Soll ich zum Stierkampf gehen?

In Huéscar sah ich heute dieses Poster.

bullfight.JPG

Ich war leicht schockiert, denn ich wusste nicht, dass überhaupt noch Stierkämpfe stattfinden. Schließlich waren diese schon 1567 von Papst Pius V. verboten worden. Seither nennt man päpstliche Edikte auch „Bullen“.

Jetzt bin ich unschlüssig.

Einerseits verabscheue ich solche Spektakel und will diese keinesfalls unterstützen. Außerdem mache ich mir echt Sorgen, dass mir schlecht wird oder dass ich ohnmächtig wurde. (Mir wurde schon im Erste-Hilfe-Kurs ohnmächtig und selbst die ab 12 Jahren freigegebenen Horrorfilme kann ich nicht ansehen.)

Andererseits bin ich als Blogger Eure Augen und Ohren in dieser Welt. Meine eigenen Gefühle und die Furcht vor Albträumen zählen weniger als Eurer Recht auf Berichterstattung von der Front.

Also frage ich nach Eurer Meinung. Schreibt einfach „ja“ oder „nein“ in das Kommentarfeld, gerne auch mit einer Erklärung, wenn Ihr wollt. Weil die Sache mit 18 € ziemlich teuer ist und es anscheinend keinen Studentenrabatt gibt (den gibt es nur für Kinder unter 14, was doch auch krank ist, oder?), bin ich sehr dankbar um jede Spende für diesen Blog. Ihr bekommt dafür eine persönliche Postkarte, vielleicht sogar mit Blutspritzern.

(Read this article in English.)

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Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a journalist, a spy or a hobo.
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5 Antworten zu Soll ich zum Stierkampf gehen?

  1. Pingback: Should I go to a bullfight? | The Happy Hermit

  2. Paul schreibt:

    Ja, gehe hin, lieber Andreas,
    Habe Stierkampf bisher nur im spanischen Fernsehen gesehen,
    Mein Eindruck: Es wird sehr respektvoll mit dem Stier umgegangen. Auch wird ihm mit großer Hochachtung begegnet.
    .
    Da finde ich Boxen schlimmer. Von den anderen „Sportarten“ wie Kickboxen u.ä ganz zu schweigen.

    Herzlich, Paul

    • Andreas Moser schreibt:

      In Bolivien bin ich mal, auch allein aus journalisticher Neugier, zum Frauen-Wrestling gegangen. Dann war ich so schockiert, dass ich bis heute nicht dazu gekommen bin, einen Artikel darüber zu schreiben.

  3. J. D. Bennick schreibt:

    Lieber Herr Berichterstatter von der Front.

    Ob Sie dem Stierkampf nun beiwohnen oder nicht, der Stier wird in jedem Fall sein Leben verlieren . Interessant wäre an der Stelle, wie Sie damit umgehen und welche tragischen Bilder es dann in Ihren Blog schaffen (auch das Kotzen Ihrerseits sollte als dramaturgisches Stilmittel benutzt werden). Vielleicht rüttelt das einige Leute auf, dass Stierkämpfe, sozusagen die Belustigung der Tod eines Tieres für die Masse, endgültig verboten gehören.

    In diesem Sinne, frohes Draufhalten mit der Kamera 😉

    PS: Richtig krank wäre es, wenn Sie sich als 14-jähriger deutscher Flüchtling an der Kasse ausgeben würden, der von den Bayerischen Landtagswahlen geflüchtet ist und tatsächlich den Rabatt erhalten würden.

    PPS: Ich liebe Ihren Blog!

    • Andreas Moser schreibt:

      Sicherheitshalber würde ich vorher wahrscheinlich nichts essen. Und dann bleibt ja immer noch die Möglichkeit, die ich auch bei Horrorfilmen und Krankenhausfilmen anwenden muss, nämlich einfach die Augen zu schließen oder auf den Boden zu blicken.

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