Vor hundert Jahren lief ein Film, den es eigentlich nicht hätte geben dürfen – März 1922: Nosferatu

To the English version.

Zu Beginn dieser Serie hatte ich versprochen, dass es nicht jeden Monat um Krieg, Revolution und Grenzverschiebungen gehen würde, sondern auch mal um die leichteren Dinge des Lebens. Um Katzen und Kultur, zum Beispiel.

Deshalb gehen wir heute ins Kino!

Aber Minderjährige bitte nur in Begleitung ihrer Eltern. Oder mit Attest.

Denn vor hundert Jahren, im März 1922, war der Filmstart von Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens. Und war für ein Filmstart das war! Eine wochenlange Medienkampagne mit Zeitungsanzeigen, Großplakaten, Flugblättern, Straßenbahnbeschriftungen und Luftschiffen war vorausgegangen. Und dann die Premiere: In einem Marmorsaal in Berlin, mit Kostümball, mit Tanz, mit Orchester. Wahrscheinlich gab es sogar Zigarren.

Es war der erste deutsche Film, dessen Werbe-Budget höher war als das Film-Budget.

Das ist der Grund, warum der Film so berühmt wurde. Sage ich.

Leute, die sich hingegen wirklich mit Filmen auskennen, sagen etwas anderes. Sie behaupten, Nosferatu sei ein Meisterwerk der Filmgeschichte, ein wegweisender Grab-, wenn nicht sogar Meilenstein. Sie lobpreisen den visuellen Stil, die Bildkomposition, die Lichtsetzung, die Kameraführung, die szenische Gestaltung, die Cadrage, das Spiel mit Licht und Schatten, die Parallelisierung von Körper und Bau im Zusammenspiel von Filmfigur und Architektur, die Spannungsbildung durch transversale Bewegung, die Subjektivierung des Kamerablicks, das teilweise Durchbrechen der vierten Wand, doppelbelichtete Überblendungseffekte, die naturalistischen Landschaftsaufnahmen und die Schauerwirkung durch die Bedeutungsumkehr an sich idyllischer Naturbilder.

Was Leute halt so sagen, wenn sie schlau klingen wollen. Ich persönlich kann da nicht mitreden, weil ich Angst vor Horrorfilmen habe. Und wer sich nicht einmal Buffy, Der kleine Vampir oder Angriff der Killertomaten ansehen kann, der schreckt vor dieser Urform des Horrorfilms erst recht zurück.

Bevor Ihr Euch darüber lustig macht: Seht doch mal, ob Ihr Euch traut.

Ein paar Minuten habe ich reingeguckt, aber der Immobilienmakler Knock ist wirklich so furchteinflößend wie befürchtet. Obwohl es sich um einen Stummfilm handelt, jagt mir sein hämisches Lachen einen Schauer über den Rücken. Nein, das halte ich keine 94 Minuten aus.

Aber in den wenigen Teilen, die ich kreidebleich und zitternd ansehen konnte, war ich überrascht, wie viele der im Film angesprochenen Themen auch heute, genau 100 Jahre später, noch aktuell sind.

So bringt zum Beispiel Graf Orlok, als er mit dem Schiff in Wisborg (gespielt von Wismar) ankommt, Covid-19 in die Stadt. Anders als in den wenigen früheren Horrorfilmen meuchelt das Monster jetzt also nicht mehr nur einzelne Opfer, sondern es stellt eine Gefahr für die ganze Menschheit dar. Nosferatu als Superspreader.

Statt sich gemeinsam und proaktiv gegen das Verderben zu wehren, erstarren die Bewohner in Schockstarre und ergeben sich dem Untergang. Der Epidemiologe Dr. van Helsing wird vollkommen ignoriert. Die Stadträte der DVP (einem Vorläufer der FDP) versagen sich unter Berufung auf Freiheit und individuelle Verantwortung sogar einer Maskenpflicht, die sie als „Fessel“ bezeichnen.

Was mir als begeistertem Tramper gefallen hat, ist, dass der Film eine Lanze für diese ökologisch wertvollen Fahrgemeinschaften bricht. Als Hutter durch die Karpaten streift, hält ganz selbstverständlich eine Kutsche an, die den jungen Mann an sein Ziel, die Arwaburg in der Slowakei, bringt. In der Ära des beginnenden Automobilismus war dies ein wichtiges Statement gegen egoistischen Individualismus, gegen Verschwendung von Ressourcen und für mehr Solidarität.

Wenn ich mir diese Burg so ansehe, bekomme ich tatsächlich Lust, dorthin zu trampen. Ich habe zwar nicht gesehen, wie das im Film endet, aber es wird schon ein Happy End geben. Das läuft ja eigentlich immer so im Kino.

Frappierend aktuell fand ich auch die vielen Szenen, in denen Nosferatu Särge durch die Gegend fährt, schifft und schleppt. Eine eindeutige Anspielung auf die Paketboten unserer Zeit und eine Metapher auf Konsum und Kapitalismus. Die Menschen benötigen gar keine Vampire, weil sie sich selbst aussaugen und ausbeuten, nur um im Keller immer mehr Särge anzuhäufen. (Daher kommt der Begriff „Leichen im Keller“, wenn jemand so viel kauft und bestellt, dass er gar nicht mehr weiß, wohin mit dem ganzen Zeug.)

Ach ja, dieser Nosferatu alias Graf Orlok ist der eigentliche Vampirbösewicht, nicht – wie von mir anfänglich vermutet – der Immobilienmakler Knock. Andererseits, was ist schon der Unterschied zwischen Maklern und Vampiren? Blutsauger sind beide.

Nosferatu wurde gespielt von Max Schreck, dessen Darstellung so überzeugend war, dass sein Name zum geflügelten Wort („Ach, Du Schreck!“) und zum Verb („erschrecken“ als Synonym für ängstigen, entsetzen, schockieren, konsternieren) wurde.

Sogar ins Englische schaffte es das Wort, wenn auch hollywood-typisch verkitscht.

Noch angsteinflößender als Max Schreck war Klaus Kinski, der einem schon das Blut in den Adern gefrieren ließ, wenn er nur friedlich in einer Talkshow saß.

Nur mit Werner Herzog kam er gut zurecht, weshalb jener Kinski als Vampir in der Neuverfilmung Nosferatu – Phantom der Nacht von 1979 besetzte.

Was viele nicht wissen: In den 1990er Jahren wurde Klaus Kinski Bundesaußenminister, weil sich West- und Ostdeutschland auf keinen anderen Kandidaten einigen konnten. Einmal, es muss 1998 während der UNO-Generalversammlung in New York gewesen sein, habe ich (ganz links, passend zu meiner politischen Einstellung) ihn (vierter von rechts) sogar getroffen.

Das wirft (mindestens) zwei Fragen auf: Warum war ich mit 23 Jahren wichtiger als ich jetzt bin? Und warum hat mir damals niemand gesagt, wie sponkig meine Brille aussieht? (Ich habe übrigens noch immer die gleiche, obwohl die Dioptrien gar nicht mehr passen. Aber leider zahlt die Krankenkasse keine neue Brille, weil sie stattdessen irgendwelche blöden Yoga-Globuli zahlen muss.)

Zurück zum Film. Die Handlung (junger Mann fährt in die Karpaten, um dort einen Immobiliendeal mit einem Grafen abzuschließen, bemerkt aber, dass dieser ein Vampir ist, und so weiter) kommt Euch vielleicht bekannt vor. Genau, es ist die gleiche Geschichte wie in dem Roman Dracula von Bram Stoker, erschienen 1897.

Das versuchten die Produzenten von Nosferatu gar nicht zu verbergen, sondern wiesen im Vorspann darauf hin: „Nach dem Roman Dracula – von Bram Stoker. Frei verfaßt von Henrik Galeen.“ Die Produktionsfirma Prana-Film GmbH, für die Nosferatu der erste Film war, hatte eine Menge Geld für Werbung, für Zigarren, für Champagner und allerhand Flitter und Tand ausgegeben, um dem Klischee von den Goldenen Zwanzigern zu entsprechen, aber eines hatten sie übersehen: Einen Juristen.

„Das wäre dann der dritte Blutsauger“, höre ich jemanden ulken. Aber das wäre ein billiger Scherz, und solche sind hier nicht geduldet.

Vor der Produktion eines Films wäre es, wie überhaupt in den meisten Lebenslagen, angebracht, sich mit einem Juristen zu unterhalten. Wenn die Filmleute mich konsultiert hätten, so wäre dies mein Rat gewesen:

Wenn Ihr einen Film basierend auf einem Buch macht, dann müsst Ihr Euch mit dem Autor einigen. Oder Ihr müsst die Geschichte so verfremden, dass Ihr glaubhaft machen könnt, sie sei Euch unabhängig davon eingefallen. Aber auf keinen Fall solltet Ihr so bescheuert blöd sein, im Vorspann das Buch anzugeben, aus dem Ihr geklaut habt!!

Und für diese fundierte Beratung hätte ich nicht einmal viel verlangt, sondern nur um eine kleine Komparsenrolle gebettelt. Als ich noch Rechtsanwalt war, bin ich so an einen Auftritt im Tatort gekommen. In der Folge 624 „Feuerkämpfer“ seht Ihr mich in zwei klitzekleinen Auftritten, die nicht nur nicht der Rede wert waren, sondern bei denen ich tatsächlich kein Wort sagen durfte. Der Film spielte nämlich in Hamburg, und ich habe leider einen bayerischen Akzent. (Diese Filmleute sind wahnsinnig professionell und achten wirklich auf alles.) – Schon zum zweiten Mal frage ich mich, warum mein Leben früher spannender war. UNO, ARD, u.s.w. Und jetzt hocke ich hier und schreibe einen Blog. Wie so ein alter Mann, der sich im Park neben einen setzt und ungefragt seine Lebensgeschichte erzählt.

Aber der Prana-Film GmbH ging es nicht besser.

Bram Stoker war schon tot. (Das passiert oft bei Menschen, die sich zu sehr mit Vampiren beschäftigen.) Urheberrechte sind jedoch vererblich. Florence Stoker, die Witwe des Dracula-Autors, war weniger anwaltsscheu und verklagte die Prana-Film GmbH wegen Urheberrechtsverletzung. Sie gewann, denn „aber wir haben doch die Namen verändert“ ist keine gute Verteidigung gegen eine Urheberrechtsklage. Vor allem wenn, siehe oben, die Beklagte im Film zugibt, sich an anderer Quelle bedient zu haben.

Fünf Monate nach der Premiere ging die Prana-Film GmbH in Konkurs. Nosferatu sollte ihr einziger Film bleiben.

Das Gericht ordnete auf Antrag von Frau Stoker die Vernichtung aller Kopien des Filmes an. Das ist nach § 98 I 1 UrhG eine der möglichen Folgen einer Urheberrechtsverletzung, und es war immer eine Riesengaudi, wenn ich das in einem Fall durchgesetzt hatte. Man trifft sich dann mit dem gegnerischen Rechtsanwalt auf einem Schrottplatz, er lädt einen LKW voll DVDs oder Büchern aus, und man zündet sie an. Also, wenn Ihr schon immer Hexe werden und ums Feuer tanzen wolltet, aber dafür keinen Studienplatz bekommen habt, studiert einfach Jura und spezialisiert Euch danach auf das Recht des geistigen Eigentums.

Es dürfte diesen Film also gar nicht mehr geben.

Wie kommt es dann, dass Ihr – wenn Ihr nicht so viel Schiss habt wie ich – Nosferatu jetzt trotzdem ansehen könnt? Tja, zum Zeitpunkt des Rechtsstreits waren einfach schon zu viele Kopien des Filmes in alle Welt gelangt. Sie liefen in Kinos von Casablanca bis Cochabamba, von Turku bis Timbuktu, und wahrscheinlich sogar in den dubiosen Kinos von Valletta und Salvador.

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Weil die Kopien weitergereicht, weiterverkauft, ausgeliehen und teilweise unerlaubt kopiert worden waren, hatte nicht einmal mehr die Prana-Film GmbH den Überblick. (Außerdem war sie ja in Konkurs, also war ihr das alles sowas von schnuppe. Sie wollte eigentlich nur bei den Oscars abräumen, aber die wurden erst 1929 erfunden.) Und selbst wenn man recherchieren hätte können, in welchen Kinos der großen, weiten Welt noch eine Rolle Nosferatu im Projektor summte, so waren nicht alle Staaten der Berner Übereinkunft, einem völkerrechtlichen Vertrag zur internationalen Anerkennung von Urheberrechten, beigetreten. Es gibt viele Länder auf der Welt, die das noch immer ziemlich locker sehen. – Und so wurde der Film, entgegen der gerichtlichen Anordnung, zu einem Untoten.

Aber jetzt genug des juristischen Exkurses. Ihr seid ja hier wegen der Vampire.

Ich glaube, ich habe nicht nur aus ästhetischen und nervlichen Gründen etwas gegen Dracula und Konsorten, sondern auch, weil ich ein Jahr in Rumänien gelebt habe. In Transsilvanien. Da habe ich sehr schnell gemerkt, wie nervig es ist, wenn Besucher oder Freunde in aller Welt ständig mit lahmen Vampirwitzen aus dem Sarg klappen. Echt, Leute, das ist nicht kreativ! (Ich will mir gar nicht vorstellen, was sich die Menschen auf den Jungfern- und den Sandwich-Inseln für lahme Scherze anhören müssen.)

Diese „Witze“ sind besonders nervig, weil der Mythos des gefährlichen Transsilvaniens in den dunklen Karpaten von Bram Stoker geschaffen wurde, der nie in Rumänien war, sondern im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland lebte. Irland war zu Stokers Lebzeiten noch nicht unabhängig. Das passierte erst 1921/1922, also mithin genau im aktuellen Brennpunkt dieser kleinen Geschichtsreihe. Aufgrund der für mich unüberschaubaren Komplexität des irischen Freiheitskampfes habe ich das Thema bisher jedoch gescheut. Wenn jemand von Euch sich dazu berufen fühlt, Hände hoch! (Ich müsste mir die grüne Insel ja auch erst einmal selbst ansehen. Denn mir fällt gerade schmerzhaft auf, dass ich noch nie dort war. Und ich will ja nicht so einen Stuss schreiben wie dieser Stoker.)

In Nosferatu sagt Hutter „Ich reise weit fort in das Land der Diebe und Gespenster“ und bedient damit die noch immer gängigen Klischees gegenüber Osteuropa. Dass es gefährlich und arm und wild sei. Die typischen antislawischen Vorurteile eben, in deren Tradition auch die Ausbeutung osteuropäischer Arbeiter steht.

Dabei ist Rumänien nicht einmal ein slawisches Land, sondern der legitime Nachfolger Roms.

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Der Roman Dracula erschien in Rumänien übrigens erst 1990, also fast hundert Jahre nach der Erstveröffentlichung. Die absurde Geschichte, dass es dort Vampire gäbe, war in Rumänien gar nicht bekannt. Ab den 1960er Jahren öffnete sich Rumänien für den westlichen Tourismus, und plötzlich kamen da Literaturtouristen mit Knoblauch und Kruzifix im Gepäck, auf der Suche nach Schloss Dracula.

Zuerst wussten die Rumänen nicht, was die doofen Westler wollten. Dann erklärten sie ganz geduldig und immer wieder, dass es kein Dracula-Schloss gäbe, weil Dracula eine fiktive Figur sei. Nein, es gäbe hier keine Vampire. Ja, man habe fließendes Wasser und Elektrizität. Nein, niemand tränke Blut. Ja, die Kinder gingen zur Schule. Nein, der Friedhof auf dem Hügel stamme aus dem Zweiten Weltkrieg.

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Nur ein Rumäne dachte größer, weiter, schneller: Alexandru Misiuga. Als mal wieder drei Amerikaner vor ihm standen und das Dracula-Schloss suchten, ließ er sich die Geschichte erzählen. Jonathan Harker, die Romanfigur in Dracula, besucht im Buch Bistritz und fährt dann über den Borgo-Pass zum Schloss des Grafen Dracula.

Misiuga war Direktor des Tourismusamtes in Bistritz und dachte sich: „Da mach ich was draus!“ Er beantragte beim Tourismusminister die Genehmigung für den Bau eines Hotels am Borgo-Pass. Dabei musste er jedoch Dracula verschweigen, denn das Buch war in Rumänien verboten. Also erfand er Geschichten von Skitourismus und solchen Sachen und bekam schließlich die Genehmigung. Natürlich kamen die Touristen wegen Dracula.

Allerdings fahren heute die meisten Dracula-(Be)sucher nach Bran. Dort steht eine Burg, die absolut null und nichts mit Dracula zu tun hat. Wie sollte sie auch? Schließlich gab es keinen Dracula. Aber diese Burg ähnelt derjenigen, die Bram Stoker in seinem Buch beschrieben hat. Mittlerweile hat die Burg aufgegeben, sich dagegen zu wehren, vermarktet sich selbst als Dracula-Burg und verkauft Dracula-Tassen, -Mützen, -Mousepads und all den Schrott, vor dem Nosferatu uns warnen wollte.

Bran1

Als ich in Rumänien wohnte, erzählte eine Freundin von den „Strigoi“, also Untoten. Das sind aber keine Vampire. Sie beißen niemanden, sie trinken kein Blut, sie stehen nur aus dem Grab auf und machen ein bisschen Unfug oder nehmen Rache an jemandem, der ihnen geschadet hat. Deshalb öffnet man einen Mondzyklus nach der Beerdigung nachts das Grab und hackt der Leiche sicherheitshalber den Kopf ab. Oder treibt einen Pfahl ins Herz. Oder schneidet das Herz heraus und verbrennt es. Wenn ich wolle, könne sie sich umhören, und vielleicht könnten wir da mal zusehen.

Ich lehnte dankend ab.

Denn was ich gelernt habe aus Nosferatu: Wenn dich eine Frau bis zum Morgengrauen wach halten will, dann kannst du ihr nicht trauen.

Und was Ihr gelernt habt: Wie man über einen Film schreibt, den anzusehen man sich nicht traut.

Links:

  • Alle Folgen aus der Reihe „Vor hundert Jahren …“.
  • Mehr Geschichte.
  • Mehr Kino.
  • Und weitere Berichte aus dem Dracula-geplagten Rumänien.
  • Wenn Ihr dieses Mal wieder etwas dazugelernt habt, freue ich mich über Eure Unterstützung für diesen Blog. Vielleicht kann ich dann zum ersten Mal seit zwanzig Jahren meine Brille updaten.

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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14 Antworten zu Vor hundert Jahren lief ein Film, den es eigentlich nicht hätte geben dürfen – März 1922: Nosferatu

  1. Pingback: Vor hundert Jahren … | Der reisende Reporter

  2. Das ist mal ein Hintergrundbericht zum Film, und witzig dazu! Vielleicht ist es ein Fehler, dass ich mir die Filme anschaue, bevor ich über sie schreibe :)) Mit den Vampiren hat es seitdem kein Ende, gerade gibt es einen neuen Marvel-Blockbuster namens Morbius, der so morbide ist wie er klingt. Ich habe wirklich keine Lust, den anzusehen. Mal sehen, ob aus der Rezension was wird.

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich hatte gehofft, dass es für dich als Cineastin und Cinema-Bloggerin interessant sein würde!

      Aber ich habe mir ja immerhin die ersten 20 oder 25 Minuten angesehen, bis zum ersten Abendessen auf dem Schloss, wo Nosferatu den Hutter aussaugen will.
      Da war mein Limit schon erreicht.

      Einmal war ich zu einem Horrorfilm im Kino: „Texas Chainsaw Massacre“, der von 2003. Es gab (und vielleicht gibt) in Nürnberg ein Kino, das aktuelle Filme im englischen Original spielt. Das war damals so etwas Besonderes, dass ich mir vieles angeschaut habe, was ich mir auf Deutsch nicht gegönnt hätte.
      Gut, der Film ging noch so gerade (mit viel Augenzudrücken). Aber seither nie mehr irgendetwas in dieser Richtung!

      Deine Rezensionen profitieren schon davon, dass du dich wirklich ins Kino schleppst. Aber einmal im Jahr kann man eine Ausnahme machen, finde ich. 🙂

      Immerhin mache ich es nicht so wie andere Reiseblogger, die über Länder und Städte schreiben, wo sie noch nie waren. Ich hatte mal einen Blog über Brasov (Kronstadt in Rumänien) gelesen, wo immer etwas vom Schwarzen Meer und Stränden stand. Brasov ist ein paar hundert Kilometer weg vom Schwarzen Meer. Das ist schon dreist, was manche Leute da verzapfen.

    • Zum Glück muss ich mich nicht schleppen, sondern gehe gern ins Kino.
      Dass es solche Reiseblogger gibt, hätte ich mir denken können, finde ein solches Verhalten aber sowohl eigenartig als auch beschämend…

    • Andreas Moser schreibt:

      Mir fällt gerade auf, dass meine Geschichtsreihe eigentlich so abläuft, wie deine Einkaufstüten-Reihe:
      Man beginnt irgendwo und hat keine Ahnung, wo man rauskommt.

      Aber zum Schreiben macht das richtig Spaß, weil man selbst noch überrascht wird.

    • Das stimmt, die Überraschungen dabei sind wirklich überraschend – und machen Spaß. Aber nicht jetzt, jetzt habe ich keine Zeit für Tüten.

    • Andreas Moser schreibt:

      Gerade habe ich zu „Morbius“ gelesen, dass das Geisterschiff im Film „Murnau“ heißt. Wie der Regisseur von „Nosferatu“.
      Jetzt bin ich noch gespannter auf deine Rezension!

  3. Pingback: One Hundred Years Ago, they Showed a Movie that Should Never Have Been Made – March 1922: Nosferatu | The Happy Hermit

  4. sinnlosreisen schreibt:

    Ich hatte den Original Stummfilm schon mal gesehen und war erstaunt wie gruselig und spannend ein Film ohne fiese Musik und ohne laute Schocks sein kann. Mir sind allerdings die Anspielungen auf Covid19, Masken Pflicht, Shared Mobility und unterbezahlte Paketboten entgangen. Danke für die Aufklärung 😉

    • Andreas Moser schreibt:

      Vielleicht habe ich auch krampfhaft nach Anspielungen gesucht, weil ich mich sonst noch viel mehr gegruselt hätte.
      So wie man im Kino beim Horror-Film besonders viel lacht. Oder im Wald pfeift. Was eigentlich ziemlich doof ist, weil dann der Werwolf weiß, wo man lang läuft.

  5. festus schreibt:

    Habe Dich gerade im Kotor-auf-die-Burg-steigen-Video sprechen gehört. Der „bayerische Akzent“ hält sich da in überschaubaren Grenzen.

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