Da wäre wohl jemand gerne König

„In den Umfragen liege ich eindeutig vor Charles.“

Ein bisschen peinlich, dass der bayerische Ministerpräsident ausländische Monarchien mehr feiert als die bayerische Revolution gegen die Monarchie. Selbst den Festakt zum 100-jährigen Bestehen des Freistaates Bayern wandelte Markus Söder in eine Königslobhudelei um. Geschichtsverfälschung ist in Bayern viel zu wichtig, als dass man sie den politischen Rändern überließe. Nein, da kümmert sich schon die Staatskanzlei darum.

Und was die peinliche Selbstdarstellung anbelangt, da ist Markus Söder auf Wladimir-Putin-Niveau.

Die Wahrheit über Bayern und seine Könige gibt es übrigens in meiner König-Ludwig-Saga.

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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5 Antworten zu Da wäre wohl jemand gerne König

  1. hanselmar schreibt:

    Wie waere es mit einem Volksentscheid:“Soll Markus Soeder unser Koenig werden?“ „Kreuzen Sie mit Ja+ oder Nein+ an“ . Es waere interessant zu wissen ob das die byrische Verfassung vorsieht. Wenn nicht, dann besteht sicherlich die Moeglichkeit das in naher Zukunft zu machen. Koenig Markus passt sehr gut auf Schloss Neuschwanstein. Vielleicht koennte er an bestimmten Tagen in der Woche dort als Koenig auftreten. An diesen Tagen koennte man den Eintrittspreis fuer Touristen verdoppeln, was sicherlich eine weitere Einnahmequelle fuer die Bayrische Staatskanzlei waere.

    • Andreas Moser schreibt:

      Die Bayerische Verfassung erlaubt tatsächlich verfassungsändernde Volksbegehren und Volksentscheide.

      Ich war einst selbst ziemlich aktiv in der Kampagne zur Abschaffung des Bayerischen Senats. Das war so eine Ständekammer, wie man sie aus dem Austrofaschismus kennt.
      War eine tolle Erfahrung, als Jura-Student über die Dörfer zu tingeln und in den Wirtshäusern das Volk zur Abschaffung eines Staatsorganes aufzuwiegeln. Und erfolgreich. 70% stimmten 1998 für die Abschaffung des Senats. (Einer meiner Professoren, der Bayerischer Senator war, fand mein Engagement nicht so lustig.)

  2. Dirk Festerling schreibt:

    Blöde Frage: Brachte „Bayerischer Senator“ eine spürbare Aufwandsentschädigung oder war das ein Ehrenamt?

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich weiß es nicht (mehr) genau. Aber ich glaube, das war eine relativ bescheidene Vergütung. Im Senat saßen ja auch hauptsächlich Leute, die ansonsten schon zwei oder drei Vollzeitjobs hatten.

      Aus der Kampagne kann ich mich erinnern, dass wir immer eine Gesamtsumme nannten, was der Bayerische Senat mitsamt Mitarbeitern und so kostete, keine monatlichen Vergütungen. Und selbst die Gesamtsumme war überschaubar.
      Es ging eher darum, dass die zweite Kammer undemokratisch und überflüssig war.

  3. chrisbaumgarten schreibt:

    Ich bin mir sicher, man findet ein entferntes Verwandtschaftsverhältnis. Bayern und Hannover sind zwar doch ein bisschen entfernt, Sachsen und Gotha sind in der Nähe, aber Coburg liegt in Franken, dort haben die Herzöge von Sachsen-Coburg residiert, und Markus Söder würde in Nürnberg geboren, was auch bekanntermaßen in Franken liegt, wie die Franken nicht müde werden zu betonen. Womit wir auch die leidige Frage umschifft hätten, ob Franken Bayern oder Bayern Franken ist, und welches historische Unrecht den Franken widerfahren wäre oder eben nicht. Coburg und Nürnberg, das jedenfalls kann kein Zufall sein.

    Naja, jedenfalls, mit etwas Glück sind die Briten bald Charles Sachsen Coburg Gotha Battenberg los, und Bayern Markus Söder, und alle freuen sich. Voraussichtlich sogar die Briten, aber die fragt eh niemand, von wem sie regiert werden wollen.

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