Die Grundlage der britischen Monarchie

Dieser Ausschnitt aus „Die Ritter der Kokosnuss“ (1975) ist immer noch einer der besten Beiträge in der Diskussion über die britische Monarchie. Oder eigentlich über jede Monarchie.

Während der zwei Jahre, die ich im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland lebte, wie sich das Land offiziell nennt, habe ich viele wunderliche Dinge gesehen. Eine Sache, die mich immer wieder überrascht hat, war die fast vollständige Abwesenheit von Forderungen nach der Abschaffung der Monarchie.

Naja, immerhin hat sich Barbados letztes Jahr von dem Joch der Monarchie befreit.

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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16 Antworten zu Die Grundlage der britischen Monarchie

  1. hanselmar schreibt:

    Monarchie und Demokratie gehen Hand in Hand im Vereinigten Konigreich und auch in den ehemaligen Kolonien. 15 von diesen ehemaligen Kolonien pflegen noch die Monarchie. Ob dieses nun mit dem Willen der Bevolkerung geschieht oder gegen den Willen der Mehrheit haengt vom politischen System des jeweiligen Landes ab. In Malta lasst man das Volk entscheiden und die haben vor vielen Jahren entschieden dass es sich besser ohne Monarchie lebt. In Australien war das anders die Mehrheit der Bevolkerung wollte die Monarchie. Die ganze Geschichte hat sehr viel mit Rasse und Herkunft der Menschen zu tuen. Die Mehrheit der Bevolkerung von Australien sind britischer Herkunft. Fuer diese Leute ist die Monarchie ein Teil ihrer eigenen Geschichte und Herkunft. Die Vorfahren dieser Leute sind nach Australien ausgewandert um ein besseres Leben zu haben. Oft wird dort auch vergessen das die Vorfahren teilweise als Strafgefangene nach Australien gekommen sind. Trotz alle dem die Australier und auch die Neuseelander fuehlen sich der Monarchie zugehoerig und oft sagen Neuseelander auch wir sind die besseren Briten. Anders ist das mit Leuten deren Vorfahren als Sklaven in die ehemaligen Kolonien kamen, Das betrifft die Bewohner von Barbados und auch von Jamaika und Trinidad. Wahrend sich Trinidad schon vor Jahren von der Monarchie getrennt hat ist das in Jamaika bis jetzt nicht moeglich. Als Begrundung kann gesagt werden in Jamaika haben die Politiker keinen Volksentscheid zugelassen. So wird weiterhin die Demokratie untergraben. In Europa ist das aehnlich, aber ich moechte annehmen dass es immer noch eine Mehrheit fuer die Monarchie im Vereinigten Konigreich gibt. Eine Dame aus England sagte mir 1975 die Monarchie haelt unseren Staat zusammen. Der neue Konig Prinz Charles muss sich sicherlich viel Muhe geben dass sich das aendert. Konig Heinrich der VIII musste schliesslich auch erst mehrere seiner ehemaligen Frauen hinrichten lassen bis sich die oeffentliche Meinung gegen ihn richtete. Die Geschichte mit Charles und Diana hat jetzt keine grosse Bedeutung mehr. Wie sagt man doch so schoen:“Einmal ist kein Mal.“ Hoch lebe der Konig.

  2. Irene Amiet schreibt:

    Kier Starmer sagte es heute sehr gut: „She was above politics. She stood for what we all agree on.“ Und das trifft es haargenau. Niemand beneidete die Dame um ihren Job. Aber sie, sowie Charles und William, haben besonders im letzten Jahrzehnt oft für die Mehrheit des Volkes gesprochen. Werte vertreten, die wir alle gutheissen. Uns zusammengehalten und vorangebracht, während man sich in Westminster gegenseitig runterputzt und niemand gewinnt. Ich habe viele Zeit in meiner Jugend einem vereinigten Irland gewidmet, bin für das „Abschaffen“ von Nordirland. Dennoch habe ich Achtung vor dem Königshaus. Die Queen schaffte es Martin McGuiness die Hand zu reichen. Sie hat den Rassismus bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts mit Wort und Tat als un-British erklärt. Vielen Ländern fehlt so eine a-politische, moralische Galionsfigur. Charles wird es auch gut machen. (Obwohl, Charles III währe ja eigentlich der Titel des Bonnie Prince gewesen, gäbe es nicht Culloden…was sagen die Jakobiten dazu??)

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich glaube, das Königshaus ist sehr politisch, wenn es darum geht, einen möglichst hohen Etat für all die Schlösser und Reisen und Treibjagden herauszuhandeln.

      Und ich weiß nicht, ob es den Werten der Mehrheit des Volkes entspricht, eine lebenslange, steuerfinanzierte Position in Anspruch zu nehmen, nur weil der Papa ein wichtiger Mann war.
      Prinz Philipp ist mir auch nicht gerade als Anti-Rassismus-Beauftragter in Erinnerung.

      Aber mir geht es weniger um konkrete Personen, sondern um die Idee. Wenn man jetzt eine Verfassung ausarbeiten würde, käme doch (hoffentlich) niemand auf die Idee, eine Familie per Zufall auszuwählen, deren Kinder und Enkel und Urenkel und so weiter auf Lebzeiten und in alle Ewigkeit in Schlössern leben, fürstlich entlohnt und das Bild des Landes prägen werden.

      Aber auch ich hoffe, dass wir noch ein vereinigtes Irland erleben werden!

    • hanselmar schreibt:

      Ohne die gute Versorgung im Vereinigten Konigreich haette sich die Auswanderung von Hannover nach Windsor auch nicht gelohnt. Wir Deutsche wollen doch das es unseren Landsleuten auch in anderen Laendern gut geht. Mit der guten Versorgung geht auch die biblische Vorhersage in Erfullung. Sie saehen nicht,Sie ernten nicht aber der himmlische Vater ernaehrt Sie doch. Das bezog sich allerdings auf die Voegel des Himmels. Wenn man sich die Voegel des Vereinigten Konigsreichs so anschaut sind diese bestens mit ihrer Rolle vertraut. Danach kommt auf jeden Fall wieder die Bibel ins Spiel denn der Reichtum der koniglichen Familie ist ihr Geburtsrecht. Das ist genau so wie das Geburtsrecht des auserwaehlten Volkes. Wem Gott etwas zuteilt der muss es nehmen. Alles andere waere schliesslich Gotteslaesterung. Im Vereinigten Konigreich scheint man mit dieser Entscheidung des Himmels einverstanden zu sein. Es gibt lediglich Unstimmigkeiten darueber ob eine aus den USA stammende Mulattin an diesem von Gott gegebenen Reichtum teilhaben darf.

    • chrisbaumgarten schreibt:

      Ach, wann haben die Herren – oder Damen – Sachsen Coburg Gotha Battenberg zuletzt irgendetwas von Substanz gesagt, geschweige denn etwas von Substanz, das der unausgesprochenen Mehrheit des Volkes entspräche? Die Herrschaften geben Platitüden von sich, und gelegentlich sagen sie bei schönem Wetter: „Der Himmel ist blau.“

      Der Zusammenhalt und das Voranbringen sehen ja so aus, dass im vergangenen Jahrzehnt relevante Teile der britischen Bevölkerung verarmt sind, sich das Vereinigte Königreich als relevante außenpolitische Macht verabschiedet und isoliert hat und zu einer ökonomischen Kolonie seiner früheren Kolonie zu werden droht, und sich nebenbei einen Clown als Regierungschef geleistet hat.

      Man kann natürlich argumentieren, die bloße Existenz von Frau Elizabeth Sachsen Coburg Gotha Battenberg habe das Schlimmste verhindert, und das Volk habe sich zusammengehalten und vorwärtsgebracht gefühlt. Was zwar durch viele relevante Meinungsumfragen widerlegt wird, aber die relevante Frage ist hier: Wie das Schlimmste denn ausgesehen hätte, hätte Frau Elizabeth Sachsen Coburg Gotha Battenberg nicht existiert. Und hier wird jeder auch nur durchschnittlich vernunftbegabte Mensch sagen müssen: Schlimmer hätte es nicht kommen können, und anders auch nicht.

      Daran werden noch so viele heilige Schauer nichts ändern, die so manchen Briten überkommen, wenn er an die Familie Sachsen Coburg Gotha Battenberg denkt.

      Wenn man sich davon zusammengehalten und vorangebracht fühlt, ist man selbst schuld.

    • Anonymous schreibt:

      Ich glaube, mit dem selben Argument müsste man auch Hollywood abschaffen. Social media sowieso. Denn was bringt das ausser entertainment, sich zu nerven und/oder Zusammenhalt zu suchen? Und, weisst Du, natürlich fliesst a viel Deutsches Blut in den Adern der Windsor, aber sie haben sich bewusst umgetauft. Ein Zeichen gesetzt. Es tut den Briten ja auch leid, dass sie den Preussen den Wilhelm gegeben haben, aus den Lenden Viktoria’s. Wir sind in Europa alle miteinander verknüpft. Aber warum willst Du uns weismachen, was wir nicht wollen oder brauchen?
      Es gab auch so viele Stimmen vom Kontinent während Covid, die von anderen Ländern Meinungen vertraten, im Sichersein, dass diese Meinungen unverfälscht und neutral nur von anderen Ländern erfunden oder gefunden werden können.
      Die Dame Windsor war in Lancashire äusserst beliebt. Ihr Sohn ist ein tolles Sprachrohr für Organic farming und Naturschutz. Mein Mann ist Republikaner und Veteran. Auch er will die Monarchie – irritierenderweise für Ausländer – nicht wirklich abgeschafft sehen. Es gibt viele solche Oberflächen Republikaner in England. Und was den Clown anbelangt…na ja…da haben wir alle solche Trolle auf dem wirklichen Thron momentan. Ihr hattet eine Hexe für Jahrzehnten. Und sie wurde ständig wiedergewählt. Ev weil sie eben doch beliebt war? Und Johnson war ein Clown, aber jetzt haben wir einen Alptraum. Never, ever change a thing for change’s sake without a solid plan for after. Aber auch das werden wir alle irgendwie überleben. Wir bekommen ja Trost vom neuen König 😀

    • chrisbaumgarten schreibt:

      @Anonymous: Der Unterschied zwischen Hollywood und britischer Monarchie ist klar, oder?

      Und ja, die Abstammung der Familie Sachsen Coburg Gotha Battenberg ist wichtig. Sie begründet ihren Anspruch auf Thron und Krone in Großbritannien nämlich ausschließlich damit, von ebenjener Familie abzustimmen, die nach eigener Lesart und Thronschwur von Gottes Gnaden ausersehen ist, ebendort sich ebenjenes Accessoire aufs Haupt zu setzen.

      Der neue König ist vor allem Sprachrohr für Antiwissenschaft und Humbug, höchstselbst involviert in die Absetzung kritischer Wissenschaftler. Damit spricht er keineswegs für die britische Bevölkerung. Und vor allem nicht für jene, die sich dank Austeritätspolitik das Essen kaum mehr leisten können. Im Gegenteil, er befördert eine Agrarpolitik, die das Essen nur noch teurer macht.

    • Anonymous schreibt:

      Das ist jetzt einfach Blödsinn. Ich melde mich ab.

    • chrisbaumgarten schreibt:

      @Anonymous. Klar.
      Ist dir jemals aufgefallen, was der offizielle Titel des neuen Königs ist?
      „Charles the Third, by the Grace of God, of the United Kingdom and Northern Ireland and of His other Realms and Territories King, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith…“ Steht so, als Kürzel, nebenbei bald auf jeder britischen Münze.

      Worauf stützt sich diese „Grace of God“? Auf eine Abstammung und nur auf seine Abstammung. Sie ist die einzige Rechtsgrundlage, auf der er auf dem Thron sitzt – oder bald sitzen wird.

      Dass die Familie Sachsen Coburg Gotha Battenberg ihre Herkunft verschweigt, weil das nicht mehr so populär ist – ihre Sache. Nur begründet sie mit dieser Herkunft ihr Recht auf die Königswürde. Beides zugleich geht nicht.

    • Anonymous schreibt:

      Ich wollte eigentlich nicht mehr diskutieren. Also nur kurz: Wir sind alle auf diesem Planeten „by the Grace of God“ oder für Atheisten“by the Grace of Coincidence“ – kommt auf das selbe an. – ob wir Kinder haben, keine, ob wir gesund sind oder krank. Die Englische Monarchie gäbe es nicht mehr, wenn das Volk es so wollte. Hier existiert ein stiller Vertrag. You do your job, we keep you. Der Job ist es, Charities ins Scheinwerferlicht zu stellen, oder einfach zu existieren. Die Rechnung wurde schon mal aufgestellt, ob die Royals dem Normalbürger in der UK was bringen. Das tun sie. Sie leben in Saus und braus und sind doch Sklaven des Willen des Volkes. Deshalb das massive Thank you an Elisabeth. Die úbrigens, so wie Charles III auch das Blut der Tudors in den Adern hat. Warum irritiert es einen Deutschen so, dass wir eine konstitutionelle Monarchie haben? Das kann Euch doch egal sein?

    • chrisbaumgarten schreibt:

      Eine Nebelkerze nach der anderen. Nein, wir sind nicht auf diesem Planeten „by the Grace of God“ oder als Zufall, sondern als Resultat bestimmter Handlungen unserer Eltern. Nicht freilich sind wir Könige von England, Schottland etc… Das maßen sich nur die britischen Monarchen an. Abgestammt von der richtigen Familie, und ein Recht auf Leben in Saus und Braus samt bei richtiger Kombination Staatsoberhaupt spielen. Eine explizite Abwertung aller Anderen, die eben weniger Grace of God oder was auch immer haben…

      Nein, das britische Volk wurde einfach nie gefragt, ob es eine Monarchie will. Es existiert also kein stiller Vertrag zwischen Volk und Monarch. Es existiert ein vormodernes Herrschaftsverhältnis, fortgeschrieben von einem politischen System, das nichts so fürchtet wie Veränderung.

      Nein, die Monarchie bringt dem Vereinigten Königreich nichts. Das sind Milchmädchenrechnungen. Sie überzeugen Leichtgläubige. Nach London kommen 30 Millionen Touristen im Jahr. Nach Paris kommen 38 Millionen. In Paris köpfen sie auch Königinnen, wenn es ihnen nicht passt.

      Im Übrigen bin ich kein Deutscher. Ich bin Österreich. Wie die Deutschen sind wir unsere Monarchen selber losgeworden und haben sie ins Exil geschickt. Wir gingen 1918 davon aus, und wir gehen heute davon aus, dass eine Monarchie eine Beleidigung der Würde des Menschen ist. Wir halten die Würde des Menschen für universell, also geht uns auch die britische Monarchie etwas an. (Zumal wir die über Jahrzehnte indirekt mit unserem Steuergeld unterstützt haben, als Großbritannien noch in der EU war.)

      Nach Wien kommen übrigens fast 18 Millionen Touristen pro Jahr – bei nur zwei Millionen Einwohnern. Pro Kopf sind also mehr Touristen als in London und Paris zusammen. Woran man wieder sieht: Touristen kommen auch ohne Kaiser.

      Was das Tudor-Blut in der Familie Sachsen Coburg Gotha Battenberg angeht: Nun, das ist erstens an sich bereits sehr strittig. Dazu kommt, dass die Tudors eine walisische Familie waren, die sich unter Berufung auf lose Blutsbande mit einer normannischen Familie in einem England verheerenden Bürgerkrieg an die Macht gebracht hat. Was wiederum die Frage aufwirft, wann zuletzt ein Engländer England regiert hat. Aber sei’s drum: Ich bin mir nicht sicher, ob der Verweis auf die Tudors angesichts der Tudor-Herrschaft wirklich die Legitimität schafft, die du haben willst. Vielmehr offenbart sie, dass Monarchie immer auf Willkür und Gewalt beruht. Monarchen sind nur die Landräuber, die niemand aufgehängt hat.

    • Andreas Moser schreibt:

      Sogar Prinz Harry ist skeptisch gegenüber der Monarchie, und der muss es ja wissen. 🙂

    • hanselmar schreibt:

      Prinz Harry ist der Schwiegersohn von Thomas Markle, der das britische Konigshaus mit der Scientology Kirche verglichen hat. Dieser Prinz ist inzwischen alt genug um auf eigenen Beinen zu stehen und auch eine eigene Meinung zu haben. Zur Zeit macht er ein Praktikum fuer den Amerikanischen Traum:“Vom Tellerwaescher zum Millionaer.“ Da er bis jetzt jedoch noch keine Taetigkeit als Tellerwaescher aufgenommen hat ist davon auszugehen dass er die Apanage bevorzugt.

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich weiß nicht, was die königliche Familie (es geht da ja nicht nur um die paar im Rampenlicht, sondern um allerhand Schwippschwager, die Herzog von Wasweißich sind) dem Volk „bringt“.

      Das mit dem Tourismus ist echt ein komisches Argument für eine Verfassung,. Ich meine, was soll man dann machen, wenn amerikanische Touristen sich öffentliche Hinrichtungen wünschen? Und – wie Christoph schon geschrieben hat- wirklich durch Dutzende von Gegenbeispielen widerlegt.
      In die bayerischen und preußischen Königs- und Kaiserschlösser kommen viel mehr Besucher, seit die Könige und Kaiser zum Teufel gejagt wurden. Schloss Schönbrunn in Wien zieht Millionen aus aller Welt an (es hat auch einen wirklich schönen Park; und zwar gratis, weil da keine Habsburger die Hand mehr aufhalten), obwohl der Kaiser 1918 geflohen ist – auch wenn er nachher versucht hat, sich wieder an die Macht zu putschen. Interessante Geschichte übrigens: https://andreas-moser.blog/2021/11/02/kaiser-karl/

      Brasilien, Italien, Griechenland und die USA haben auch nicht weniger Tourismus, seit sie Republiken geworden sind.

      Ich wüsste auch gar nicht, was ein Tourist von der König oder dem König haben sollte? Er trifft sie/ihn ja nicht persönlich.
      Da gehe ich doch lieber ins Parlament (gratis) und schaue mir die wunderbaren Debatten an. Noch dazu ist der Palast von Westminster wesentlich hübscher und interessanter als dieser Buckingham-Klotz mit all den blöden Vasen, die man bestaunen soll.

      Charles hat gerade 18 Milliarden (!) Euro an „Crown Estate“ und 750.000.000 Millionen Euro an Privatvermögen geerbt, weil er „Herzog von Lancaster“ wurde.
      Darauf zahlt er keine Erbschaftssteuer.
      William hat im Zuge dieser Vermögensverschiebungen als neuer „Herzog von Cornwall“ ein Privat(!)vermögen von 1.200.000.000 Euro geerbt.
      Da kann man leicht mal eine Charity unterstützen, wenn die Fernsehkameras rollen.
      Zu der absurden Konstruktion des Herzogtums Cornwall als Privatkolonie des Thronfolgers empfehle ich Kapitel 20 meines Cornwall-Berichts: https://andreas-moser.blog/2020/12/18/newquay/

  3. chrisbaumgarten schreibt:

    @hanselmar: Was die Vögel betrifft, kann man immerhin argumentieren, Charles III (von Sachsen Coburg Gotha Battenberg) habe mindestens einensolchen. Womit er freilich weder in der Familiengeschichte noch in der Geschichte der britischen Monarchie eine Ausnahmeerscheinung wäre.

    Vielmehr könnte man sagen, die Monarchie als solche bringt ebenjene Vögel heraus, die der Himmelsvater ernährt, in Form des selten gefragten Steuerzahlers, ohne dass sie säen, und ernährt sie fürstlicher als die Untertanen, die keinen Vogel haben und dafür kräftig säen müssen.

  4. hanselmar schreibt:

    Es gibt sicherlich viele verschiedene Meinungen ueber die Monarchie im Vereinigten Konigreich. Wenn Britanien eine Demokratie wie die Schweiz waere haette man schon laengst einen Volksentscheid ueber dieses Thema gehabt. Moeglich were es, aber es muss gewollt sein. Es war gewollt beim Brexit und auch als es um mehr Unabhaengigkeit fuer Schottland ging. Ohne Volksentscheid in Britain haben die Deutschen das Recht die Monarchie zu moegen denn bezahlen muessen diese die Briten. Der Vater von Meghan Markle hat das britische Konigshaus mit der Scientology Church verglichen. Das hat Ihm sicherlich keine Symphathie eingebracht. In Deutschland wird Scientology nicht als Kirche anerkannt. Wenn der Hauptling von Scientology stirbt gibt es kein Staatsbegraebnis. Die britische Konigin hat es bekommen und wir Deutsche haben es ihr sicherlich gegoennt denn es wurde uns von den oeffentlich rechtlichen Fernsehstationen frei Haus geliefert. Wer in Deutschland TV Gebuehren bezahlt dem sind keine zusaetzlichen Kosten entstanden. Mit dieser Monarchie koennen wir leben. Ob es die Briten wollen wird die Zukunft entscheiden.

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