Podcast übers Haus- und Katzensitting

Immer wieder melden sich Leserinnen und Leser mit dem Wunsch nach einer Podcast-Fassung dieses Blogs.

Die wird es nicht geben.

Zum einen stehe ich mit allem auf Kriegsfuß, was noch mehr technische Geräte, Technologie, Apps oder Satelliten benötigt. Eigentlich ist mir auch schon dieses Bloggen zu elektronisch, aber auf die Dauer war es arg ineffizient, meine Artikel auszudrucken und an Bushaltestellen zu kleben. Die sind ja oft ziemlich weit weg. Und das 9-Euro-Ticket gibt es auch nicht mehr.

Zum zweiten gibt es wirklich genügend Podcasts. Ich höre schon beim Spazierengehen, im Zug, beim Abspülen und zum Einschlafen, aber ich komme trotzdem kaum hinterher. Und dann entdeckt man irgendwann einen neuen Podcast und hat schon wieder 300 alte Folgen auf-, nach- und einzuholen. Das ist dann ein Gefühl, wie es die glücklichen Menschen haben müssen, die meinen Blog erst jetzt entdecken und sich durch 851 alte Artikel schmökern können. Das müsste eigentlich für den kommenden kalten Winter reichen.

Drittens schreibe ich gerne, weil man da länger an einem Satz feilen kann. Weil man wieder löschen kann. Weil man im Wörterbuch oder Lexikon nachschlagen kann, bevor man Unsinn verzapft. Weil man komplexere Grammatik verwenden und der Schönheit der deutschen Sprache huldigen kann.

Viertens bin ich oft erkältet und muss meine Stimme schonen. (Deshalb habe ich die Arbeit als Rechtsanwalt aufgeben müssen und gehe nicht mehr zu SPD-Ortsvereinssitzungen, wo ich in rauchigen Hinterzimmern mit Genossen, die noch nie in der Ukraine waren, stundenlang über die Ukraine diskutieren muss.)

Fünftens: Schließlich gibt es andere Podcaster und sogar Radiostationen, die mich von Zeit zu Zeit, nämlich in der sogenannten Sauregurkenzeit, einladen.

Letztens war ich beim Sonntagsspaziergang des Deutschlandfunks zu Gast und habe aus meinem Leben als Haus- und Katzensitter erzählt:

Viel Spaß beim Zuhören!

Links:

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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11 Antworten zu Podcast übers Haus- und Katzensitting

  1. Anke schreibt:

    Danke, das Gespräch hab ich mir gerne angehört. Eine interessante Idee, für mich nicht als Lebensform, sondern als potenzieller Nutzer eines Housesittingdienstes. Wir waren in diesem Sommer getrennt und in Etappen im Urlaub, damit immer jemand bei den Wellensittichen blieb. Blöd irgendwie. In meiner Kindheit (in der DDR) half man sich im Haus gegenseitig, da war also auch immer jemand für Haustiere, Post und Blumen da, der gleich nebenan wohnte. Unbezahlt natürlich. Hausgemeinschaft war ein Begriff, der keine leere Parole war.
    Liebe Grüße aus Italien! Anke

    • Andreas Moser schreibt:

      Auf Wellensittiche habe ich – zusätzlich zu Kaninchen – auch schon mal 3 Monate aufgepasst. Es haben alle Tiere überlebt!
      Ich biete mich dafür also gerne an. 🙂

      Auf dem Dorf in Bayern machen wir das heute auch noch so. Zur Zeit füttere ich die Katze des einen Nachbarn und leere den Briefkasten des anderen.
      Viele Leute erzählen mir, dass sie das auch so machen, wenn sie ein paar Tage weg sind, aber für mehrere Wochen oder Monate wollen sie die Nachbarn dann doch nicht behelligen.

      Allerdings scheint es mir wirklich so, dass es einen Unterschied zwischen West- und Osteuropa gibt. In letzterem gibt es fast keine Housesitteraufträge, anscheinend sind da immer Nachbarn zur Stelle.
      (Das eine Mal in der Ukraine und diesen Herbst in Ungarn, das waren/sind westliche Ausländer, die dort leben.)

  2. Anke schreibt:

    Bei uns ist zusätzlich ein Problem, dass viele in den gleichen Wochen im August Urlaub machen, also selbst wenn man evtl. Nachbarn ansprechen könnte … Ich werde die Idee im Hinterkopf behalten! Inzwischen wünsche ich dir weiterhin nur angenehme Auftraggeber und pflegeleichte Tierchen! 😉

    • Andreas Moser schreibt:

      Ah, das Ferragosto-Problem, das kenne ich aus meiner Zeit in Italien.

    • Anke schreibt:

      Esattamente! 😎 Tradition eben.

    • Andreas Moser schreibt:

      Eine der Sachen, die ich ehrlich gesagt nicht ganz kapiert habe.

      Ich meine, okay, manche Leute haben nur da Betriebsferien. Manche können nur in den Schulferien fahren. Aber warum flexible Singles gerade am 15. August auf die Autobahn und dann in den sauheißen Süden fahren, um viermal so viel für die Ferienwohnung zu zahlen als einen Monat vorher oder zwei Monate später, wo es angenehmere Temperaturen gäbe, das hat mir noch niemand überzeugend erklären können. Die Antwort war dann immer: „Man fährt halt am 15. August in den Urlaub. Das ist einfach so.“

      Da kann man echt am freien Willen der Menschen zweifeln.

    • Anke schreibt:

      Das verstehe wer will. Wir gehören ja zu denen mit Schulferien (die aber von Anfang Juni bis Mitte September gehen und viel Spielraum lassen) und – das ist entscheidend – meine Firma schließt drei Wochen im August. Schweizer. Die wohl meinen, die italienischen Angestellten würden es so bevorzugen. Also wenn ich freien Willen hätte … Mit den Temperaturen ist es aber mittlerweile schon im Juni und Juli schwer auszuhalten … September wäre eine gute Option.

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich war letztes Jahr im Juli in Trento, und das war an manchen Tagen schon grenzwertig. Aber da kann man ja wenigstens auf einen Berg steigen, wo der Wind bläst.

      Nach Kalabrien, Apulien oder Sizilien würde ich zu dieser Jahreszeit nicht wollen.

    • Anke schreibt:

      Ach, wenn es nicht zu weit bis zum Strand ist. 😉

  3. Pingback: Wie funktioniert Housesitting/Haushüten? | Der reisende Reporter

  4. Pingback: FAQ on House-Sitting | The Happy Hermit

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