Altersarmut

Viele Menschen wissen das nicht: Wenn man von einem Bundesland in ein anderes zieht, dann verfallen die bisherigen Rentenanwartschaften.

Tja, ich wusste das auch nicht.

Und so war ich etwas schockiert, als ich nach meinem Umzug von Bayern nach Sachsen den ersten Rentenbescheid erhielt.

Aber gut, ich bin ein genügsamer Typ. Damit komme ich schon irgendwie über die Runden.

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About Andreas Moser

I am a lawyer in Germany, with a focus on international family law, migration and citizenship law, as well as constitutional law. My other interests include long walks, train rides, hitchhiking, history, and writing stories.
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16 Responses to Altersarmut

  1. Nicht alles auf einmal ausgeben.

  2. Avatar von hanselmar hanselmar sagt:

    Die Rettung ist nah. Jetzt eine Partei gruenden und Abgeordneter werden. Diese Leute sorgen hervorragend fuer sich selbst. Wer 16 Jahre im Bundestag sitzt kann dann ab dem Alter von 56 in den Ruhestand gehen. Dann gibt es zwar nur noch 60% der bisherigen Bezuege aber mit 6000 Brutto lasst es sich immer noch gut leben.

    • Die meisten Abgeordneten, die ich kenne, arbeiten dafür aber auch rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche.
      Und das Privatleben ist auch futsch. Beim Einkaufen wirst du angequatscht, im Internet wirst du beleidigt, und manche Abgeordnete werden zusammengeschlagen, erstochen oder erschossen.

      Wenn ich an überbezahlte Berufe denke, fallen mir viele Menschen im Sport, im Fernsehen, in der IT und in Werbeagenturen ein. An unsere Abgeordneten denke ich dabei nicht.

    • Avatar von hanselmar hanselmar sagt:

      Man muss unbedingt eine freundliche Partei gruenden und darf niemand bevormunden oder benachteiligen wollen. Um genugend Freizeit zu haben sollte es eine umweltfreundliche Partei sein. Die Gruenen haben da ausgedient und die AfD hat sich selbst ausgegrenzt, aber die Partei:“Rettet die Bienen“ hat noch unheimlich viel Potential. Bernd Hoppe in Kassel hat damit begonnen, aber der Bundesverband muss noch gegruendet werden. Bundesvorsitzender der Partei Rettet die Bienen ist sicherlich eine ehrenvolle Aufgabe. Als meine Frau unlaengst dieses Thema in der Naehe eines Bienenstocks besprochen hat wurde sie von einer Biene gestochen, aber man hat mir versichert das ist statistisch genau so selten wie als Abgeordneter erschossen zu werden, es sei denn man wohnt im Land der unbegrenzten Moeglichkeiten. Bernd Hoppe wohnt jedoch in Kassel und ich auf Malta. Da sind die Moeglichkeiten beschraenkt, aber die Bienen muessen gerettet werden.

    • Das Leben auf Malta berechtigt allerdings zu einer skeptischen Grundhaltung gegenüber Politikern. 😉

    • Avatar von hanselmar hanselmar sagt:

      The Panama Papers para siempre.

  3. Avatar von danysobeida danysobeida sagt:

    ¿5,75 euros es tu saldo en la cuenta de tu pensión?

    En Bolivia nos obligan a aportar, pero hay vías para salir de ello, yo trabaje bastante tiempo sin aportar, pero a veces no hay forma de safar, cuando ello ocurre, deposito con pena, por dos motivos:

    i) Por mi edad, no se si llegaré a cumplir con los aportes mínimos para poder acceder a la jubilación.

    ii) Espero que existan los fondos de pensiones, cuando llegue el tiempo. Lo pongo en duda.

    • Mi problema es que me faltan como 20 años de contribuciones por el tiempo cuando era vagabundo y trotamundo.

      Pero el bueno es que abogado es un lindo trabajo que puedo hacer hasta mis 80s. Además me va a ayudar contra el Alzheimer si sigo hablando con la gente sobre sus problemas, escribiendo demandas y peticiones, y peleándome en los tribunales.

    • Avatar von danysobeida danysobeida sagt:

      Larga vida a los abogados, que muera el Alzheimer!

  4. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Hast du schon wieder 12 volle Monate in die Rentenkasse eingezahlt?

    • Ja, aber im ersten Jahr nur einen Minimalbetrag.
      Deshalb die lediglich für eine Pizza pro Monat ausreichende Rente.

      Durch die zwei Jahrzehnte Weltenbummelei und Landstreicherei habe ich natürlich eine riesige Rentenlücke. Ich bin trotzdem zufrieden, dass ich das Reisen vorgezogen habe, auch wenn ich dafür im Alter noch arbeiten muss. Das Risiko, 40 Jahre zu arbeiten und sich auf anschließende Weltreisen zu freuen, dann aber erschöpft umzufallen (wie es so vielen Menschen passiert), wäre mir zu groß.

      Und die Arbeit als Anwalt ist ja eigentlich perfekt für Senioren: So kommt man unter Leute und hält sich geistig fit. Das hilft gegen Vereinsamung und Demenz.

      So wie Spencer Tracy in „Wer den Wind sät“:

      (Da fällt mir ein, dass dieses Gerichtsverfahren genau 100 Jahre her ist, und dass dies der perfekte Anlass wäre, meine eingeschlafene Serie „Vor hundert Jahren …“ wieder aufzunehmen.

  5. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Hallo Andreas, da stimmt was nicht: Dies ist die Auskunft von Google:

    Ein Umzug in ein anderes Bundesland hat keinen Einfluss auf die Rentenanwartschaften. Die Rentenberechnung und -höhe bleiben unabhängig vom Wohnort gleich, solange es sich um einen Umzug innerhalb Deutschlands handelt. Es ist jedoch wichtig, die neue Adresse der Deutschen Rentenversicherung mitzuteilen, damit die Rentenzahlung weiterhin korrekt erfolgen kann. 

    Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass dies nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte EU gilt. Ich habe mich da schon etwas informiert.

    • Ich glaube, wenn Google von „Bundesländern“ spricht, dann meint es US-Bundesstaaten.

      Schließlich wohnt Google in Kalifornien.

      Das kann man nicht so einfach auf Deutschland übertragen. Auch wenn viele Leute glauben, unser Grundgesetz sei 1949 nach amerikanischem Vorbild entstanden: Das ist ein Irrglaube!
      Vielmehr erkennt man, wenn man tiefer eintaucht, zumindest im staatsorganisationsrechtlichen Teil unserer Verfassung die Kontinuität mit dem Heiligen Römischen Reich.
      Und da gab es auch kein Rentenüberleitungsabkommen zwischen Bayern und Sachsen. Schon allein, weil es gar kein richtiges Bayern und Sachsen gab. Die wurden ja erst von Napoleon erfunden. (Es ist kein Zufall, dass sich gerade diese beiden, um das zu kaschieren, heute großspurig „Freistaat“ nennen.)

  6. Avatar von Unbekannt Anonymous sagt:

    Ich nehme an, dass die Info ein Witz gewesen ist und hoffe, dass all die Leute, die das gelesen haben, und im Job nur noch wegen der Rente durchhalten, jetzt nicht in große Verzweiflung geraten, wenn sie in ein anderes Bundesland ziehen. Immerhin ist das die Info eines Rechtsanwalts! 

    Bei mir war das jedenfalls nicht so. Auch ich habe in der Jugend sehr lückenhaft Rentenbeiträge bezahlt, einfach weil ich es mir meistens nicht leisten konnte, und man außerdem in der Jugend noch eine recht vage Vorstellung vom Alter hat. Wie soll es auch anders sein. Leute, die schon in früher Jugend für ihre Rente sorgen sind vielleicht schon von vornherein alt geworden und erleben später trotzdem möglicherweise eine große Enttäuschung, wenn es dann soweit ist. All die Beitragsbröckelchen, die ich in Süddeutschland eingezahlt hatte, wurden später auch in Berlin angerechnet. Viel dabei herausgekommen ist freilich nicht. 

    Erschütternd ist, dass Menschen die 45 Jahre und länger eine harte Arbeit gemacht haben, am Ende nur so wenig Rente bekommen dass es nicht gut zum Leben reicht. Ich hatte wenigstens das Gefühl selbstbestimmt zu arbeiten, und später das Glück, dass ich mit jemandem lebe, der mich gerne unterstützt. Vielleicht würde ich sonst nicht so locker daher reden. Es gibt da eine Fabel von der Ameise und der Heuschrecke, mit der Moral, dass man nicht wie die Heuschrecke faul im Feld herum singen soll, sondern wie die Ameise fleißig Vorräte anschaffen und vorsorgen soll. Im winter sitzt die Ameise dann in ihrem Bau und frisst sich satt, Während die Heuschrecke draußen verhungert. Ich bin nicht einverstanden mit dieser Moral, finde sie sogar regelrecht faschistisch, denn was wäre das für ein Leben ohne Gesang? (Also bildlich gesprochen. Ausgerechnet Heuschrecken sind nicht so angenehm, wenn sie zu hunderten auf ihren Beinzacken herumschrappen. Wer schon mal in Südfrankreich war, weiß was ich meine).

    Hier die spanische Originalfassung:

    https://cvc.cervantes.es/aula/didactired/anteriores/marzo_11/14032011_02.htm

    Diese Fabel ist im spanischen Sprachraum sehr bekannt und im Internet mit Kindertauglichen Zeichnungen illustriert. Auch wurde die Härte der Moral seit meiner Kindheit etwas abgeschwächt, nämlich dass man mit Leuten, die weniger haben, doch Mitleid haben soll und etwas abgeben soll.

    Schönen Gruß,

    Maria

    • Ich konnte mir bis etwa Mitte 40 nicht nur nicht an die Rente denken, sondern mir gar nicht vorstellen, dass ich überhaupt alt werde.
      Ganz im Gegenteil war ich mir eigentlich sicher, dass ich irgendwann von einem Berg falle oder im Wald erfriere oder mich die Zahnschmerzen in den Suizid treiben.

      Aber jetzt, wo ich an den 100 genauso nah dran bin wie an meiner Geburt, jetzt muss ich das mit der finanziellen Vorsorge endlich ernst nehmen.
      Ich bin jedoch wirklich froh um die sorglosen und nicht vorsorgenden Jahre in meinen 30ern und 40ern, wo ich zwar nicht wie eine Grille gezirpt, aber wie ein Vogel um die Welt geflogen bin. Erinnerungen und Erfahrungen sind mir wichtiger als eine fette Pension.

      Aber ich kann natürlich locker daherreden, habe ich doch einen Beruf, den ich auch mit 70 ausüben kann. Falls die Mandanten einem alten Rechtsanwalt noch etwas zutrauen.

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