Abhängen in Podgorica

Nur ein paar Minuten vom Zentrum Podgoricas entfernt fand ich den perfekten Ort zum Entspannen. Man ist gleichzeitig mitten in der Hauptstadt Montenegros und fühlt sich dennoch wie in einem Nationalpark.

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Danke an Bane, Petar und Sasa, dass sie mich ein Foto von ihnen machen ließen.

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Mach’s gut, Afghanistan!

Es tut uns leid, Afghanistan, aber wir geben auf. Tschüss.

Bundeswehr zieht ab aus AFG Bundeswehr zieht ab aus AFG 2Nicht dass ich eine bessere Lösung wüßte. – Naja, vielleicht ansatzweise.

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Weihnachtsbeleuchtung

Als ich die Weihnachtsbeleuchtung im Zentrum von Târgu Mureș zum ersten Mal sah, fühlte ich mich an Las Vegas erinnert. Pompös glitzernd, blinkend und leuchtend macht sie die Nacht zum Tag. Gefühlsduselige Weihnachtsschnulzen erklingen aus den Lautsprechern, die einstmals zur regelmäßigen Verkündung kommunistischer Weisheiten errichtet worden waren. Von Pferden gezogene Schlitten ziehen Kinder um den Rosenplatz, während ihre (die der Kindern, nicht der Pferde) Eltern sich an vin fiert (Glühwein) laben.

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Gleichzeitig erleiden Dörfer in der Nähe regelmäßige Stromausfälle oder sind gar nicht ans Stromnetz angeschlossen. Dort würden (und könnten) die Kinder nicht für einen viertelstündigen Ritt mit einem Pferd bezahlen. Sie nutzen jeden Tag Pferde, weil es in diesen Dörfern weder Autos, noch für Autos geeignete Straßen gibt.

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Rumänien, ein Land der Gegensätze. Zum Glück haben Bürgermeister und Stadträte die richtigen Prioritäten. Und praktisch ist es zudem, dass einige Elektrizitätswerke im Eigentum der Rumänischen Orthodoxen Kirche stehen, so dass das verdiente Geld einem guten Zweck zukommt, wie dem Bau weiterer Kirchen mit noch mehr zu beleuchtenden Lichtern.

(Here you can read this article in English.)

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Ist das eine Disko oder eine Kirche?

disco church Trani(Fotografiert in Trani, Apulien, Italien.)

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Video-Blog: Warum Bergsteigen?

Manche Leute verstehen nicht, weshalb andere Leute auf Berge steigen. Während meiner Besteigung des Savin Kuk (2.322 m) im Durmitor-Gebirge in Montenegro habe ich versucht, die Beweggründe zu erklären, die Leute wie mich aus den Städten, aus dem Flachland und in die Berge treiben.

(Click here to watch this video in English.)

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Die Revolutionen von 1989

1989, das waren noch Zeiten! Mit jeder Ausgabe der Tagesschau veränderte sich die Welt so schnell, dass die meisten schon damals den Überblick verloren. Jetzt, 25 Jahre später, herrscht nur noch eine vage Erinnerung an ein Gemisch aus fallenden Mauern, peitschenden Schüssen und knallenden Sektkorken.

Als besonderen Service für die Vergesslichen und die von der Ungnade der späten Geburt Geplagten fasse ich hier die wesentlichen revolutionären Ereignisse aus dem Jahr 1989 zusammen und unterziehe sie einer historischen Bewertung.

Deutschland:

Bürger gehen auf die Strasse und rufen „Die Mauer muss weg“. Es bewegt sich nichts bis jemandem die Idee kommt, einen Antrag auf Öffnung der Mauer zu stellen. Das Politbüro der DDR setzt diesen Antrag auf die Tagesordnung, diskutiert und stimmt mit großer Mehrheit für die Öffnung der Berliner Mauer. Die Entscheidung wird verkündet, die Mauer ist offen. Wiedervereinigung.

Bewertung: Typisch deutsch. Selbst bei Revolutionen noch spießig, langweilig, bürokratisch. Wurde nicht einmal von Hollywood verfilmt.

Polen:

Schnauzbärtige Werftarbeiter setzen sich an einen Runden Tisch, weil man so besser sieht, wer noch wieviel Bier hat. Die polnische Exilregierung im Vatikan düst um die Welt, um für Solidarität (polnisch: „Solidarność“) mit der durch die Bücher von Günter Grass verunglimpften Stadt Danzig zu werben. Gorbatschow hat keine Zeit, sich einzumischen. Revolution erfolgreich.

Bewertung: Trotz gegenteiliger Versuche der Katholischen Kirche kein wissenschaftlich anerkannter Gottesbeweis.

China:

Ein einfacher Streit um die tank-man-tiananmen-square-chinaVorfahrt zwischen einem Mann mit schweren Einkaufstüten und einer Panzerkolonne wäre fast eskaliert. Da es damals in China noch keine Mobiltelefone gab, gibt es kaum Bildmaterial.

Bewertung: Selbst in China vergessen. Keine Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag.

Litauen, Lettland, Estland:

Baltic WayMit Blumen in den Haaren bilden Menschen eine Kette von Vilnius bis Tallinn und singen Volkslieder.

Bewertung: Hippie-Vorläufer des Eurovision Song Contest.

Ungarn:

Bei einem Gulaschpicknick nahe der Grenze schneiden spielende Kinder aus Versehen den Grenzzaun durch. Der Eiserne Vorhang ist offen.

Bewertung: Auch 25 Jahre später kann man eine gewonnene Revolution wieder verspielen.

Rumänien:

ceausescu-executionDas unterdrückte, ausgehungerte Volk demonstriert trotz bitterer Kälte gegen die Ceaușescu-Diktatur. Panzer fahren auf. Es fallen Schüsse. Blut im Schnee, Verzweiflung, Tote, Heldenmut. Nach zwei Wochen Bürgerkrieg stürmen die Revolutionäre den Präsidentenpalast. Der Diktator und seine Frau können knapp mit dem Helikopter entkommen, müssen aber später notlanden und per Anhalter weiterfahren. Der Fahrer (Automarke: Dacia) bringt sie zu sich nach Hause und sperrt das gefürchtete Ehepaar in einer Gartenlaube ein. Die Miliz holt sie ab und erschießt Nicolae Ceaușescu und seine Frau. Freiheit!

Bewertung: So müssen Revolutionen ablaufen! Und das Ganze auch noch zu Weihnachten, wo man andernfalls zu banalen Konversationen mit Verwandten genötigt wäre. Perfektes Timing. Weihnachten war nie mehr so spannend wie 1989.

Links:

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Die Bushaltestelle am Ende der Welt

Na gut, zumindest am Ende der Insel. Und damit auch am Ende Europas, denn die nächste Haltestelle südlich von hier wäre in Libyen.

Die Haltestelle heißt treffenderweise „Cliffs“, was eine nützlicvhe Warnung ist, denn man will die Klippen von Dingli sicher nicht in einem Bus hinabstürzen. Vielleicht nicht mal ohne Bus.

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Kühe

Der Moment, in dem einem auffällt, dass man das Scharfschützengewehr zuhause vergessen hat:

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Letzte Gedanken

Obwohl mich bisher niemand an sein Sterbebett gerufen hat (und ich wahrscheinlich sowieso viel zu spät auftauchen würde), bin ich mir sicher, dass noch nie jemand mit den folgenden Gedanken gestorben ist:

“Hätte ich doch mehr gearbeitet in meinem Leben!”

“Ich wünsche, ich hätte mehr Zeit im Büro verbracht.”

”Ich hätte viel mehr Zeit im Internet verbringen sollen.”

„Wenn ich doch nur weniger von der Welt gesehen hätte.“

“Ich habe noch immer nicht genug Besitztümer zusammengerafft.”

Denkt mal darüber nach.

(To the English version.)

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Basketball in den Bergen

basketball Durmitor(Fotografiert im Durmitor-Gebirge in Montenegro.)

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