Wir haben doch schon Saudi Arabien:
Mit dem Zug durch Europa im Jahr 1914:
Mit dem Zug durch Europa im Jahr 2014:
(Danke an Philipp Bergmann für die Idee.)
Jetzt ist die schlimmste Zeit für James-Bond-Fans. Skyfall, der letzte Film, kam im Oktober 2012 ins Kino; der nächste Film ist für 2015 angekündigt. Man hat jetzt die letzten Filme schon mehr als genug gesehen, und vom neuen Film gibt es noch keine Trailer. Absolute James-Bond-Ebbe.
In diesem Zeitraum treibt man sich dann verzweifelt bei YouTube herum. Ganz selten findet man etwas Neues, in diesem Fall etwas nur für mich Neues, denn die James-Bond-Parodien stammen schon von 2011. Ich fand sie aber so gut gemacht, daß ich sie gerne teile:
Die Welt blickt diese Woche auf Schottland, wo sich Befürworter und Gegner der Unabhängigkeit noch bis zum Referendum am 18. September 2014 einen erbitterten Kampf liefern. Dabei spielt das Referendum gar keine Rolle mehr. Denn die schottische Regierung wird unabhängig vom Ergebnis der Abstimmung die Unabhängigkeit ausrufen.
Die Beweise dafür, daß die geheimen Vorbereitungen für die schottische Unabhängigkeit schon zu weit gediehen sind, als daß es noch ein Zurück gäbe, sind erdrückend:
Währung:
Ein wesentlicher Teil der öffentlichen Debatte drehte sich um Wirtschaft und Finanzen, und eine ganz naheliegende Frage war: Welche Währung wird ein unabhängiges Schottland haben? Komischerweise wollen viele der Unabhängigkeitsbefürworter das britische Pfund behalten. Die britische Regierung will das nicht zulassen, wobei sie übersieht, daß es nicht leicht ist, jemandem den Gebrauch seiner Währung zu untersagen (siehe das Beispiel des Kosovo, der den Euro als offizielle Währung verwendet).
Aber während meines Besuchs in Schottland konnte ich den tatsächlichen Plan aufdecken. Mehrmals erhielt ich, wohl aus Versehen, schottische Pfund. Millionen dieser Banknoten wurden schon gedruckt und einige davon haben auf verschlungenen Pfaden bereits den Weg in den Zahlungsverkehr gefunden. Es gibt einen regen Schwarzmarkt dafür, und das Geheimnis ist wohl eher ein offenes, denn ich konnte die Scheine in jedem Geschäft anstandslos wieder loswerden.
Fußball:
Die Verwaltungsjuristen auf beiden Seiten, mit denen ich sprach, schienen die Auswirkungen auf den britischen Fußball noch gar nicht berücksichtigt zu haben. Dabei ist das für die Wähler ein extrem wichtiges Thema.
Auch hier sind die Vorbereitungen für die schottische Unabhängigkeit schon weit gediehen: Vor zwei Wochen spielte ein unabhängiges schottisches Team gegen niemand geringeren als den Weltmeister Deutschland. Wie die Mannschaft eines noch nicht existierenden Staates diese Begegnung arrangieren konnte, ist mir schleierhaft. Vielleicht war Deutschland einfach froh, daß sich überhaupt jemand traute, gegen den überlegenen Weltmeister anzutreten. Vielleicht lag es aber auch an den notorisch schlechten Geographiekenntnissen der Deutschen (die meisten verstehen nicht einmal den Unterschied zwischen dem Vereinigten Königreich und Großbritannien).
Militär:
Zwar erwartet niemand einen Krieg, aber als neugeborener Staat mit einer Menge Öl- und Gasvorkommen und einer Nuklearmacht als Nachbar, die bekannt für das Erobern fremder Länder ist, muss man die Landesverteidigung durchaus berücksichtigen.
In den vergangenen Monaten haben schottische Unabhängigkeitskämpfer deshalb mehrere Brigaden einer Schottischen Armee zusammengestellt, die sich mit dem Tag des Referendums offiziell etablieren wird. Mir ist es gelungen, ein Video von einer ihrer Übungen zu ergattern. Es zeigt sowohl die patriotische Entschlossenheit der schottischen Soldaten, als auch die Notwendigkeit der weiteren Professionalisierung dieser noch unerfahrenen Streitmacht.
Grenze:
„Was, Ihr wollt eine Grenze zwischen Schottland und England errichten?“ ist die nur halb im Scherz gestellte Frage, der sich Befürworter der Unabhängigkeit ständig ausgesetzt sehen. „Nein“ sagen die meisten dann, ganz auf der offiziellen Linie. Wenn sie wüßten!
Die meisten anderen Reporter, die sich gerade in Schottland herumtreiben, würden das nie herausfinden, weil sich ihre Recherchen auf die Pubs in Aberdeen und Edinburgh beschränken. Aber ich, investigativ wie Tim aus Tim & Struppi, reiste in die Gegend, in der die Grenze läge. Dort sind keine Städte mehr, kaum Dörfer, nur alle 50 Meilen mal ein Bauernhof. Karge, leere, unwirtliche Landschaft.
Tagelang streifte ich umher, bis ich sie fand: Die Mauer. Im Geheimen wird bereits eine enorme Mauer zwischen Schottland und England errichtet. Hier ein paar Fotos zum Beweis:
Die Mauer ist noch nicht stark bewehrt, aber sie reicht schon jetzt fast von Küste zu Küste. So etwas durchzuziehen, ohne daß es entdeckt wird, ist bemerkenswert!
Sprache:
Nachdem man mehr als 300 Jahre in einem Land zusammengelebt hat, bleibt eine offene Frage, was mit in Schottland lebenden Engländern und in England lebenden Schotten passieren wird. Gemischte Ehen sind zwar noch immer selten (und werden von keiner der beiden Kirchen anerkannt), aber einige Wenige haben sich in das jeweils andere Land gewagt, um dort zu studieren oder zu arbeiten.
Die Schotten haben sich etwas ganz Schlaues ausgedacht: Ihre eigene schottische Sprache. Bereits seit fast einem Jahr lehren sie diese in geheimen Abend- und in Online-Kursen, und mit dem Tag des Referendums werden alle Schotten nur mehr Schottisch sprechen. Dies bildet auch einen wichtigen Bestandteil der schottischen Sicherheitsstrategie, da somit englische Eindringlinge und Spione nichts mehr verstehen werden.
Königin:
Man würde erwarten, daß die Menschen über die Möglichkeit erfreut sind, sich ihrer ungewählten Diktatorin Monarchin zu entledigen, aber die schottische Unabhängigkeitskampagne will die Königin als Staatsoberhaupt behalten. (Lustig wäre es, wenn es zur Abspaltung kommt und England dann ein erfolgreiches Referendum zur Abschaffung der Monarchie durchführt.)
Die Königin hat sich noch nicht dazu geäußert, ob sie überhaupt Staatsoberhaupt eines unabhängigen Schottland werden will. In ihrem hohen Alter ist sie nicht unbedingt scharf auf noch mehr Arbeit. Andererseits ist sie bereits Königin von Jamaika, Tuvalu, Belize, Kanada, Australien, den Bahamas und vieler anderer ähnlich lustiger Länder, so daß eines mehr oder weniger keinen Unterschied macht.
Um sicherzustellen, daß die Königin den Plan nicht durchkreuzt, haben die Schotten die Königin diese Woche auf das Schloss Balmoral in Schottland gelockt. Die Königin ist also schon in Schottland, und die Abriegelung des Gebiets kann jederzeit angeordnet werden (siehe oben unter „Grenze“ und „Militär“), so daß die Schotten die Königin einfach als Geisel nehmen würden, bis sie zustimmt, auch auf ihren Briefmarken und Münzen abgebildet zu werden.
Deutschland verhängt Sanktionen gegen Russland, insbesondere auf dem Gebiet der militärischen Zusammenarbeit. Aber wenn Waffen zu den Kurden im Irak geliefert werden müssen, dann hat Deutschland keine dafür geeigneten Flugzeuge.
Die Lösung: Flugzeuge aus Russland mieten.
Wenn mal wieder eine Sintflut kommt und der Job der Tierrettung an mich fallen sollte, dann habe ich leider nur genug Platz für ein paar Katzen und Eichhörnchen.
Dramatische Wahlergebnisse erfordern drastische Maßnahmen.
(Danke an Robert Wande für das Foto.)
Die von Sizilien wachgerufenen Assoziationen erstrecken sich auf die Sonne, das Meer, Strände, alte Städte, Orangen, Pistazien, ein paar kleinere Inseln, alte Tempel, Granita und malerische Dörfer.
Für mich waren das Schönste an Sizilien jedoch die Berge.
Vielleicht weil ich sie nicht erwartet hatte. Vielleicht weil ich aus Litauen nach Sizilien zog, wo der „höchste Berg“ ein Acker ist, der etwas höher liegt als die umliegenden Äcker. Oder vielleicht lag es doch daran, daß die sizilianischen Berge einfach beeindruckend in ihrer Zahl, ihrer Größe, ihrer Nähe zur Küste und ihrer von üppigem und gesundem Grün überzogenen Schönheit sind.
Das Foto zeigt den Ätna vom Dinnamare aus, einem Berg gleich an der Meerenge von Messina. So sieht ein großer Teil Siziliens aus: eine Bergkette nach der anderen. Hier könnte man jahrelang wandern.
Boote, Soldaten, Kanonen, Fregatten, U-Boote, Zerstörer, Helikopter. Ist das nicht ein bißchen viel Aufwand für ein paar Südfrüchte? Nein, erklärt die Bundesmarine stolz:
Die Bananenrepublik wird auch auf den Weltmeeren verteidigt.