Ein Nickerchen in der Moschee

Der praktischste Nutzen von Moscheen liegt darin, dass sie im Trubel der Großstadt einen Ort der Ruhe bieten. Man kann sich sogar zu einem Nickerchen hinlegen.

Foto0174-Esfahan Jameh Mosque

Das Foto entstand während meiner ersten Iran-Reise zum Jahreswechsel 2008/2009. Das ist die Freitagsmoschee von Isfahan, eine der ältesten und zugleich größten Moscheen im Iran. Der Komplex ist enorm und lädt zum stundenlangen Wandeln durch die säulenverzierten Hallen oder über den großen Innenhof mit seinen Wasserbecken ein.

Die bisher gemütlichste Moschee zum Ausruhen auf meinen Reisen fand ich in Syrien: die mit Decken und bequemen Kissen ausgestattete Umayyaden-Moschee in Damaskus. Leider hatte ich damals keine Kamera dabei. Und wer weiß, ob die Moschee noch stehen wird, wenn ich das nächste Mal in Syrien bin.

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Die rumänische Eisenbahn

Wenn man wissen will, wie es um die Eisenbahn in Rumänien steht, muss man nur zum Bahnhof in Târgu Mureș (deutsch: Neumarkt am Mieresch) gehen.

Man erkennt ihn an diesem Schild: etwas Holz von einer alten Obstkiste, auf das jemand mit Hand das Logo der rumänischen Staatsbahn CFR draufgepinselt hat.

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Es ist angebracht an einem alten Warenhaus neben den Schienen. Fahrkarten werden in einem kleinen Raum verkauft, in dem eine Landkarte hängt, auf der Jugoslawien und die Sowjetunion noch existieren.

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Wer jetzt denkt, das sei halt ein kleiner Dorfbahnhof, der irrt. Târgu Mureș ist immerhin eine Stadt mit 135.000 Einwohnern, und von hier verkehren Direktzüge nach Budapest und Bukarest. Das wäre in etwa so, wie wenn am Bahnhof in Regensburg oder in Innsbruck über dem Eingang nur ein handgemaltes Schild im Wind knarzte.

Wenn ich in Rumänien sage, dass ich gerne mit der Bahn fahre, ernte ich entgeisterte Blicke, wie wenn ich verrückt wäre. Die Züge sind aber pünktlich, günstig und bieten wunderschöne Ausblicke. Es wäre nur schön, wenn es mehr davon gäbe. Und bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h muss man viel Zeit (und Bücher) mitbringen.

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Nächste Reise: Moldawien und Transnistrien

Am 6. Juli ist mein Geburtstag. Rein mathematisch werde ich dann 40 Jahre alt.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit, dieses Ereignis hinauszuzögern oder gar zu verhindern, ist mir dank meiner juristischen Bildung, meiner Spezialisierung im Völkerrecht und meiner Kreativität ein beeindruckender Lösungsansatz in den Sinn gekommen: Das Ablaufen des 40. Jahrestages meiner Geburt wird rechtlich bedeutungslos sein, wenn ich diesen Tag in einem Staat verbringe, der von niemandem auf der Welt anerkannt wird. Das ist das juristische Äquivalent zur biologischen Lösung des Sich-Einfrieren-Lassens (nicht umsonst spricht man von „eingefrorenen Konflikten“).

Moldau-Transnistrien-Karte

Von meinem jetzigen Wohnort in Rumänien ist es gar nicht mal so weit bis zum nächsten nicht anerkannten Staat. Mal schnell durch die Moldaurepublik Moldawien und schon ist man in der Pridnestrowischen Moldauischen Republik, kurz Transnistrien.

Ganz kurz und vereinfacht: Noch im Endstadium der Sowjetunion 1990 erklärte Transnistrien die Unabhängigkeit von Moldawien, einer der früheren Sowjetrepubliken, mit dem Ziel, eine eigenständige Republik innerhalb der UdSSR zu werden. Im August 1991 war der Zerfall der Sowjetunion aber nicht mehr aufzuhalten. Moldawien erklärte die Unabhängigkeit von der Sowjetunion, Transnistrien erklärte die Unabhängigkeit von beiden. Mit Unterstützung Rumäniens versuchte die moldawische Armee 1992, Transnistrien zu erobern. Da die Grenze zwischen beiden Gebieten ziemlich genau entlang dem Fluss Dnestr (der dem sezessionistischen Teil seinen Namen gibt) verläuft, war Transnistrien gut zu verteidigen. Nach 5 Monaten Krieg und etwa 1000 Toten gab es deshalb einen Waffenstillstand; an der Grenzziehung hatte sich weitgehend nichts verändert.

Und so blieb es dann, mittlerweile seit 23 Jahren. Moldawien erkennt die Unabhängigkeit Transnistriens offiziell nicht an, unternimmt aber keine Versuche zur militärischen Eroberung. Transnistrien ist faktisch unabhängig, mit allen Merkmalen eines Staates. 2014 stellte das Gebiet einen bisher nicht beantworteten Antrag auf Aufnahme durch Russland. Die russischen Truppen wären schon im Land, praktischer- oder bedrohlicher- je nach Sichtweise an der ukrainischen Westgrenze, denn sie haben es irgendwie verpaßt, nach dem Zerfall der Sowjetunion abzuziehen.

tiraspol tank

Seither ist Transnistrien als der Staat bekannt, der noch am meisten an die Sowjetunion erinnert. Hammer und Sichel zieren die Flagge, der Geheimdienst heißt noch KGB, und die E-Mail meines Gastgebers in Tiraspol begann mit den Worten „Hallo Genosse“. Die Unterkunft liegt in der Lenin-Straße, Ecke Karl-Marx-Straße. Steht mir eine Zeitreise in die Vergangenheit bevor?

transnistria flag

Nach ein paar Tagen in Transnistrien werde ich mich natürlich auch in Moldawien umsehen und umhören, hauptsächlich in der Hauptstadt Chișinău. Das Land scheint ziemlich gespalten zu sein zwischen denen, die nach Europa streben (entweder durch eine Vereinigung mit Rumänien oder einen Beitritt zur EU) und denen, die die Nähe Russlands suchen. Beste Voraussetzungen für interessante Gespräche und neue Erkenntnisse.

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Auf dem Rückweg nach Hause bleibe ich noch einen Tag in Iași in Rumänien.

Wenn das mit dem Verhindern des Älterwerdens funktioniert, werde ich daraus wahrscheinlich ein Geschäftsmodell entwickeln und derartige Reisen auch für Euch anbieten.

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UNO: Esst mehr Insekten!

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) empfiehlt, dass wir mehr Insekten essen, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen.

Ich mache das schon lange:

Schokokäfer1Schokokäfer2Schokokäfer3Schokokäfer4SONY DSCIch hatte immer das Gefühl, dass ich damit etwas Gutes tue!

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Mexikanische Nazis

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Während meiner kommenden Lateinamerika-Reise werde ich mir keine Geldsorgen machen müssen. Notfalls kann ich immer als Aushilfslehrer an einer Schule oder einer Universität deutsche und europäische Geschichte unterrichten.

Dass daran Bedarf besteht, zeigt diese Ballett-Aufführung in Guadalajara, Mexiko.

Das scheinen nicht die einzigen Spätfolgen der Nationalsozialisten zu sein, die ab den 1930er Jahren Zeitungen in Mexiko unterstützten und ab 1935 die „Deutsche Volksgemeinschaft in Mexiko“ betrieben. Erst 1941 brach Mexiko die diplomatischen Beziehungen ab und erklärte dem Deutschen Reich 1942 den Krieg, nachdem deutsche U-Boote zwei Öltanker im Golf von Mexiko versenkt hatten.

Aber die Nazis sind nicht so leicht totzukriegen! Noch heute marschieren in Mexiko selbsternannte Herrenmenschen und Arier mit Nazi-Parolen und Bierbäuchen durch die Straßen.

mexikanische Nazis

Nazis sind ja überall blöd. Aber die, die nach der Rassenideologie der echten Nazis als zu versklavende oder auszurottende Untermenschen angesehen wurden und jetzt Nazis sein wollen, sind die Dümmsten unter den Dummen. Ob die bei internationalen Nazi-Treffen überhaupt an einem Tisch mit den Jungs von der NPD sitzen dürfen? Naja, vielleicht wegen der Mädchen, die sie mitbringen.

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Wichtiger Tipp für die Mexinazis: Wenn Ihr nach Deutschland kommt, immer die Uniform tragen, vor allem in Ostdeutschland, sonst werdet Ihr von Euren Volks-, Gesinnungs- und Dummheitsgenossen womöglich zu Tode geprügelt.

Anscheinend gibt es auch eine „Partido Nacional Socialista de México“ und Organisationen wie “Brigadas Fascistas de México” oder „Cuarto Reich“ (Viertes Reich). Nach dieser Quelle werden die Aufnahmebescheinigungen der Nationalsozialistischen Partei Mexikos aus Deutschland versandt und deutsche Funktionäre reisen nach Mexiko. Na, wenn das mal nicht mit Geldern des Verfassungsschutzes finanziert wird…

Und so leistete der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto seinen Amtseid.

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Zugegeben, die Geste gab es schon vor den Nazis; aber etwas Geschichtsbewusstsein würde nicht schaden. Und da sind wir wieder bei meinem Nachhilfeangebot. Wenn Ihr alle so tolle Nazis sein wollt, können wir den Unterricht sicher auf Deutsch durchführen, oder?

Links:

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Starker Seegang im Sonnenuntergang

Heute gibt es mal ein paar ältere Fotos aus meiner Zeit in Malta im Frühjahr 2012. In St Paul’s Bay (San Pawl il-Baħar) spazierte ich an der Küste entlang, als ich ungewöhnlich starke Wellen bemerkte, die sich mit jedem Aufschlag auf der Mole in die schönsten Fontänen verwandelten.

Ich rannte nach Hause, um meine Kamera und meine wasserdichte Jacke zu holen, und kam gerade rechtzeitig zurück, um diese Fotos vor der untergehenden Sonne zu schießen.

Der Anblick und der Lärm waren spektakulär.

Alle 30 Sekunden krachten die Wellen gegen die Mole. Ein Fest aus Wasser, Licht und Lärm.

Nachdem die Wellen groß, reißend, aufregend und gefährlich ansehen, war mein natürlicher Instinkt, so nah wie möglich an die hereinkrachenden Wellen zu gelangen.

Wie zum Trotz wurde die See noch rauher und die Wellen noch höher. Ich konnte mich aber nicht zurückziehen, denn das hätte gegen mein Fotografenethos verstoßen. So verblieb ich mitten auf der Mole, während das Mittelmeer über mich hereinbrach.

Und genau in diesem auf dem letzten Foto abgelichteten Moment sah ich ein, dass Ihr diese Fotos nie zu Gesicht bekommen würdet, wenn ich noch länger dort bliebe und meine Kamera verlöre. Endlich drehte ich mich um und rannte.

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Eine Postkarte an mich selbst

Jeden Tag laufe ich aufgeregt die Treppe zum Briefkasten hinunter, den ich mit freudiger Erwartung auf Postkarten aus aller Welt aufsperre.

Jeden Tag enthält er jedoch  nichts außer einer neuen Enttäuschung. Ich kann mich nicht einmal erinnern, wann ich zum letzten Mal eine Postkarte erhalten habe. Wahrscheinlich irgendwann im letzten Jahrtausend.

Als ich in Montenegro war, unternahm ich deshalb das verzweifeltste Unterfangen, das ein Mensch eingehen kann: Ich schickte mir selbst eine Postkarte. Es war an meinem letzten Tag. Ich war gerade von der Festung von Kotor zurückgekommen und hatte eine Ausstellung über Jan Karski besucht, bevor ich mich zum Erwerb einer Postkarte durchrang, diese mit einer kurzen Nachricht an mich selbst verzierte, zum kleinen Postamt in Kotor ging und hoffte, dass das Mädchen am Schalter nichts Auffälliges bemerken würde.

postcard1postcard2Als nur wenige Tage danach die Postkarte in meinem Zuhause in Târgu Mureș (bzw. Neumarkt am Mieresch auf Deutsch) in Rumänien eintraf, war ich höchst erfreut und beglückt über die positiven und freundlichen Worte, die ich mir selbst und meiner Reise gegönnt hatte. Endlich hatte mal jemand an mich gedacht. – Zurückblickend bin ich allerdings verwirrt darüber, dass ein deutscher Muttersprachler sich sebst auf Englisch schreibt.

Ich übersah jedoch nicht, dass der Herr auf den Briefmarken sich zu fragen scheint: „Was macht dieser Verrückte da?“ Den Briefmarken könnt Ihr übrigens auch entnehmen, dass Montenegro – wie der Kosovo – den Euro als offizielles Zahlungsmittel verwendet, ohne Mitglied der EU oder der Eurozone zu sein. Hier kann sich Griechenland vielleicht mal Rat holen.

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Mein Ausflug nach Palmyra

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Jetzt hat sich ISIS also auch noch Palmyra geschnappt, die antike Oasenstadt in der Wüste Syriens. Ein weiteres Weltkulturerbe steht vor der Zerstörung.

Die Weltgemeinschaft wird sich darüber mehr erregen als über die in Syrien täglich getöteten Zivilisten. Alte Steine erregen mehr Mitleid als syrische Kinder. Wenn es die römischen Säulen auf ein Boot nach Europa schaffen würden, wären sie wahrscheinlich herzlich willkommen.

Aber ich will die bevorstehende Plünderung dazu nützen, um von meinem Ausflug nach Palmyra zu erzählen.

Es war ein paar Jahre vor dem Krieg, ich glaube im Jahr 2006. Ich hatte gerade Weihnachten in Beirut verbracht, war mit dem Taxi durch einen Schneesturm über die Berge nach Damaskus gefahren und hatte mich dabei extrem erkältet, weil die drei Raucher im Taxi während der gesamten Fahrt alle Fenster offen ließen. Ich wollte noch ein paar Tage in Syrien verbringen, das damals – so ändern sich die Zeiten – ungefährlicher als der Libanon war. Jeder, der irgendwie kann, fährt, geht und flieht heute in die umgekehrte Richtung.

Von Damaskus aus wollte ich mit einem der bunten, aus den verschiedensten Teilen zusammengeschweissten Busse einen Tagesausflug nach Palmyra unternehmen. Circa 250 km einfache Strecke, man kann also am gleichen Tag hin und zurück. Bis auf die Ruinen gibt es dort sowieso nicht viel zu erleben, v.a. wenn man kein Arabisch spricht.

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Dem Lonely-Planet-Reiseführer entnahm ich, dass es ein Reisebüro gab, das einmal am Tag einen Bus von Damaskus nach Palmyra entsandte, der um 10 Uhr losfuhr und am Nachmittag oder Abend nach Damaskus zurückkehrte. Perfekt. Am Tag vorher machte ich mich zu dem Reisebüro an einer der größeren von der Altstadt wegführenden Straßen auf. Den Namen habe ich nach so vielen Jahren natürlich vergessen.

Es war ein kleines Büro mit einem Schreibtisch, einer Menge Zettel, Kalender und Landkarten an der Wand. Zwei Männer saßen auf Korbstühlen, einer davon mit einem Teller Fleisch und Reis auf dem Schoß. Er aß gerade zu mittag, war also wohl der Eigentümer oder ein Mitarbeiter der Agentur. Auf Arabisch konnte ich nicht mehr als „salam aleikum“ sagen, also schob ich auf Französisch „bon appétit“ hinterher. Ein grimmiger Blick und ein Grummeln bedeuteten mir, dass ich zur Unzeit meine Aufwartung gemacht hatte.

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Ich verzog mich also und trieb mich ein wenig auf der Straße herum. Nach einer halben Stunde kam ich zurück. Einer der jetzt satten Mitarbeiter saß hinter dem Schreibtisch. Auf Englisch fragte ich, ob er selbiges spräche. Auf Arabisch verneinte er. Komisch, dass man sich immer dann versteht, wenn man vorgibt, sich gegenseitig nicht zu verstehen. Ich stammelte also etwas mit den Wörtern „Ticket“, „Autobus“, „Palmyra“, erntete aber Unverständnis statt eines Fahrscheins. So ging es hin und her. Wortfetzen auf Englisch, Arabisch und Französisch flogen über den Tisch und wurden zurückgeschleudert wie Tennisbälle, bis es dem Syrer zu bunt wurde. Er stand auf, ging auf die Straße, rief in die Menge und kam mit einem adrett gekleideten Herren mittleren Alters zurück, der Englisch sprach. Er sah aus wie ein Anwalt oder ein Manager, aber für den Moment unterbrach er bereitwillig seine Geschäfte, um den Kauf eines Busfahrscheins zu dolmetschen. Sehr nett.

Dabei erfuhr ich endlich, dass Palmyra auf Arabisch Tadmur heißt. Daher also die Verständigungsschwierigkeiten. Es ging immer noch ziemlich langsam voran, bis klar war, dass ich am nächsten Morgen fahren wollte und am gleichen Abend zurückkommen wollte. Immer wieder wurde mir ein Kalender gezeigt, auf dem ich die Daten ankreuzen sollte. In der Grundschule in Deutschland wird uns ja weisgemacht, dass unsere Ziffern arabische Ziffern seien, anscheinend um den tristen Mathematikunterricht etwas aufzupolieren. Kompletter Unfug. Arabische Ziffern sind genauso seltsam wie arabische Buchstaben. Man erkennt allenfalls die 1 und die 9.

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Mit der freundlichen Hilfe des unentgeltlich tätigen Dolmetschers bekamen wir es mühsam hin, ein Ticket in von mir nicht lesbaren Schriftzeichen auszufüllen. Den Preis weiß ich nicht mehr genau, aber es war irgendetwas zwischen einem und zwei Euro. Für insgesamt 500 km. Ich sollte mich am nächsten Morgen um 10 Uhr am Harasta-Busbahnhof einfinden.

Voller Vorfreude las ich mir den Abend über die Geschichte von Palmyra an: Karawanen, Oasen, Syrer, Babylonier, Römer, Seidenstraße, Religionen von denen ich vorher noch nie gehört hatte, Schlachten, Architektur.

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Am nächsten Morgen verschlief ich.

So gesellte sich Palmyra zu der Reihe der Orte, die ich fast gesehen hätte. Jetzt ist es zu spät. Verdammte Terroristen! Verdammter Wecker!

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Montagmorgen

Montagmorgen.

Der Beginn einer neuen Woche. Ein frischer Start.

Ausgeschlafen, erholt und nach einem prächtigen Frühstück kommt man ins Büro. Der Schreibtisch ist noch leer, die E-Mail-Inbox ebenfalls. Langsam und entspannt fängt man wieder bei Null an. Eine neue Woche, mit nur 37,5 Stunden Arbeit.

– – –

Nicht so für die Selbständigen und Freiberufler unter uns.

So sah mein Schreibtisch am heutigen Montagmorgen aus. Ein Wust an Unerledigtem. Eine kaum angegangenen To-Do-Liste vom letzten Wochenende. Notizen, deren Sinn sich erst nach längerem Lesen wieder erschließt. Tausende von unbeantworteten E-Mails. Erinnerungen an vergangene Reisen, über die zu schreiben ist, sowie an zukünftige, die zu planen sind. Und jeden Tag kommt mehr dazu.

Schreibtisch voll(Wer einen langweiligen, nicht ausfüllenden Job bei einer Versicherung oder als Programmierer hat, kann das obige Bild gerne als Desktop-Hintergrund verwenden. – To the English version.)

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Blumenmeer

flowers Kaunas(Fotogrfiert in Kaunas, Litauen.)

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