkten sieht es für die SPD nicht gut aus. Ich sage nicht, dass es bei den anderen Parteien besser aussieht, aber du stellst dich ja für die SPD auf. NPD, DVU und AfD schließen sich nach diesen Maßstäben sowieso aus. Vielleicht solltest Du eine eigene Partei gründen, dann lass ich mit mir über meine Stimme nochmal reden.

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich bin im Nachhinein auch sehr froh. dass ich nie gewählt wurde. Nicht auszudenken, wenn mich jetzt mit Umgehungsstraßen, Abwasserleitungen oder Nutzungssatzungen befassen müsste, und jeden Abend auf irgendeiner Veranstaltung sein müsste. Und jeder behelligt einen mit seinen Problemen, von denen man so tun muss, wie wenn sie einen interessieren.

      Da lebe ich jetzt schon wesentlich entspannter. Eine ungeplante Nebenwirkung ist auch, dass ich finde, dass ich gebildeter werde durch den Rückzug aus der Tagespolitik. Denn die dadurch frei gewordene Zeit widme ich weitgehend der Lektüre von Büchern, dem Erlernen von Sprachen und dem Nachdenken über größere Zusammenhänge.Als ich noch politisch aktiv war, musste/wollte ich jeden Morgen mindestens eine Zeitung lesen. Jetzt vergehen manchmal Wochen, bis ich wieder in eine Stadt komme, wo es eine Zeitung gibt, und ich merke dann, dass ich gar nicht so viel verpasst habe. Wenn ich drei Wochen im Urwald mit einem Buch über die Geschichte Südamerikas verbracht habe, hat mir das wahrscheinlich mehr gebracht als jeden Tag zu lesen, wer was über wen gesagt hat.

      Auch wegen diesen zeitlichen Einschränkungen, die es vielen Menschen unmöglich machen, ständig im Wahlkmapfmodus zu sein, tendiere ich manchmal zu der Meinung, dass man einfach auslosen sollte, wer im Stadtrat sitzt. So muss sich niemand Jahre vorher anbiedern. (Für ganz durchdacht halte ich den Vorschlag selbst noch nicht, aber zumindest könnte man ihn in kleinen Gemeinden mal ausprobieren.)

      Ungültig habe ich noch nie gewählt, zumindest nicht absichtlich. Aber ich finde es wenigstens besser als gar nicht zu wählen, weil man dann immer rätselt, woran es lag, Demokratieverdrossenheit oder einfach nur verpennt an dem Tag.
      Aber ist bei 23 Parteien wirklich nichts dabei? Und eine der klitzekleinen Parteien würde sich über jede Stimme freuen.

  3. haimart schreibt:

    Was erst einmal ein Anfang wäre, wenn die SPD mal wieder sozialdemokratische Politik machen würde. Erste Hoffnung gibt es ja bereits durch Maaßen. Er hatte von linksradikalen Kräften in der SPD gesprochen. Falls jemand von euch einen Sozialdemokraten findet, bitte gebt ihm dieses Zwischenzeugnus von mir.
    https://haimart.wordpress.com/2018/10/16/zwischenzeugnis-fuer-die-kleine-sozialdemokratie/

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