Um 16 Uhr würde das Basketballspiel stattfinden, hatte ich gehört.
Punkt 16 Uhr war ich also da. Da, aber allein. Keine Spieler, keine Zuschauer, kein Ball, kein bei der Hitze dringend notwendiger Eisverkäufer. Nicht einmal ein Cola-Automat.
Dabei war Chile eigentlich das pünktlichste Land in Südamerika. Aber vielleicht gingen die Uhren in Humberstone, dieser Stadt tief in der Wüste, anders? Apropros Uhr, den Turm mit derselben konnte ich von der Tribüne aus erspähen. 15:58 Uhr.
So hatte ich den Basketballplatz noch zwei Minuten nur für mich.
Je alleiner man wartet und je heißer die Hitze klirrt, desto langsamer vergeht die Zeit. Ich spazierte einige Male über den Platz, warf ein paar imaginäre Dreier, setzte mich frech auf die teuersten Plätze und blickte immer wieder zur Turmuhr. 15:58 Uhr.
Irgendetwas war da faul. Mangels Armbanduhr konnte ich der Turmuhr nicht die genaue Abweichung von der echten Zeit nachweisen, aber nachdem ich so lange gewartet hatte, dass ich schon ebenso Staub und Rost angesetzt hatte wie der Basketballplatz, fiel mir der Trick mit der Sonne ein. Und Sonne gab es reichlich, kann ich Euch sagen. Puh! An den Schatten konnte ich ablesen, dass es allenfalls 13 und keineswegs 16 Uhr war. Na, da hätte ich noch lange auf den Turm mit der anscheinend nicht aufgezogenen Uhr starren können.
Ich wohne zur Zeit für ein paar Monate in Ammerthal, dem Dorf, wo ich aufgewachsen bin.
„Aber da gibt es doch kein Theater, kein Kino, keinen Diskussionsabend der Philosophischen Fakultät?“ fragen meine Freunde aus London, Paris und Moskau besorgt-mitleidig.
Das stimmt. Deshalb gehen wir abends aufs Feld und schauen uns den Himmel an. Gestern gab es ein ganz besonderes Spektakel. Mindestens zwanzig Minuten lang blitzte und erleuchtete der Himmel ohne Unterlass, ohne starken Donner und ohne Regen. Wie ein Gewitter, bei dem jemand den Lichtregler zu hoch und Lautstärke und Niederschlag zu niedrig eingestellt hat.
Erst als plötzlich Hagelkörner so massiv auf uns herabprasselten, dass sie meinen fotografierenden Vater an Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg erinnerten, machten wir uns vom Acker.
Zum Tod von Sam Shepard kann man sich viele seiner Filme mal wieder ansehen: Homo Faber, Black Hawk Down, Don’t Come Knocking und unzählige mehr.
Selbst mir war bisher unbekannt, dass er in dem in Bolivien angesiedelten Western Blackthorndie Figur des Butch Cassidy spielte. Dieser lebte nach seiner Flucht tatsächlich in Bolivien, und auch der Film wurde weitgehend im schönsten Land Südamerikas gedreht.
Aufmerksame Leser meines Blogs werden einige Orte wiedererkennen, zum Beispiel den gespenstisch schönen Friedhof von Milluni.
Ich war so lange aus Deutschland weg, dass ich jetzt verwundert umrechnen muss, wenn jemand Zeitangaben wie „viertel zwölf“ oder gar „dreiviertel drei“ macht.
Gibt es eigentlich noch deutsche Kfz-Hersteller, die ihre Kunden nicht betrogen haben?
Das Arbeitsertüchtigungsballet der Patriotischen Kleiderfabrik Wonsan (bei 1 h 10 Minuten) ist nur einer der vielen (ungewollt) lustigen Momente.
Den ersehnten Herbst haben wir früher als sonst.
Die Bäckerin wünschte mir „noch einen schönen Tag trotz dem schlechten Wetter“. „Und trotz des Dativs“ erwiderte ich.
Immer wieder kommt es übrigens vor, dass mich andere deutsche Muttersprachler fragen, woher ich ursprünglich komme. Zuletzt hielt mich in Bayern, wo mein Dialekt nicht unüblich sein dürfte, jemand für einen Polen.
Ich verstehe nicht, wie Flüge in Europa teilweise nur 10 Euro kosten können. Oft zahle ich mehr für den Zug oder Bus zum Flughafen als für den anschließenden Flug über den ganzen Kontinent.
So etwas könnte man nicht erfinden: Europäische Anti-Flüchtlings-Aktivisten chartern ein Boot, um Flüchtlinge an der Überfahrt von Libyen nach Europa zu hindern. Die Besatzung war aus Sri Lanka und sucht jetzt auf Zypern um Asyl nach.
Bevor ich nach Aserbaidschan fuhr, ging es mir wie Euch: Ich kannte Heydar Aliyev nicht.
Aber schon am zweiten Tag hing er mir zum Hals raus.
Diese Erfahrung will ich gerne mit Euch teilen, damit Ihr gewappnet seid. Das ist wichtig, denn – ob Ihr es wollt oder nicht – Heydar Aliyev wird Euer Reiseführer und ständiger Begleiter in Aserbaidschan sein.
Wer mit dem Flugzeug nach Baku reist, kommt am Heydar-Aliyev-Flughafen an. Wer mit dem Zug kommt, fährt im Heydar-Aliyev-Express, steigt am Heydar-Aliyev-Bahnhof aus und geht durch die breite Heydar-Aliyev-Allee zum Heydar-Aliyev-Platz, vorbei an Heydar-Aliyev-Stifungen, Heydar-Aliyev-Schulen und Heydar-Aliyev-Instituten.
Wer seine Ruhe vor Heydar Aliyev haben will und deshalb lieber mit dem Auto durchs Land kurvt, sieht dennoch an jeder Abzweigung, jeder Kreuzung und jedem Kreisverkehr ein Foto des Ex-Präsidenten.
„Hier könnte Ihre Werbung stehen“ würde uns derart ungenutzte Werbefläche in Europa zurufen, aber in Aserbaidschan traut sich niemand, großflächige Reklame zu schalten, denn dann müsste man das Foto von Heydar Aliyev überkleben. Ein undenkbares Sakrileg.
Am 6. Juli war ich gerade in Ganja. Es war mein Geburtstag, aber ich kannte niemanden in der Stadt. Also machte ich mich auf in den Park, um ein Buch zu lesen, Eis zu essen und mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Das hatte in der Vergangenheit oft gut geklappt.
Aber Aserbaidschan ist anders.
Der Park ist natürlich nach Heydar Aliyev benannt. Abgesperrt ist er nicht, denn wer würde sich schon trauen, in einem nach HA (ich werde den Namen des großen Führers fortan der Faulheit Lesbarkeit wegen abkürzen) benannten Park zu vandalisieren, urinieren oder campieren? Vielleicht gab es aber auch einfach nicht genug Zaun für einen Park, der größer ist als manche Staaten.
Noch vor 8 Uhr betrete ich den Park. Um den See (künstlich angelegt) drehen ein paar Jogger und alte aber zügige Spaziergänger ihre Runden. Später wird es zu heiß. Vielleicht wollen sie aber auch nur unbeaufsichtigt laufen, denn ab Punkt 8 Uhr kommen die Angestellten: Sicherheitspersonal bzw. Aufseher, Putzfrauen und -männer, Gärtner. Sie fegen den Boden, wässern die grünen Beete, zupfen an den Blumen herum.
Nur Besucher gibt es keine. Vielleicht liegt es an der Entfernung vom Eingang. Zuerst muss man eine zwölfspurige Straße überqueren. Kein Grund zur Sorge wegen des Verkehrs, denn in ganz Ganja gibt es nicht genügend Autos, um diese Straße zu füllen. Aber ich hatte schon Schulwege, die kürzer waren.
Wenn man nach zehn Minuten Fußmarsch die breiteste Straße der Welt überquert hat, ist man am Parkplatz angelangt. Ein Parkplatz wie vor dem Olympiastadion. Er ist so groß konzipiert, dass alle in Aserbaidschan zugelassenen Autos hier gleichzeitig parken könnten. Aber er ist leer. Alle öffentlichen Plätze in der Stadt waren schon überdimensioniert, aber das hier ist Megalomanie auf Nordkoreaniveau.
Wenn man durch den Triumphbogen (so groß wie in Paris und, um Missverständnisse zu vermeiden, mit dem Namen von HA verziert), der den eigentlichen Eingang darstellt, durch ist, muss man noch einen weiteren Kilometer laufen, um zum HA-Museum zu gelangen. So wie man früher einen langen Saal im Palast durchqueren musste bis man zum König kam.
Die Menschen, die Ihr auf den Fotos seht, sind alles Angestellte. Ständig fegende Angestellte. Wenn ich mich auf eine Bank setze (bei einer Wanderung von etwa eineinhalb Stunden bis zum Museum muss man schließlich Rast machen), kommen sie näher und fegen um mich herum. Wenn ich aufstehe und weitergehe, fegen sie den Ort, an dem ich gerade saß, besonders intensiv. Von Zeit zu Zeit kommt ein Mann vorbei und weist die Putzfrauen an, mehr zu fegen, schneller zu fegen, besser zu fegen, patriotischer zu fegen.
Da jeder jedem Befehle erteilt, merke ich bald, dass auch die nicht uniformierten Passanten Angestellte sind. Fast komme ich mir vor, wie wenn der ganze Park gerade nur für mich betrieben wird. Aber ich will nicht vorschnell urteilen; sicher wird es abends voller.
Das Amphitheater, an dem ich auf dem Weg zum Museum vorbeikomme, ist aber zumindest am Morgen noch so leer und überdimensioniert wie alles, das den Namen von HA trägt.
Männer waten in einem ausgeschalteten Springbrunnen und scheuern den Boden und die Wasserhähne. Ein Arbeiter bricht Fließen aus dem Boden heraus, um sie von unten zu reinigen und wieder einzusetzen. Das ganze ist ein Großprojekt für Menschen mit Zwangsstörung. Man wünscht ihnen einen Sturm, damit sie mal richtig aufzuräumen haben.
Eine Putzfrau holt einen Eimer Wasser aus dem Brunnen, schüttet ihn über das Pflaster und beginnt zu reinigen, was nicht schmutzig war. Ein Arbeiter spritzt die Säule einer Laterne mit dem Wasserschlauch ab, woraufhin die Putzfrau den Laternenmast abwischt.
Vorbei an Hunderten von Putzteufelchen bin ich endlich am Museum. Falls man seit dem Schild am Eingang oder dem Triumphbogen schon wieder vergessen hat, wem dieser Park gewidmet ist, erinnern goldene Lettern und eine überflüssigerweise ebenfalls beschriftete Statue von HA daran.
Bevor ich jetzt also alles über den Mann erfahren werde, der sich auf Schritt und Tritt in meine Reise drängt, wage ich noch einen Blick auf den zurückgelegten Fernwanderweg. Dabei bin ich jetzt erst so etwa in der Mitte des Parks. Man kann hier noch tagelang weiter wandern (und putzen und fegen).
Das Museum ist drei Stockwerke hoch, mit einer Glaskuppel, viel Marmor und Gold, weißen Ledersesseln. Typischer Diktatorenkitsch, wie man ihn von den Gaddafis, den Husseins und den Trumps kennt.
Ich bin der einzige Besucher, was den Mann hinter dem Schreibtisch so verschreckt, dass er sein YouTube-Video ausschaltet, aufspringt und mir von nun an auf Schritt und Tritt folgt, immer im Abstand von vier bis fünf Metern und immer auf sein Handy blickend, wenn ich ihn ansehe. Wir sind die einzigen beiden Menschen in dem Gebäude (unverständlich, warum hier keine Putzfrauen werkeln), und so ist seine ständig mich verfolgende Nähe und Beobachtung ziemlich penetrant.
Dabei gäbe es hier nicht einmal etwas Wertvolles zu stehlen, denn im „Museum“ stehen nur eine Menge Schautafeln über das Leben von HA mit Hunderten von Fotos von ihm. In Glasvitrinen liegen noch einige Bücher über ihn und von ihm. Zwei Meter breite Fernseher stehen bereit zum Abspielen von Filmen, aber die könnte ich alleine nicht hinaustragen. Ebensowenig den weißen Blüthner-Flügel.
Vielleicht passen dem Aufseher einfach mein Notizblock und meine Kamera nicht. Journalisten und Reporter sind in Aserbaidschan nicht so gerne gesehen. Als ich mich Richtung Ausgang bewege, rückt mir der Museumsmann schweigend und mit missbilligender Miene auf weniger als einen Meter auf die Pelle und bugsiert mich durch die Tür ins Freie. Er will anscheinend unbedingt wieder allein sein mit HA.
Was an der Ausstellung über HA trotz aller Glorifizierung interessant ist: Zum einen wird seine Vergangenheit als führendes Mitglied der KPdSU nicht verschwiegen.
Am zentralen Boulevard stehen einige helle, luxuriöse und massive Wohnblocks, das sind die Häuser, die der Herrscher Aserbaidschans, HA, für seine Kamarilla erbauen ließ. Er ist eine berühmte Gestalt. HA war zuerst Chef des KGB in Aserbaidschan, dann, in den siebziger Jahren, Erster Sekretär der kommunistischen Partei der Republik. Er war Schüler Breschnews, der ihn zum Vizepremier der UdSSR ernannte. Von diesem Posten entließ ihn 1987 Gorbatschow.
HA gehörte der Gruppe um Breschnew an – einer Gruppe, die tiefe Korruption, Vorliebe für jeden erdenklichen Luxus und überhaupt Sittenverderbnis auszeichneten. Sie trug diese Korruption provozierend offen, ohne die geringste Scham, zur Schau.
Dieses Zitat befindet sich natürlich nicht im HA-Huldigungsschrein, aber der letzte Absatz könnte wie ein Motto über dem Museum, ja dem ganzen Park, ach was sage ich, dem ganzen Land stehen. Wer schon im Kommunismus für offene Korruption berühmt war, für den ist ein unabhängiges Aserbaidschan mit ständig sprudelnden Ölquellen der Traum aller Träume. So kommt auch die ganze Aliyev-Familie in den Panama Papers vor.
Das zweite, was an der Ausstellung interessant ist, ist das Ausmaß der Selbstinszenierung schon zu Sowjetzeiten, wo HA ja nicht vom Wohlwollen der von ihm Regierten abhängig war. Aber er präsentierte sich wie Bill Clinton im Wahlkampf: HA mit Bauern auf dem Feld, HA mit Soldaten, HA mit Kindern, HA als Archäologe, HA mit einer Wassermelone, HA mit Marktfrauen. Wie wenn er schon in den 1960ern ahnte, dass er ab 1990 mal Fotos für Wahlkampfbroschüren brauchen würde.
Hinter dem Museum geht der Park weiter, ebenso weit und ebenso schnurgerade wie auf den schon zurückgelegten Kilometern.
Auf einem Mosaik ist eine Königsfigur abgebildet, deren Untertanen sich untertänigst und fleissig Notizen machen. Auch das kennt man aus Nordkorea.
Eine Putzfrau kehrt mit dem Besen einen akkurat kugelförmig gestutzten Busch. Ich hatte schon einige spießige Nachbarn, aber dass jemand die Sträucher im Garten mit einem Besen abkehrt, habe ich noch nicht gesehen.
Dafür erblicke ich nach einigen Stunden die ersten weiteren Besucher: ein junges Paar, dessen Sitzplatzumfeld gerade von einer Putzfrau gereinigt wird. Na gut, so weiß ich wenigstens, dass sich diese Säuberungsaktionen nicht gegen mich persönlich richten.
Auch für die nicht anwesenden Kinder wird im Freizeitbereich (größer als Disneyland) geputzt und gefegt. Sie werden es nicht zu schätzen wissen (ausser wenn ihre Eltern dadurch Arbeit bekommen haben).
Selbst Herr Schreck muss mit anpacken.
Das Café ist so groß wie eine Universitätsmensa, aber sobald ich eintrete, laufen zwei Jungs auf mich zu, nehmen mich in ihre Mitte und bedeuten mir, dass ich draussen in der prallen Sonne sitzen soll. Vielleicht ist drinnen in der letzten Stunde noch nicht geputzt worden.
Das einzige, das einen sympathischen Touch hat, sind die Vogelhäuschen (trotz des Aufklebers, der die Vögel darüber informiert, dass ihr Heim von der Kapital Bank gesponsert wurde).
Schön, dass jemand an die Tiere gedacht hat, wenn schon die Menschen in der naheliegenden Plattenbausiedlung oder die Flüchtlinge aus Berg-Karabach zu kurz kommen.
Am Aus-/Eingang steht eine relativ bescheidene Säule (nur Hinkelsteingröße), die auf die Einweihung des Parks im Januar 2012 hinweist – durch Präsident Ilham Aliyev. Ja, das ist der Sohn des hier so übertrieben Gehuldigten. Auch das wie in Nordkorea. Der Sohn des Präsidenten heisst übrigens wiederum Heydar Aliyev. Die dynastisch-dynamische Karriere ist schon vorgezeichnet.
Auf dem Nachhauseweg fällt mir ein, wo ich schon einmal einen aserbaidschanischen Park gesehen habe: in Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Heydar-Aliyev-Parks gibt es auch in Tiflis, in Istanbul, in Ankara, in Bukarest, in Kiev und vielleicht bald in Eurer Stadt. Gebt doch Eurem Stadtrat mal einen Tipp. Aserbaidschan bezahlt das komplett.
Als ich zurück in die Wohnung komme, fragt mich die Vermieterin, wie ich den Park fand (dessen Besuch sie mir sehr ans Herz gelegt hatte). Ich will schon etwas von Größenwahn und Personenkult sagen, als ich gerade noch rechtzeitig auf dem Wohnzimmerschrank ein Foto von HA mit Präsidentennachfolgesohn erblicke.
Es ist größer und prominenter platziert als die Fotos der Kinder, Neffen und Eltern.
Ein komisches Land. Aber wenigstens muss ich jetzt nicht mehr nach Nordkorea.
Das waren die Reaktionen als ich den Plan einer Reise nach Abchasien erwähnte:
„Oje, oje, ist das nicht gefährlich?“ (siebzehnmal)
„Pass auf, das ist sehr gefährlich dort!“ (achtmal)
„Was willst Du denn dort?“ (fünfmal)
„Sei vorsichtig! Sprich auf keinen Fall Mädchen an. Die Abchasen verstehen da keinen Spaß. Sobald Du ein Mädchen auch nur ansiehst, tauchen vier ihrer Brüder mit Kalaschnikows auf. Das ist wie in Tschetschenien.“ (einmal)
„Von Reisen nach Abchasien und Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregion wird dringend abgeraten.“ (Auswärtiges Amt)
Nun war ich bei meinem ersten Besuch nur vier Tage in Abchasien, bin aber immerhin zweimal durch fast das ganze Land gefahren und war jeden Tag von früh bis spät unterwegs. Für einen ersten Eindruck dürfte es also reichen.
Und so sieht es in Abchasien aus:
Wie gefährlich war nun also Abchasien?
Sehr gefährlich! Und zwar gefährlich schön und gefährlich interessant. Noch gefährlicher könnte es für Menschen sein, die von ihrem Vorurteil, dass alles östlich der Elbe gefährlich, böse und arm ist, nicht lassen wollen.
Ganz im Ernst, das gefährlichste war diese Katze, die meine Schnürsenkel fressen wollte.
In Deutschland sah es zur gleichen Zeit übrigens so aus:
Merke: Die meisten Reisewarnungen sind nutzlos bis falsch, weil sie von Leuten abgegeben werden, die noch nie oder letztmals vor 10 Jahren in dem betreffenden Land waren oder die sich in einem Büro verstecken und grundsätzlich Angst haben, sobald sie auf die Straße gehen.