Tagesnotizen 6

  1. Kreative Betrüger eröffnen eine falsche Botschaft.
  2. In Peru hatte ich zwei Couchsurfer aus Russland zu Besuch. Als sich die beiden untereinander auf Russisch unterhielten, fiel mir auf, wieviele deutsche Lehnwörter das Russische verwendet: Rucksack, Butterbrot, Gastarbeiter, Wunderkind u.s.w. Darauf angesprochen, wussten sie noch einige Dutzend Wörter mehr, die deutschen Ursprungs sind. Vielleicht sollte ich doch einen zweiten Versuch wagen, Russisch zu lernen.
  3. „Wozu bin ich auf der Welt, wenn ich nicht Sansibar zu sehen bekomme und Kap Comorin und den Mississippi und Nantucket und den Südpol?“ dachte der Junge in Alfred Anderschs Sansibar oder der letzte Grunddhow_sunset2c_zanzibar_281016404647529
  4. Bei Diskussionen um den Islam fällt früher oder später der Spruch „Der Islam hatte halt noch keine Aufklärung“. Frank Griffel erklärt, was an dieser Sichtweise falsch ist. Sehr interessantes Interview.
  5. Der Artikel über Bolivien und das Meer hat bei vielen Lesern zu der Frage geführt, was Irredentismus sei. Der Irredentismus ist eine politische Bewegung, die Gebiete, die einstmals zu einem Land gehörten aber zwischenzeitlich verloren gingen oder unabhängig wurden, wieder kontrollieren oder erobern will. Wikipedia hat eine Liste irredentistischer Ansprüche.
  6. Diese Woche habe ich mal wieder Thirteen Days über die Kuba-Krise angesehen. Unweigerlich stellte sich die Frage, wie die Trump-Regierung in solch einer Krise reagieren würde. Ein besorgniserregender Gedanke.
  7. Steht eigentlich irgendwo ein Nachbau des Weissen Hauses für all die Kinofilme, die dort spielen?
  8. Das Urheberrecht kann einem leid tun. Selbst viele Menschen, die sich ansonsten vollkommen gesetzestreu verhalten, glauben nicht daran.
  9. Wenn Ihr zu Weihnachten zusammensitzt, denkt doch mal an die Millionen von Toten, die Euer Gott auf dem Gewissen hat. Man kann es nicht anders sagen, dieser christliche Gott ist ein Psychopath.
  10. Donald Trump hat ein neues atomares Wettrüsten angekündigt.
  11. Wenn Ihr Euch wundert, wie Google so groß werden konnte, nutzt mal für einen Tag Bing.
  12. Bing ist so schlecht, dass ich damit nicht einmal meinen eigenen Blog finde.
  13. Wie es sich wohl anfühlt, ein Kühlschrank zu sein? Immer voller Essen, aber nichts davon kann man selbst verzehren.
  14. Man denkt, kein Rassist zu sein. Man hält sich etwas auf seine Intelligenz zugute. Dann hört man über Intelligenzrassismus und wird nachdenklich.
  15. Als ich das letzte Mal auf meine Bücherwunschliste hinwies, bekam ich Rückmeldungen von Lesern, die mir tatsächlich gerne etwas schicken würden, aber angesichts der horrenden Portokosten nach Südamerika davor zurückschreckten. Zurecht! Deshalb habe ich jetzt eine deutsche Adresse aufgeführt. Meine Eltern werden die Bücher dann alle paar Monate (hoffentlich) weiterschicken.
  16. Natürlich wird jedes Buchgeschenk mit einer Postkarte aus Südamerika prämiert.
  17. Zurück zum Thema Russland. In Bolivien spielte ein Busfahrer kürzlich doch tatsächlich dieses Lied:

 

 

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a journalist, a spy or a hobo.
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