Da stört nicht einmal die Fabrik

Nach den gestrigen Sonnenuntergangsbildern werden sich viele gedacht haben: „Na, da hat er mal einen schönen Abend erwischt, und damit will er uns jetzt den Mund wässrig machen.“

Also habe ich auch heute wieder fotografiert und dabei bemerkt, daß die richtige Stimmung am Himmel selbst eine chemische Fabrik interessant aussehen läßt.

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(Die Fotos entstanden am 7. Oktober 2014 in Târgu Mureș in Rumänien.)

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Deshalb war es so schwer, in Litauen Freunde zu finden

Litauen warnt vor Spionen

(Aus dem SPIEGEL Nr. 40/2014, ganz altmodisch in gedruckter Fassung gekauft, farblich markiert, Seite rausgerissen und eingescannt.)

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Feuer am Himmel

Ich wohne erst seit einer Woche in Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) in Rumänien, aber bisher konnte ich von meinem Schlafzimmer aus jeden Abend ein farbenfrohes Spektakel beobachten. In chronologischer Reihenfolge, alle vier Akte:

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(Alle Fotos entstanden am 6. Oktober 2014 in Târgu Mureș.)

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Das Öl wird knapp

gas station Hiiumaa 1 gas station Hiiumaa 2(Fotografiert auf der Insel Hiiumaa in Estland.)

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Brasilien, ein Paradies für Linke?

Morgen ist in Brasilien Präsidentschaftswahl.

Die aussichtsreichsten Kandidaten sind Amtsinhaberin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei, Marina Silva von der Sozialistischen Partei Brasiliens und Aécio Neves von der Sozialdemokratischen Partei Brasiliens.

Das ist anscheinend noch nicht genug Sozialismus und Sozialdemokratie, denn auch die Sozialismus- und Freiheitspartei, die Christliche Sozialdemokratische Partei, die Partei der Vereinigten Sozialistischen Arbeiter, die Kommunistische Partei Brasiliens und die Partei der Sache der Arbeiter treten mit eigenen Präsidentschaftskandidaten an.

Natürlich ist mir bewußt, daß Namen von Parteien nicht viel über ihr Profil aussagen, aber auf den ersten Blick sieht mir das mehr nach einem Juso-Kongress als nach einer Präsidentschaftswahl aus.

(In English.)

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Schockbilder

Bei Tabakprodukten, von denen jeder weiss, dass sie potentiell gefährlich sind, zu deren Konsum niemand gezwungen wird, und die nach Rauchverboten in öffentlich genutzten Räumen kaum mehr jemanden anderen schädigen, gibt es in einigen Ländern sogenannte Schockbilder. Diese Fotos von Raucherbeinen, Krebs und Tod sollen dem Raucher die Folgen seines Inhalierens drastisch vor Augen führen und ihn letztlich zum Aufgeben bringen.tabak_schockbilder

Bei Fleischprodukten, zu deren Produktion andere Lebewesen gegen ihren Willen grausam behandelt und getötet werden, obwohl es ausreichend Nahrungsmittelalternativen gäbe, denkt niemand daran, Fotos aus Schlachthöfen auf die Salami- oder Hühnchenschenkelpackung zu drucken.

Komisch, dass man zur Erhaltung des eigenen Lebens angehalten wird, während das Auslöschen anderer Leben keine Kopfzerbrechen bereitet.

(In English.)

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Es gibt immer noch eine andere Minderheit

In einer Kleinstadt in Rumänien.

Eine Roma-Mutter geht mit ihren beiden Töchtern im Supermarkt einkaufen. Alle in bunter Tracht, mit langen Röcken und Kopftüchern in rot, gelb, lila, blau, grün. Mehr Farben als das Flaggenmeer vor dem UN-Gebäude.

Die Nicht-Roma-Rumänen, deren Politiker von 2009 bis 2011 versucht hatten, die Roma auch offiziell in Zigeuner umzubenennen, weil „die schlechte Behandlung und negative Diskriminierung der Roma ungerechtfertigterweise auch Rumänen betreffen könnte“, sehen die Roma-Frauen schief an, mustern kritisch ihre Kleider, obwohl diese in Târgu Mureș durchaus zum Stadtbild gehören.

Ich zeige mein freundliches und ehrliches Auch-benachteiligte-Minderheiten-verdienen-Freundlichkeit-Lächeln.

Da kommt ein offenbar muslimisches Mädchen mit einem sehr streng gebundenen Kopftuch aus dem hinteren Teil des Supermarkts und geht an der Roma-Familie vorbei. Eine nach der anderen drehen sich die drei Roma-Frauen nach dem Mädchen um, starren ihr nach, den Kopf fast um 180 Grad gedreht, mit offenen Augen und Mündern, wie wenn sie eine Außerirdische gesehen hätten. Die Mutter erklärt ihren Töchtern irgendetwas, wovon ich nur das Wort „Hidschab“ verstehe.

(In English.)

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Ist das nicht ironisch? (12) Leonardo DiCaprio

Leonardo DiCaprio, der starb weil sein Schiff einen Eisberg rammte, taucht 17 Jahre später wieder auf, um die UN-Generalversammlung auf eine Politik einzuschwören, die das Abschmelzen von Eisbergen verhindern soll.

leonardo_dicaprio_un(in English)

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Leicht zu verwechseln (29) Zauberwürfel

Man kann Jahre mit verschiedenfarbigen Feldern zubringen, ohne der Lösung einen Schritt näher zu kommen. Wenn man doch mal kurz vor dem Ziel ist, kommt irgendjemand vorbei und zerstört mit ein paar Handgriffen die Arbeit von Jahren: Der Zauberwürfel.

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Man kann Jahre mit verschiedenfarbigen Feldern zubringen, ohne der Lösung einen Schritt näher zu kommen. Wenn man doch mal kurz vor dem Ziel ist, kommt irgendjemand vorbei und zerstört mit ein paar Handgriffen die Arbeit von Jahren: Der Nahe und Mittlere Osten.

Karte-Nahost1(in English)

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Baden im Freien

Zwei Dinge schrecken Menschen davor ab, tagelang durch die Wildnis zu wandern: Der Gedanke an das Schlafen im Freien und die fehlende Dusche. Dabei kann das Schlafen im Freien je nach Jahreszeit (Mückenzeit ist schlimmer als Kälte) angenehmer, schöner und vor allem interessanter sein als jede Nacht seines Lebens in einem Bett zu verbringen.

Duschen/Waschen/Baden ist auch kein Problem. Selbst mitten in der Natur stößt man immer mal wieder auf eine Badewanne, hier sogar mit einem Hahn für warmes und einem für kaltes Wasser.

bathtub Sark

Diese Wannesah ich auf Sark, aber es war noch zu früh für ein Bad, so daß ich ungewaschen weiterzog. Ich war auf einer kleinen Insel und dachte mir, daß deshalb an Bademöglichkeiten kein Mangel bestünde.

Und tatsächlich entdeckte ich, als es Zeit wurde, meinen Schlafplatz für die Nacht zu suchen, aus reinem Zufall diesen wunderschönen Ort an der Westküste von Sark.

bathing beach Sark

Ich war allein in dieser Bucht. Im Schein der untergehenden Sonne wusch ich mich im Ärmelkanal.

Es war mein 36. Geburtstag. Kein Kuchen, keine Geschenke, keine Besuche, keine Anrufe, aber das Glück, ein Paradies gefunden zu haben.

Erfahrene Wanderer wissen übrigens, daß nicht das Schlafen oder das Baden im Freien die größten Herausforderungen sind, sondern der schwere Rucksack.

(To the English version.)

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