Die Situation an der deutsch-polnischen Grenze

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Wie Ihr wisst, halte ich Aktualität für überbewertet, weshalb meine Reportage aus Guben irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten erscheinen wird.

Aber die aktuellen dramatischen Entwicklungen will ich Euch nicht vorenthalten: Der polnische Ministerpräsident droht mit einem „dritten Weltkrieg“. Polen kündigt die Verdoppelung seiner Streitkräfte an. Und die Bundespolizei hat über Nacht die Grenzbrücken über die Neiße gesprengt.

Schlauer Schachzug oder Eskalation?

Meine Versuche, rechtsextreme Bürgerwehren zu infiltieren – rein zu Reportagezwecken natürlich – sind bisher daran gescheitert, dass ich einfach nicht dick, dumm und hässlich genug dafür bin. Ich fliege immer gleich auf.

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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12 Antworten zu Die Situation an der deutsch-polnischen Grenze

  1. hmmm ….. dann halte dich auch an das was die Mit- und ohne-Glieder dieser Bürgerwehren einsetzen um dieses Niveau zu erreichen … mindestens 3ltr Bier am Tag, der Gewissheit, dass alle Anderen daran Schuld sind, dass du nicht schön, reich und begehrenswert bist, das ständige surfen im www auf maximal 3 Seiten mit immer gleichem gehirnwaschendem Inhalt, ab 09:30 morgens bis mindestens 21:00 Uhr täglich Assi-TV ansehen und das alles in Kombination mit Freunden, Familie und Bekannten, die dir immer wieder sagen, das Ausländer, tieffliegende Ufos, die links-linken – oder fast noch schlimmer die grün-linken – alles verbieten wollen was Spaß macht (z.B. das anpöbeln von Kunden einer Döner-Bude von der gegenüberliegenden Currywurstbude aus, Frauen zur Bums-, Gebär- und Küchenmaschine degradieren , …) …. und je nach Widerstandskraft bist du in ein paar Monaten ungefähr dort, dass du nicht mehr so krass auffällst …. aber ist keine Garantie dazu … und es ist beinharte Arbeit – also nicht zu unterschätzen!!

    • Andreas Moser schreibt:

      In Guben haben mir gestern vor dem Einkaufszentrum ein paar Jungs vom „Dritten Weg“ Flyer „gegen die Asylflut“ in die Hand gedrückt.
      Danach, beim Spazierengehen an der Neiße, bin ich auf einen Gedenkstein gestoßen, der an die 1945 flüchtenden Deutschen erinnert.
      Das Bewusstsein, dass Flucht jeden treffen kann und dass man es kaum freiwillig ode gar aus Lust und Laune macht, ist leider nicht so weit verbreitet.

      Die 3 Liter Bier schaffe ich kaum aufs ganze Jahr. :/ Und der Ouzo, den ich stattdessen trinke, macht mich wahrscheinlich zum Globalisten.

  2. Dante schreibt:

    Es gibt/ gab auch smarte, schlanke Neonazis, wie den hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Axel_Reitz

  3. Kain Schreiber schreibt:

    es gibt so Dinge, die muss man nicht können…

    • Andreas Moser schreibt:

      Aber uns allen geht dadurch eine möglicherweise (zumindest in meiner Darstellung) lustige Geschichte durh die Lappen.

      Na gut, dann fahre ich stattdessen halt nach Eisenhüttenstadt, um die perfekteste sozialistische Planstadt Deutschlands zu begutachten.

  4. Katja Kubiak schreibt:

    Die meisten kamen bislang eh mit Gummiboot über diesen Fluss… Erst die Mauer wird unschön. Es sei denn man findet das toll…

    • Andreas Moser schreibt:

      Ne, ne, ich bin keiner von denen, die Stacheldraht, Mauern und Minenfelder toll finden!

      Wenn ich daran denke, wie oft Deutsche schon fliehen mussten, sehe ich keinen Grund, Flüchtende zu verteufeln. Ohne Grund oder aus Gaudi macht das niemand.

    • Katja Kubiak schreibt:

      Ich verteufel niemanden. Immerhin mein Exmann war Flüchtling schon 1995 und mein Mann ist aus Russland… er kennt diese Bootsgeschichten leider nur zu gut aus dem privaten Umfeld und niemand sollte überhaupt jemals flüchten müssen. Wie sagt man so schön, Vogel müsste man sein, dann gibt es keine Grenzen..

  5. iris schreibt:

    möglicherweise stellte die brücke eine hochwassergefahr dar und wurde deshalb schon vor längerer zeit abgerissen
    https://www.kreis-goerlitz.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?item_id=852937&waid=392&modul_id=34&record_id=60307

    • Andreas Moser schreibt:

      Die Wehrmacht hat beim Rückzug 1945 auch viele Brücken, Türme und andere Bauwerke gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee zu verlangsamen.

  6. Pingback: Das entlaufene Mädchen im Fürst-Pückler-Park | Der reisende Reporter

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