Video-Blog: Ich entdecke eine verlassene Insel

Bei meiner letzten Reise habe ich doch glatt eine verlassene Insel entdeckt. Ich fand zwar noch Spuren einer einstmaligen Zivilisation, aber niemand lebte mehr. Es war schaurig.

Ihr habt die Insel selbst gesehen: schöne Strände, Palmen voller Kokosnüsse und Bananen, jeden Tag Sonne, eine leichte abkühlende Brise. Ein Paradies – abgesehen von den schrecklichen Dingen, die sich dort zugetragen haben müssen. Warum ich nicht dort geblieben bin? Es gab keine Bibliothek.

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Video: Mit dem Fahrrad durch Sardinien

Vergangene Woche war ich auf Sardinien. Dort gibt es zwar auch Bahnen und Busse, aber nicht sehr oft und nicht genau dorthin, wo ich hin wollte.

Also wählte ich für einige Tage ein anderes Verkehrsmittel:

bicycle Andreas Moser

Die Insel war hügeliger als ich mir das vorgestellt hatte, aber es ergab sich eine schöne Kombination aus Erkundung und Sport. Meist an der Küste entlang oder zumindest in deren Sichtweite konnte ich so die schönsten Strände und Buchten erkunden, von denen man viele mit dem Auto nie erreichen könnte.

Beflügelt davon, nach fast einem Jahr mal wieder mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, verfiel ich auf die dämliche Idee, mich dabei selbst zu filmen:

(Der Film entstand auf der Sinis-Halbinsel an der Westküste Sardiniens. – Click here for the English version of this post.)

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Eiskalt, aber romantisch

Die Kurische Nehrung ist eines der beliebtesten Ziele für Litauen-Reisende. Zurecht! Aber fast alle Besucher kommen in den Sommermonaten, wenn man schwimmen, sich am langen Sandstrand bräunen oder in den kühlenden Kiefernwäldern Zuflucht finden kann.

Ich war auch mal im Februar dort. Es war bitterkalt. So kalt, daß die Lagune zugefroren war und man auf dem Eis spazieren gehen konnte. Ja, es fuhren sogar Autos über den zugefrorenen Teil des Meeres.

Ich konnte nur wenige Stunden draußen bleiben und mußte mich dann immer wieder in meiner Unterkunft aufwärmen, bevor ich wieder eine oder zwei Stunden der Kälte trotzen konnte.

Aber es war schön.

bench snow

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Fahrraddiebstahl in Italien

Meine Mitbewohner in Bari schleppen ihre schweren Fahrräder täglich in den zweiten Stock, was ich immer als übertrieben ängstlich abtat.

Aber dann sah ich, wie arg es hier mit dem Diebstahl von Fahrrädern bestellt ist. Sehen Sie sich diese Diebesbanden an, die gleich ein Dutzend Fahrräder abtransportieren. Das ist organisierte Zweiradkriminalität. Und das Schlimmste: Die Polizei steht tatenlos daneben.

bicycle theft

(Fotografiert während des Giro d’Italia 2014 in Bari.)

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Ist das Kino noch offen?

Manchmal gibt mir der Wegweiser zu einem Ort schon den Eindruck, dass der Ort gar nicht mehr existiert.

cinema Matera

(Fotografiert in Matera in Italien.)

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Die WG-Diät

Wenn Ihr ein paar Kilos abnehmen wollt, braucht Ihr Euch jetzt nicht mehr mit Kohlehydrat-, Protein-, Wasser-, Fleisch- oder anderen halbwissenschaftlichen Diätschwindeleien herumschlagen.

Ich habe den garantierten Weg zur Gewichtsabnahme gefunden und nenne ihn die WG-Diät.

Diese Diät besteht aus zwei einfachen Schritten:

fridge full(1) Zieht in eine Wohngemeinschaft. Je mehr Mitbewohner, desto besser. Wenn Du einziehst, wird der Kühlschrank schon proppenvoll sein und kein Platz für Deine eigenen Lebensmittel mehr frei sein (so meine derzeitige Erfahrung).

Dadurch wirst Du keine Lebensmittel mehr kaufen und konsequenterweise auch nichts mehr essen.

(2) Vermeide, diesen Ausfall durch Pizzas, Döner und ähnliches Fast Food zu kompensieren.

– – –

Ich befinde mich noch in Phase (1).

(Click here for the English version.)

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Ist das nicht ironisch? (8) Holger Apfel

Der spätere NPD-Vorsitzende Holger Apfel im ZDF-Morgenmagazin vom 14. September 2005:

„Wir wollen, daß die in Deutschland lebenden Ausländer in ihre Heimat zurückgeführt werden.“

Das war noch eine der zivilisierter ausgedrückten Forderungen des rechten Hetzers, der ansonsten alle Ausländer, von Ausländern abstammende Deutsche, Dunkelhäutige und Nicht-Christen mit allerlei Beleidigungen betitelte. Bei seinen Anhängern blieb es infolge dessen nicht nur beim Beleidigen, sondern es kamen Pöbeln, Brandschatzen, Zusammenschlagen und Morden hinzu.

Jetzt ist der ach so deutsche Holger Apfel ausgewandert und lebt und arbeitet in Spanien. Der Ausländerfeind ist jetzt selbst ein Ausländer. Der Hetzer gegen Migration ist ein Migrant. Ein Wirtschaftsflüchtling, der den Spaniern die Arbeitsplätze wegnimmt.

Holger Apfel Mallorca

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Abhängig vom russischen Gas

– Verdammt! Hätten wir mal in den letzten 20 Jahren besser diversifiziert. Jetzt sind wir abhängig von Öl und Gas wie ein Junkie.

– Und das ist das Allerletzte, was wir jetzt in der Ukraine-Krise brauchen können.

– Dieses verfluchte Gas bindet uns praktisch die Hände. Stell Dir vor, was wir in der Ukraine alles anstellen könnten, wenn wir nicht so rohstoffabhängig wären.

– Ich könte mir in den Arsch beißen vor Wut darüber, daß wir keine alternativen Pipelines gebaut haben. Wenn wir das Risiko gestreut hätten, könnten wir uns unsere Vertragspartner jetzt aussuchen. Und sie vielleicht sogar ein bißchen gegeneinander ausspielen. Aber so!

– 39 Prozent! 39 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs wird aus Russland gedeckt.

– Die haben uns in der Hand!

– Und wir haben uns nie etwas dabei gedacht, nur weil sie immer „vertragstreu“ waren. Selbst zu Zeiten des Kalten Kriegs lief das Gas Tag und Nacht durch die Pipelines.

– Schalt mal den Fernseher an! Zeit für die Tagesschau.

… hieß es aus Brüssel, daß man den Konflikt in der Ukraine nicht anheizen wolle … keine Mehrheit für härtere Sanktionen gegen Russland … deutsche Industrie will weiterhin in Russland investiert bleiben …

– Wir haben mehr Glück als Verstand.

– Trotzdem ist mir nicht wohl dabei: 80% unserer Exporte entfallen auf Rohstoffe, das meiste davon in die EU. Wenn die das mal ausnützen, sind wir schneller pleite als Gorbatschow es war.

– Aber wir haben wenigstens unsere Häuser in London!

Beide lachen.

– Wenn die in Brüssel sich nur einmal einigen wären…

Jetzt können sich die beiden Mitglieder des Gazprom-Vorstandes vor Lachen kaum noch halten.

Russian_Export_Treemap_(2011)

Ich verstehe dieses Gerede von der wirtschaftlichen Abhängigkeit der EU von Russland nicht ganz. Ein Vertragspartner hat einen Haufen Geld, der andere hat schwarzen Schleim, der aus dem Boden kommt. Man würde doch denken, daß der mit dem Geld wesentlich mehr Möglichkeiten hat, es zu verwenden, und damit am längeren Hebel sitzt.

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Leicht zu verwechseln (22) Bauprojekte

Bauprojekte, die innerhalb von 10 Jahren fertiggestellt wurden:

  • suez-canal-constructionZwischen 1859 und 1869 wurde ein 162 km langer Kanal für den Schiffsverkehr durch die ägyptische Wüste getrieben, um Mittelmeer und Rotes Meer zu verbinden. 24 m tief, bis zu 345 m breit. Ein Teil des Aushubs erfolgte von Hand, mit bis zu 34.000 Arbeitern mit Binsenkörben. Der Bau fand fernab jeglicher Städte statt, Material und Werkzeuge mußten mit Kamelen und einer eigens errichteten Eisenbahn antransportiert werden.
  • Vor 100 Jahren wurde der Panamakanal fertiggestellt, der auf 82 km den Atlantik und den Pazifik verbindet. Die letztendliche Fertigstellungsphase dauerte trotz enormer geologischer Schwierigkeiten und Malariaepidemien nur von 1906 bis 1914.

Bauprojekte, die nach 10 Jahren Bauzeit immer noch nicht fertiggestellt sein werden:

  • Bau eines normalen Flughafens in einem der reichsten und technisch am meisten entwickelten Länder der Welt. Im 21. Jahrhundert. Keine besonderen technischen Anforderungen. Berlin hatte schon drei funktionierende Flughäfen, Deutschland insgesamt circa 40.

Fortschritt?

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Abendspaziergang

Männer führen ihre Frauen vor.

Frauen führen ihre Kinder vor.

Kinder führen ihre Hunde vor.

Hunde führen ihre Familien vor.

(In English.)

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