Venta Micena – Tag 25/30

Als ich gestern erwähnte, dass Leute auf mich schießen, hat mir niemand geglaubt.

Hier die Beweisfotos:

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Heute habe ich bemerkt, dass mich auch eine Drohne verfolgt.

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Die hinerlistigsten Angriffe auf mein Leben sind aber die vielen Löcher, denen ich immer wieder nur knapp entkomme. Sie befinden sich auf den Wegen, die ich normalerweise gehe, gefährlicherweise auch in der Dunkelheit. Dabei sind sie so tief, dass man nicht einmal den Boden erspähen kann, und die Wände sind so steil und glatt, dass ich niemals mehr herauskäme. Finden würde mich dort natürlich auch niemand.

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Ich erschaudere beim Gedanken daran, wieviele Skelette da unten schon liegen.

Warum jemandem so viel daran liegt, mich um die Ecke zu bringen oder verschwinden zu lassen, bleibt ein Rätsel.

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Venta Micena – Tag 24/30

Bei den meisten Gebäuden hier ist nicht eindeutig klar, ob jemand darin wohnt oder nicht.

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Aber immer wenn ich mich zu sehr nähere, fängt ein Hund zu bellen an oder es fallen Schüsse.

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Wie kann die SPD wieder gewinnen?

Sehen wir uns mal an, was alle bisher erfolgreichen SPD-Kanzlerkandidaten gemeinsam hatten.

Helmut Schmidt rauchend

Das kann doch kein Zufall sein.

SPD-Wähler wollen Raucher. Wir wissen natürlich, dass es ungesund ist, aber welche Freuden hat der kleine Mann denn sonst? Und wer will es einem verübeln, wenn man nach acht Stunden Maloche am Hochofen oder im Bergwerk Lust auf eine fette Currywurst und eine Zigarre hat? Die Fitnessfreaks wählen doch eh die Grünen.

Deshalb, liebe SPD, mehr Mut zu einem Kandidaten mit Zigarre!

Zigarre Berg 1

Notfalls kann man es auch beiden Seiten recht machen.

Dont Smoke Volksbegehren
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Venta Micena – Tag 23/30

Eines frühen Morgens, auf dem Weg in die Sierra de María, erblickte ich vollkommen unerwartet einen Tafelberg.

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Gestern Abend drängte er sich schon wieder auf das Foto.

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Ich sprang ins Auto, um ihn zu verfolgen, und stellte ihn schließlich in der Nähe von Velez Blanco. Seinen Namen wollte er mir aber nicht verraten.

Blick auf MesaVelez Blanco with Mesa.JPG

Jetzt treibt mich natürlich die Frage um, ob es einen Weg auf den Gipfel gibt. Von der Ferne sieht es ein wenig zu schwierig/steil/gefährlich aus.

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Auf jeden Fall trägt dieser Berg ganz wesentlich zu dem Gefühl bei, in einem Westernfilm zu leben.

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Landtagswahl 2018 in Bayern

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Jetzt bin ich also aus einem Bundesland, wo (wieder) mehr Menschen eine rechtsextreme Partei wählen als die Sozialdemokratische Partei, deren Vertreter vor genau 100 Jahren den Freistaat Bayern ausgerufen haben.

Wenn man zurückdenkt an die Münchner Räterepublik, muss sich die Linke allerdings noch viel mehr grämen.

Tja, früher war einfach alles besser. Da würden mir selbst AfD-Wähler zustimmen.

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Andererseits vertritt man mit 10% bestimmt nicht „das Volk“, sollte also auch nicht größer gemacht werden als man ist.

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Das Problem bei einer CSU-FW-Koalition wäre, dass Hubert Aiwanger dann Außenminister würde. Aber der kann nicht einmal Hochdeutsch.

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Die SPD in Bayern will natürlich „in Ruhe analysieren und alles überdenken“, aber vielleicht ist der Grund ausnahmsweise ganz einfach:

Es gibt eine linke Partei, die altbacken wirkt, und eine linke Partei, die als cool gilt. Also gehen etwa 10% der Wähler von der einen zur anderen. So wie man von Currywurst zu Döner wechselt. Oder von der Provinz in die Stadt zieht. Oder den Corsa verschrottet und sich eine Harley kauft.

Da kann das Alte sich auf den Kopf stellen, manchmal hat es einfach keine Chance.

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Die SPD wird jetzt kontern: „Aber wir stellen die Oberbürgermeister in den größten bayerischen Städten.“

Das stimmt, aber auch hier deutet sich ein Wechsel an.

Wenn ich die SPD wäre, würde ich langsam Fusionsgespräche mit den Grünen anbahnen. Mit gemeinsamen Kandidaten könnte man vielleicht sogar mal ein Direktmandat erzielen. (Aktueller Stand für die SPD: 0, wobei die Partei die Kandidaten, die das schaffen, auch gerne mal selbst absägt.)

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Die letzte Grafik erklärt übrigens (mit) die Landflucht. Es geht nicht nur um Busverbindungen, Internet und Jobs. Viele Menschen wollen einfach lieber dort wohnen, wo ihresgleichen wohnt. Linksliberale Intellektuelle wie mich zieht es eher in die multikulturelle Stadt, als dass ich in dem Dorf bleibe, wo Nachbarn die Reichskriegsflagge hissen.

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Vielleicht hätte sich die bayerische SPD aber auch stärker von Joachim Wolbergs distanzieren sollen.

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Wieviele Bayern wohl für die Freien Wähler gestimmt haben, weil sie „Freie WLAN“ verstanden haben?

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Zurück zur SPD.

Bei der Beurteilung der Situation hilft der Blick auf Europa, und der ist insgesamt nicht so gut für die Sozialdemokratie. Richtige sozialdemokratische Parteien halten sich eigentlich nur mehr in Ländern, wo Politik die Fortsetzung einer Revolution oder eines Bürgerkriegs ist und eine starke antifaschistische Tradition besteht (Portugal, Spanien), oder wo die Sozialdemokratie das letzte Bollwerk gegen den Feudalismus der Großgrundbesitzer ist (Großbritannien). Und selbst in Großbritannien würden mehr Labour-Wähler die Grünen wählen, wenn es dort ein Verhältniswahlrecht wie in Deutschland gäbe.

Das Bild der Sozialdemokratie in der EU wird verfälscht durch nominell sozialdemokratische Parteien, die in Wirklichkeit mafiöse Organisationen (Malta) oder mafiöse und nationalkonservative Organisationen, die gegen Minderheiten hetzen, (Rumänien) sind.

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Irgendjemand wird jetzt einwerfen, dass der Niedergang der SPD an der Agena 2010 und anderen Reformen unter Gerhard Schröder liegt.

Das glaube ich nicht. Wenn die Wähler mehr Sozialstaat, mehr Umverteilung von Reich zu Arm oder die Verstaatlichung der Produktionsmittel wollen, dann könnten sie die Linke wählen. Oder die DKP. Oder die MLPD. (Ich fand schon immer, dass der Wahlzettel weiter hinten/unten viel interessanter wird.)

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Insbesondere erklärt die soziale Frage nicht die Wahlergebnisse für die AfD, die eher marktradikal ist, sich aber eigentlich als Einthemenpartei um soziale Fragen gar nicht kümmert. Wer die AfD wählt, weiß mittlerweile, was er wählt. Da geht es nicht mehr um Kritik am Euro, sondern nur mehr um Blut, Boden, Vaterland.

Die anderen Parteien, insbesondere wohl die CSU, fragen sich immer, wie man die AfD-Wähler „zurückgewinnen“ kann. Ich sage: „Vergesst es!“ Mit Faschisten kann es keinen Wettbewerb geben, nur die Auseinandersetzung. Selbst wenn die CSU an der Grenze Flüchtlinge erschießen würde, wären die AfD-Wähler nicht zufrieden.

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Hoeneß zur CSU: „Wieso kauft Ihr diese Freien Wähler nicht einfach auf?“

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Viel wichtiger an diesem Wochenende war eigentlich die Wahl in Luxemburg. Nehmen wir uns also in Bayern bitteschön nicht zu ernst!

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Venta Micena – Tag 22/30

Natürlich bin ich auch hier fleissig am Studieren.

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Nur die Katze hat manchmal etwas dagegen.

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Venta Micena – Tag 21/30

Auch hier in der Provinz war einstmals Bürgerkrieg.

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Der bayerische Putin

Bitte nicht vergessen, liebe Leser aus Bayern: Morgen ist Wahl!

Wie bei Wahlen in letzter Zeit üblich, gibt es auch in Bayern einen Kandidaten, der direkt aus dem Kreml gesteuert wird.

Welcher? Ich denke, die folgenden Fotos geben ausreichend Hinweise, wer sich an wem orientiert.

Es gäbe noch hunderte an Beispielen für die schreckliche und etwas diktatorenähnliche Selbstdarstellung von Markus Söder, aber ich denke, Ihr seid jetzt ausreichend gewarnt.

Und die Perspektive, aus der sich Söder selbst gerne fotografieren lässt,

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ist irgendwoher bekannt.

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Weil jetzt wieder einige einwerfen werden, dass ich historisch übersensibel sei: Beide Veranstaltungen wurden in Nürnberg abgehalten, da könnte man also schon einmal an die Optik denken. Aber vielleicht fand Söder die Anspielung ganz gelungen. Er kupfert ja auch bei der Rhetorik gerne von Nazis ab.

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Venta Micena – Tag 20/30

Der Mondaufgang war spektakulärer, und auch die Sonnenaufgänge gefallen mir besser, aber hier sind ein paar Sonnenuntergänge.

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Venta Micena – Tag 19/30

Anhand der bisherigen Fotos könnt Ihr Euch die Hitze in Andalusien vorstellen. Schattenspendende Bäume gibt es nicht viele.

Ohne den Hut, den ich in Siebenbürgen einer Roma-Familie abgekauft habe, wäre ich in so einer Landschaft aufgeschmissen und schon lange verdorrt.

Andreas Moser Hut Venta Micena.JPG

Andreas Moser Heuballen

Hut von hinten Sierra Maria.JPG

Außerdem fühle ich mich damit noch mehr wie in einem Western-Film.

Andreas Moser Western poster.JPG

Hut von hinten Western

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