Es hat noch nicht geschneit

… aber die Bäume sind schon mit eisigem Frost überzogen.

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Ja, Ihr habt es erkannt. Das ist der Bulevardul Cetăţii in Târgu Mureș, Rumänien.

Und die folgenden Fotos habe ich in dem nahegelegenen Dorf Maiad/Nyomat aufgenommen, wo die Sonne die Bäume bereits aufgetaut hatte, aber das Gras noch gefroren war.

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Guten Morgen

Der morgendliche Blick aus meinem Schlafzimmer:

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Na gut, tatsächlich sieht es so aus,

good morning 2aber ich konnte mich schon immer auf die positiven und schönen Aspekte einer Situation konzentrieren. Mit so einer Einstellung fängt der Tag viel besser an.

(In English.)

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Spukschloss

Die Burg von Rupea in Transsilvanien an einem nebligen Abend im November.

Rupea 1 Rupea 2

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Postkarte von Viktor Orbán

Nach der Rückkehr von einer zweiwöchigen Reise öffnete ich gespannt meinen Briefkasten und erwartete, dass mir Pakete, Fanpost, Zeitschriften und Postkarten aus aller Welt entgegentrudeln.

Ihr könnt Euch meine Enttäuschung vorstellen, als ich nach meiner Rückkehr vom Balkan in der ersten Novemberwoche nur eine Postkarte von einem autokratischen, rechtsgerichteten, nationalistischen Premierminister vorfand.

postcard Viktor OrbánUnd dabei wohne ich nicht einmal in Ungarn!

Vielleicht erhalte ich demnächst Postkarten von Wladimir Putin oder Robert Mugabe.

(In English.)

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So leicht wird man verdächtig

In Žabljak angekommen, notierte ich mir am Busbahnhof sogleich die Abfahrtszeiten der Busse an die montenegrinische Küste.

Anschlag BahnhofErst später fiel mir auf, dass die Überschrift „Anschlag Bahnhof“ für die dem an die Kioskscheibe geklebten Zettel entnommenen Informationen leicht fehlinterpretiert hätte werden können, insbesondere in Zeiten übertriebener Terrorismusangst.

Warum ich einen Teil meiner Notizen auf Englisch und den anderen Teil auf Deutsch verfasse, kann ich übrigens selbst nicht erklären. Gut, dass die CSU dieses Sprachenwirrwarr verbieten will.

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Video-Blog: auf die Festung von Kotor

In Kotor, der schönsten Küstenstadt Montenegros, gibt es zwei Wege, um auf die hoch über der Stadt gelegene Festung zu gelangen: Zum einen den sicheren aber dennoch schweißtreibenden offiziellen Weg, zum anderen die Kletterei über die alten Festungsmauern. Keine Frage, für welchen von beiden ich mich entschied.

(Click here to watch the video in English.)

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Die romantischste Allee in Europa

Immer wenn ich an einen neuen Ort ziehe, suche ich mir zuerst ein schönes Plätzchen, wo ich lesen, nachdenken und Zigarren rauchen kann. In Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) in Rumänien könnt Ihr mich, tief in einen Roman versunken und Rauchwolken in die Luft blasend, auf einer der Bänke an dieser romantischen, mit Bäumen gesäumten Allee finden. Nur die vielen Frischvermählten, die aus der ganzen Welt anreisen, um die romantischste Allee Europas als Hintergrund für ihre Hochzeitsbilder zweckzuentfremden, stören die Ruhe.

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Diese Fotos entstanden im Oktober, kurz nachdem ich hierher zog. Mittlerweile haben sich die Blätter gelb gefärbt. Mit jedem Windstoß werden die Bäume kahler. Bald wird der erste Schnee fallen, und nachts wird es besonders romantisch aussehen. Was es eigentlich jetzt schon tut.

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Immer wenn ich diese Allee hinauf- oder hinunterspaziere, denke ich an meine Freunde in Hollywood, denn das ist genau die Art von Straße, die sich hervorragend in einem Film machen würde.

Oh, Ihr wollte jetzt die genaue Adresse haben? Die Straße heißt Bulevardul Cetăţii und liegt gleich hinter der mittelalterlichen Burg in Târgu Mureș.

(Read this text in English.)

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Ein Rendezvous mit Ebola

“Hallo, ich bin Ebola”, sagte er und streckte seine Hand mit etwas zu viel Selbstbewußtsein aus, so wie wenn er bei einem Vorstellungsgespräch anstatt einem Rendezvous wäre.

Sie hatte kaum Zeit, sich zu setzen, bevor er fortfuhr: “Ich bin derzeit das gefürchtetste Virus der Welt. Ganz Westafrika ist praktisch abgeschnitten wegen mir. Für mehr als 50% meiner Opfer bin ich tödlich. Bisher schon mehr als 5.700 bestätigte Todesfälle. Vor kurzem war ich sogar ein großes Thema im amerikanischen Wahlkampf.“

“Überall auf der Welt haben die Menschen panische Angst vor mir“, fügte er nach einer Pause an, die zu offensichtlich für ihren Effekt geplant war. Sie konnte sich vorstellen, wie er es vor dem Spiegel geübt hatte.

Während er weiter über Infektionen, Symptome, den Mangel an Impfstoffen, die Angst der afrikanischen Krankenschwestern und geschlossene Flughäfen schwadronierte, hörte sie schon nicht mehr zu und beobachtete stattdessen die anderen Menschen in der Bar. Es war ein Fehler gewesen, sich mit einem Kerl zu verabreden, der viel jünger als sie selbst war.

Erleichterung war deshalb ihre erste Reaktion als er nach den langweiligsten 45 Minuten ihres Lebens sagte: “Hey, tut mir leid, aber ich muss weiter. Ich muss noch eine Menge Menschen infizieren.” Sein Gesicht verwandelte sich in einen großen Zwinkersmiley, der trotz seiner Falschheit dazu einlud, ihm eine echte Faust draufzusetzen.

“Das war eine putzige Geschichte”, sagte sie, wohl wissend dass er dieses Wort hassen würde. Ihr Lächeln war authentisch, wenn auch spöttisch. “Ich bin übrigens die Pest, aber ich bin schon lange im Ruhestand.” Der Name schien ihm nichts zu sagen.

Als sie nach Hause ging, allein im Schein des nebelverhangenen Mondes, erwog sie zum ersten Mal seit Jahrhunderten ein Comeback. Nur um diese Jungspunde auf ihre Plätze zu verweisen.

Pest im Mittelalter(Diese freundliche Warnung erschien auch im Freitag. – Click here to read this story in English.)

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Zigarren machen gesund

„Sie können hier nicht rauchen! Das ist ein Krankenhaus“ blaffte mich die Krankenschwester an, obwohl ich die Zigarre noch nicht einmal angezündet hatte.

„So?“ fragte ich. „Sie haben wohl den ‚Zauberberg‚ nicht gelesen?“

Die unwirsche Antwort „Hier herrscht Rauchverbot!“ ging auf meine Frage nicht erkennbar ein, so dass ich mich zum Abbruch der noch nicht richtig in Fahrt gekommenen Diskussion entschied und die mangelnde literarische Bildung des medizinischen Personals nur mit einem selbstgefälligen Grinsen bedachte, bevor ich durch den langen Flur in Richtung des viel zu kleinen Gartens des viel zu verbotsbeladenen Hospitals schritt.

Dort erkannte ich, was den traurigen Gestalten in Rollstühlen, grauen Decken und mit Schläuchen, die aus ihnen heraus und wieder in sie hinein führten, fehlte. Morgen würde ich eine ganze Kiste Zigarren mitbringen.

maria_mancini_Zigarren(This life-saving advice is also available in English.)

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Kurze Romanze

“Versprich mir, dass Du mich immer wie eine Prinzessin behandeln wirst“, bat sie ihn fast flehend, ihre Augen voller Hoffnung.

“Ich bin eigentlich eher ein Antimonarchist“, antwortete er und erschoss sie, wobei sich um seine Mundpartie eine eigenartige Kombination aus Trauer und Verachtung abzeichnete.

execution of Romanov(Click here to read this romantic short story in English.)

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