Der Mondaufgang war spektakulärer, und auch die Sonnenaufgänge gefallen mir besser, aber hier sind ein paar Sonnenuntergänge.



Der Mondaufgang war spektakulärer, und auch die Sonnenaufgänge gefallen mir besser, aber hier sind ein paar Sonnenuntergänge.



Anhand der bisherigen Fotos könnt Ihr Euch die Hitze in Andalusien vorstellen. Schattenspendende Bäume gibt es nicht viele.
Ohne den Hut, den ich in Siebenbürgen einer Roma-Familie abgekauft habe, wäre ich in so einer Landschaft aufgeschmissen und schon lange verdorrt.



Außerdem fühle ich mich damit noch mehr wie in einem Western-Film.


In Huéscar sah ich heute dieses Poster.

Ich war leicht schockiert, denn ich wusste nicht, dass überhaupt noch Stierkämpfe stattfinden. Schließlich waren diese schon 1567 von Papst Pius V. verboten worden. Seither nennt man päpstliche Edikte auch „Bullen“.
Jetzt bin ich unschlüssig.
Einerseits verabscheue ich solche Spektakel und will diese keinesfalls unterstützen. Außerdem mache ich mir echt Sorgen, dass mir schlecht wird oder dass ich ohnmächtig werde. (Mir wurde schon im Erste-Hilfe-Kurs ohnmächtig und selbst die ab 12 Jahren freigegebenen Horrorfilme kann ich nicht ansehen.)
Andererseits bin ich als Blogger Eure Augen und Ohren in dieser Welt. Meine eigenen Gefühle und die Furcht vor Albträumen zählen weniger als Euer Recht auf Berichterstattung von der Front.
Also frage ich nach Eurer Meinung. Schreibt einfach „ja“ oder „nein“ in das Kommentarfeld, gerne auch mit einer Erklärung, wenn Ihr wollt. Weil die Sache mit 18 € ziemlich teuer ist und es anscheinend keinen Studentenrabatt gibt (den gibt es nur für Kinder unter 14, was doch auch krank ist, oder?), bin ich sehr dankbar um jede Spende für diesen Blog. Ihr bekommt dafür eine persönliche Postkarte, vielleicht sogar mit Blutspritzern.
Einmal in der Woche muss ich in die Großstadt, womit ich Huéscar mit 7.500 Einwohnern meine, um mich mit Lebensmitteln und Coca-Cola zu versorgen. Ich freue mich darauf immer, weil die Route dorthin schön ist, weil die Stadt ganz adrett ist,

und weil ich so endlich mal wieder an eine Tageszeitung komme.
Als ich heute (Donnerstag ist Markttag in Huéscar) in den Park ging

und El Pais aufschlug, staunte ich nicht schlecht: Die ganze Seite 4 ist der Landtagswahl in Bayern gewidmet.

Die Reporterin war in Praßreut im Bayerischen Wald und hat dort, wie es auch die meisten deutschen Zeitungen in den letzten Wochen getan haben, langjährige CSU-Wähler angetroffen, die nun zum ersten Mal die Grünen wählen werden. Anscheinend ist der Flächenfraß ein großes Thema auf dem Land.
Interessant fand ich auch, dass das Wort „Heimat“ unübersetzt blieb und als „etwas zwischen Zuhause, Vaterland oder Gemeinschaft und von dem man mit einem Sinn der Zugehörigkeit zu einem Ort spricht“ erklärt wird. Dass es das Wort in den meisten Sprachen nicht gibt, stärkt meine Skepsis ihm gegenüber und erhärtet meinen Verdacht, dass es einfach nur ein Ersatz für das ist, was man früher „Vaterland“ nannte (siehe Nr. 1 dieser unsortierten Gedanken).
Jedenfalls kann ich sagen, dass El Pais eine ziemlich gute Auslandsberichterstattung hat. Man könnte in Spanien also auch ohne Internet überleben.
Auf manchen meiner Fotos ist es erstaunlich grün. Es gab etwas Regen, und die Felder werden bewässert.
Aber der Boden zeigt deutlich den Mangel an Wasser.



Für Euch getestet: Anis del Mono ist kein vollwertiger Ersatz für Ouzo.

Der nächste Haus- und Katzenhüterjob führt mich nach Calgary in Kanada, und zwar im tiefsten Winter, von Dezember bis März. Mir war schon klar, dass es dort ein bisschen kühler sein und etwas schneien würde, und eigentlich hatte ich mich genau darauf gefreut. Kalte Winter sind gut für die Produktivität, weil ich nicht stundenlang spazieren gehen oder mit einem Buch im Park sitzen kann. Die geschätzten Leser können sich also ab Weihnachten auf mehr Artikel einstellen.
Allerdings wurde ich ein wenig beunruhigt, als mir ein Freund aus Cochrane, in der Nähe von Calgary, dieses Foto schickte, das er am 2. Oktober aufgenommen hatte.

Wenn so der Herbst beginnt, dann frage ich mich, wie ein richtiger Winter in Kanada aussieht.
Die Katze, um die ich mich zu kümmern habe, habt Ihr schon kennengelernt.
Aber jeden Morgen warten auch ihre Kollegen auf der Terrasse und sehen mich flehend an.

Da kann ich nicht widerstehen, also gibt es Essen für Alle.

“Hast Du keine Angst, so ganz allein in dem Dorf zu leben?” werde ich manchmal gefragt.
Aber ich kann Euch beruhigen. Wie das Schild bestätigt, ist diese Zone absolut sicher.

Wenn die Eigentümer des Hauses mit dem Flugzeug, ihrer Yacht oder dem Zweitwagen verreisen, überlassen sie dem Housesitter oft ein Auto oder zumindest ein Fahrrad. In einer abgelegenen Gegend wie dieser bin ich dafür sehr dankbar. Denn hier kommen so wenige Autos vorbei, dass man als Anhalter manchmal stundenlang am Straßenrand stünde.



