Vor hundert Jahren wurden Staaten gegründet, die niemand mehr kennt – August 1921: Baranya-Baja und Tannu-Tuwa

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Aufmerksame Leser dieser Reihe wissen, dass die Landkarte Europas und des Nahen Ostens in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg geprägt wurde. Für manche Staaten brauchte man jedoch eine Lupe, um sie überhaupt zu finden. Zum Beispiel die Republik Baranya-Baja, gegründet am 14. August 1921 in einem dünnen Landstrich zwischen Ungarn und Jugoslawien.

Wer die ungarische oder die jugoslawische Küche kennt, weiß, dass beide etwas gegen dünne Landstriche haben.

Tito: „Dünn ist doof.“

Warum man eine Zigarre in die Pfeife steckt, verstehe ich auch nicht. Aber darum soll es hier nicht gehen. Denn das Problem für die Baranya-Baja-Bananenrepublik kam nicht aus Jugoslawien, sondern aus Ungarn. Dessen Führer, Miklós Horthy, der politische Ziehvater von Viktor Orbán, war sauer über den Vertrag von Trianon, in dem Ungarn einen großen Teil seiner Gebiete an die Nachbarstaaten verloren hatte. Das ist ein großes Trauma für alle Ungarn, weshalb sie überall in Europa so schaurige Denkmäler errichten, selbst auf eiskalten, verschneiten und windumtosten Bergen in Rumänien.

Ja, das bin ich. Habe aber den Namen von dem Berg vergessen. Das Foto hat mein Bruder gemacht. Wenn der mich besucht, bekomme ich immer ein paar gute Fotos von mir. Und von der Landschaft. In Montenegro haben wir mal einen geheimen U-Boot-Stützpunkt entdeckt und wurden von der dortigen Marine hops genommen. War aber nicht schlimm. Nur unsere Mutter, die währenddessen mit einem gebrochenen Fuß im Auto wartete, das in einem Sturm gefährlich nah an einer stetig erodierenden Klippe stand, fand das alles nicht so lustig. Wahrscheinlich auch, weil sie sich den Fuß gebrochen hatte, nachdem ich mich im Gebirge verlaufen hatte. Seither besucht mich niemand mehr. Und der Bruder macht jetzt Hochzeitsfotografie und solche Sachen. Ich bin gegen Hochzeiten, aber wenn Ihr jemanden braucht, ruft ihn doch mal an.

Zwar hatte es vor dem Vertrag von Trianon gar kein unabhängiges Ungarn gegeben, sondern es war eine österreichische Provinz gewesen. Insofern war Post-Trianon besser für Ungarn als Prä-Trianon. Aber Nationalismus verträgt sich nicht gut mit historischen Tatsachen. Weder in Ungarn, noch in Jugoslawien.

In diese Grenzgegend zwischen Ungarn und Jugoslawien hatten sich vor allem ungarische Sozialisten gerettet, nachdem dieser rüpelige Horthy die Föderative Ungarische Sozialistische Räterepublik kaputt gemacht und das Land mit seinem Weißen Terror überzogen hatte. In Cochabamba in Bolivien hatte ich einen Mitbewohner aus den USA, der erzählte, dass sein Opa Volkskommissar für Finanzen in diesem kurzlebigen sozialistischen Staat gewesen sei. Das muss also einer von diesen Typen hier gewesen sein:

Ich habe versucht, Gary dazu anzustiften, der Sache auf den Grund zu gehen und mal nach Ungarn zu reisen. Aber ich bin ja der letzte, der kein Verständnis dafür haben dürfte, dass man nicht jede Idee zielstrebig verfolgen kann. Da fällt mir ein, dass ich die Suche nach Dimitri wieder aufnehmen muss.

Später, an der Grenzkontrolle von Peru nach Ecuador, traf ich noch einen Ungarn aus Siebenbürgen, also Rumänien. Das war ein lustiger Zufall, weil ich an jenem Tag einen ebenfalls aus Siebenbürgen stammenden Hut trug.

Der junge Mann lud mich ein, ihn im Dschungel in Ecuador zu besuchen, wo er als Reptilienforscher arbeitete. Das war nett, aber leider habe ich panische Angst vor Reptilien. Ich meine, einige Ängste kann ich schon überwinden, um Euch tolle Geschichten zu liefern, zum Beispiel als ich mich im Amazonas verlaufen habe. Bei Reptilien und Fallschirmspringen hört’s aber auf. Ich habe schon lange nichts mehr von ihm gehört, wahrscheinlich wurde er von einer Killerkröte verspeist.

Zurück zur Baranya-Baja-Republik. Diese wurde also am 14. August 1921 in Pécs (deutscher Name: Fünfkirchen) gegründet. Weil in der Gegend unter anderem Ungarn, Serben und Deutsche lebten, dachten sich die zeituntypisch nicht sehr national gesinnten Arbeiter und Bauern: „Lasst uns doch so etwas wie eine Vorstufe zur Europäischen Union gründen!“ Die Regierung wurde deshalb angeführt von einem Ungarn, einem Serben und einem Deutschen, die jeweils Namen trugen, wie sie typischer für ihre Volksgruppe nicht sein könnten. Magyarovics, Dobrović und Schwarz. Petar Dobrović ist der Nachwelt als einziger erhalten geblieben, weil er nicht nur Politik, sondern auch Kunst gemacht hat.

Das Ungarn unter Orbán, ich meine Horthy hatte mit europäischen Werten nicht viel am Hut, und so ritt Admiral Horthy, weil er gerade kein Schiff zur Hand hatte, nach Pécs und eroberte die friedfertige Baranya-Baja-Republik. Das war am 20. August 1921.

Der kleine Staat hatte weniger als eine Woche bestanden.

Das muss ein Rekord sein, ist man versucht, zu glauben. Aber Euer Lieblingsgeschichtsblogger kann nicht ruhen, ehe das nicht zweifelsfrei festgestellt ist.

Und tatsächlich: Es geht noch kürzer. Die Republik der Karpaten-Ukraine erklärte am 15. März 1939 ihre Unabhängigkeit, weil am Tag zuvor die Slowakei ihre Unabhängigkeit von der Tschechoslowakei erklärt hatte, um mit Nazi-Deutschland zu paktieren. Damit wollte die Karpaten-Ukraine, die bis dahin ein autonomes Gebiet im slowakischen Teil der Tschechoslowakei gewesen war, nichts zu tun haben.

Gegen die Unabhängigkeit der Karpaten-Ukraine wiederum erhob ein alter Bekannter Einwände. Genau: Ungarn unter Horthy. Diesmal wartete er keine sechs Tage, sondern marschierte noch am gleichen 15. März 1939 in das neue Nachbarland ein und brachte als Begrüßungsgeschenk Tod und Terror. Die Republik der Karpaten-Ukraine hatte weniger als einen Tag bestanden. Das muss aber wirklich Weltrekord sein.

Dieser Horthy wird uns übrigens im Oktober 1921 schon wieder begegnen.

Aber bleiben wir noch im August 1921. Der Monat war ein staatengebärfreudiger Monat, denn ein bisschen weiter östlich erblickte ein weiterer Staat das Licht der Welt: die Volksrepublik Tannu-Tuwa.

„Kein Wunder, dass ich davon noch nie gehört habe, wenn das auch wieder so ein Ein- oder Zweiwochenstaat war“, denkt Ihr Euch jetzt beruhigt. Aber diesmal liegt Ihr falsch. Denn dieser Staat bestand 23 Jahre, also doppelt so lang wie das Tausendjährige Deutsche Reich, von dem Ihr ja schließlich auch schon gehört habt.

Vielleicht liegt es an der Geographie, denn Tannu-Tuwa liegt zwischen Sibirien und der Mongolei. Wenn die Leute von Sibirien und der Mongolei hören, glauben sie, dass das weit weg sei. Dabei geht da sogar ein Zug hin. (Nach Sibirien und in die Mongolei, nicht nach Tannu-Tuwa, aber dazu später mehr.) Man kommt dort also umweltfreundlicher hin als auf die Azoren oder die Osterinsel. Und von der habt Ihr ja auch schon mal gehört. Obwohl sie kein unabhängiger Staat ist.

Klein ist Tannu-Tuwa auch nicht. 165.000 Quadratkilometer, das ist größer als Griechenland, Portugal, Bulgarien oder Ungarn. Oh, letzteres hätte ich nicht sagen sollen, sonst marschiert dieser Horthy gleich wieder ein.

Wahrscheinlich hat er das sowieso nur deshalb nicht getan, weil sich die Volksrepublik Tannu-Tuwa am gleichen Tag für unabhängig erklärte wie die Republik Baranya-Baja, am 14. August 1921. Wie wenn sie es abgesprochen hätten. Oder Telepathie.

„Unabhängig von wem?“ sollte jetzt jemand fragen, und ich will gerne darauf antworten. Oder würde gerne. Wenn ich es verstünde. Aber die Wirren zwischen Chinesischem Kaiserreich, Russischem Kaiserreich, Xinhai-Revolution, Republik Urjanchai, Russischem Protektorat Urjanchajski Kraj, der Weißen Armee unter Admiral Koltschak (was machen all diese Admiräle so weit entfernt vom Meer?) und der Roten Armee waren selbst für die Zeitgenossen so verwirrend, dass die Volksrepublik Tannu-Tuwa ihre Unabhängigkeit sicherheitshalber von Russland (sowohl von den Weißen als auch den Roten), China (sowohl von den Kommunisten als auch den Kuomintang) und der Mongolei (sowohl von der Inneren als auch der Äußeren) erklärte. Sicher ist sicher. Merkt Euch das. Wenn Ihr z.B. Euren Handyvertrag kündigen wollt, aber nicht mehr wisst, wo Ihr ihn abgeschlossen habt, könnt Ihr allen Telefonanbietern schreiben und kündigen. Solange der richtige dabei ist. Als ich noch Rechtsanwalt war, hatte ich mal eine Mandantin, die nicht wusste, wer der Vater ihres Kindes war und sich deshalb grämte. Vor allem finanziell. Also habe ich einfach alle Männer verklagt, deren Namen in des Fräuleins Telefonbuch gespeichert waren. Deshalb nutze ich kein WhatsApp. Der richtige war nicht dabei, weil es zum Austausch von Visitenkarten und dem Abspeichern der Telefonnummer anscheinend nicht gekommen war. Schade, dass Visitenkarten so aus der Mode gekommen sind. Und mit Beschreibungen wie „Er hatte ein großes Auto und war früher immer freitags in der Diskothek“ kommt man halt nicht weit. Dabei bin ich sogar relativ kreativ für einen Juristen. Ich empfahl, dass sie sich eben bei der Diskothek auf die Lauer legen und dem Mann, so sie ihn wiedererkenne, zu seinem Auto folgen und das Kennzeichen notieren müsse. Hat sie aber nicht gemacht. Die Leute wollen heutzutage, dass der Rechtsanwalt alles für sie erledigt. Am besten noch auf Prozesskostenhilfe.

Das mit der Telepathie oben war übrigens nicht einfach so dahin gesagt, wie überhaupt nur höchst selten irgendetwas auf diesem Blog einfach so dahin gesagt ist. Denn eines der frühen Staatsoberhäupter war Donduk Kuular, ein esoterischer und damit sicher auch telepathischer Mönch. Leider war er kein kugelsicherer Mönch, weshalb ihn Stalin 1932 erschoss.

In Tannu-Tuwa gab es nämlich ein bisschen Streit um die politische Richtung. Gegründet wurde der Staat 1921 als sozialistische Räterepublik. Das war damals sehr modern. Sogar Bremen und München sprangen kurzzeitig auf den Zug auf.

Etwas Verwirrung gab es in Tannu-Tuwa noch um die politische Symbolik, denn die erste Staatsfahne sah so aus:

Dafür gibt es eine Erklärung. Und nein, das hat nichts mit dem Buddhismus zu tun. Vielmehr sind wir hier in der glücklichen Lage, dass mein Beitrag über den März 1921 dies vollumfänglich erklären sowie weiteres Licht in jene Region zu jener Zeit bringen kann. Unbedingt (nochmals) lesen!

Die Flagge wurde regelmäßig aktualisiert, und irgendwann waren auch Besen und Sichel darauf angekommen.

Das war zu viel Fortschritt für die Religiösen, insbesondere Buddhisten, Lamaisten und Schamanisten. Zu denen gehörte der oben erwähnte Donduk Kuular, der 1924 Parlamentspräsident und 1926 Ministerpräsident der Republik Tannu-Tuwa wurde. Er wollte das Land eher in Richtung Theokratie bringen. „Denkt doch, wie viele Touristen kommen, wenn wir Klöster und Dalai Lamas und Yoga haben,“ versuchte er, die Menschen vom Sozialismus abzubringen.

Nein, der andere Lama.

Aber dummerweise fiel in seine Amtszeit ein herber Schlag. Die schwedische Autorin Astrid Lindgren hatte sich das Urheberrecht für „Taka-Tuka-Land“ gesichert und fand, dass Tannu-Tuwa-Land zum Verwechseln ähnlich klang. Sie erwirkte eine gerichtliche Verfügung beim Amtsgericht in Vimmerby. Weil der Ständige Internationale Gerichtshof erst 1922 seine Arbeit aufnehmen würde und in Tannu-Tuwa niemand Schwedisch sprach (der baltische Baron war ja hingerichtet worden), konnte sich die zentralasiatische Republik nicht wehren. Seit 1926 hieß sie deshalb Tuwinische Volksrepublik.

1929 wurde der Sowjetunion das religiöse und unsozialistische Treiben in der Tuwinischen Volksrepublik zu bunt. Das Politbüro überlegte, bis jemand auf die famose Idee kam: „Lasst es uns doch wie damals in Afghanistan machen!“ Gesagt, getan, Staatsstreich. Die Tuwinische Volksrepublik blieb formell unabhängig, wurde auch weiterhin von Tuwinen regiert, aber ab da war es eher ein sowjetischer Satellitenstaat. Aber immerhin auf der richtigen Seite, denn ab Juni 1941 kämpfte auch die tuwinische Armee auf Seiten der Alliierten gegen Nazi-Deutschland.

1944, nachdem klar war, wie der Zweite Weltkrieg ausgehen würde, stellte die Tuwinische Volksrepublik den Antrag auf Aufnahme in die Sowjetunion. Der wurde großzügig bewilligt. Zwei Wochen später wurden auf dem Gebiet von Tannu-Tuwa die ersten Uran-Vorkommen der Sowjetunion entdeckt. So ein Zufall aber auch.

Man lernt übrigens wahnsinnig viel über die Welt, wenn man Briefmarken sammelt. Als Kind war ich Philatelist, und ich glaube, ein breiter Grundstock meines geographischen, historischen und politischen Wissens geht darauf zurück. Allein anhand meiner kleinen Sammlung könnte ich zu einer Weltgeschichte ausholen.

Diese Briefmarken wurden zum Verkauf an internationale Sammler produziert. Deshalb die exotischen Formen und die exotisierende Darstellung von Nomaden. (Echte Briefmarken in einem sowjetischen Satellitenstaat würden technische Errungenschaften wie Traktoren und Satelliten zeigen. Deswegen heißen sie ja Satellitenstaaten.)

Und was machte dieses Tuwinien, als die Sowjetunion zerfiel? Na klar, es erklärte sich erneut für unabhängig. Tannu-tuwa-ta-ta-ta, ein neues Land betritt die Welt! Das bekam damals nur überhaupt niemand mit, weil die Welt im November 1991 mit dem Krieg in Jugoslawien, dem Krieg in Berg-Karabach, den Unabhängigkeitsbewegungen im Baltikum, dem Putschversuch gegen Gorbatschow und dem Krieg in Kuwait vollends beschäftigt war.

Etwas enttäuscht von dieser mangelnden Aufmerksamkeit überlegte Tuwinien es sich anders und schloss im März 1992 einen Föderationsvertrag mit Russland ab. Sicher ganz freiwillig. Man kennt ja Russland. Aber immerhin wurde ein Tuwiner russischer Verteidigungsminister. Jedenfalls ist die Republik Tuwa seither eine autonome Republik innerhalb der Russischen Föderation. Und das geographische Zentrum Asiens. Und wahrscheinlich immer noch enttäuscht von mangelnder Aufmerksamkeit.

Aber, liebe Tuwiner, spätestens wenn in Euer Land endlich die Eisenbahn fährt, die auf den Briefmarken schon vor 85 Jahren so groß- und breitspurig rumdampfte, dann schaue ich persönlich vorbei!

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Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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8 Antworten zu Vor hundert Jahren wurden Staaten gegründet, die niemand mehr kennt – August 1921: Baranya-Baja und Tannu-Tuwa

  1. Pingback: Vor hundert Jahren wurde Belgien zum kompliziertesten Land Europas – Juli 1921: Sprachgrenze zwischen Wallonie und Flandern | Der reisende Reporter

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  3. sinnlosreisen schreibt:

    Wieder ein extrem lehrreicher, spannender und unterhaltsamer Beitrag. Da ein Teil meiner Familie ungarisch ist, kann ich deine Einschätzung nur bestätigen. Die meisten Ungarn glauben bis heute, dass sie in einem viel zu kleinen Land leben. Meerzugang wäre eine Minimalforderung, am Besten Mittelmeer und Schwarzes Meer. Weltherrschaft wäre besser.
    Erstaunlich, dass Astrid Lindgren einen ganzen Staat verklagte…

    • Andreas Moser schreibt:

      Vielen Dank, sowohl für das Lob als auch den Einblick in die ungarischen Weltherrschaftspläne! Man muss hoffen, dass diese nie von einem Land mit so einer komplizierten Sprache wie Ungarisch errungen werden wird.

      Astrid Lindgren war übrigens mal die Sekretärin von Harry Söderman, dem schwedischen Kriminalisten, der während des Zweiten Weltkriegs einen Plan zur Verhaftung Hitlers ausheckte.
      Aus dem Plan wurde aber nichts.
      Wahrscheinlich aus Enttäuschung darüber erfand Astrid Lindgren ihre Märchen.

  4. Dirk Bindmann schreibt:

    Zumindest die Geschichte Tuwas kannte ich. Ich bin mal ein paar Wochen durch Tuwa gelaufen, ohne einen Menschen zu treffen. Es ist in jener Gegend also nicht zu wichtig, wer dort gerade regiert.

    • Andreas Moser schreibt:

      Die Geschichte würde mich interessieren! – Wenn du ein paar Fotos hast und ein paar Sätze schreiben willst, kann das auch gerne ein Gastbeitrag auf meinem Blog werden.

    • Dirk Bindmann schreibt:

      Für den Blog möchte ich dazu nichts schreiben. Die Geschichte passt eher ans Lagerfeuer. Nur kurz: Ich bin mal auf Ski durch Sibirien gelaufen. Ein Ziel war die Quelle des Großen Jenissei. Der entspringt im Östlichen Sajan an der tuwinischen Flanke des Pik Topografow. Die Gegend ist nahezu menschenleer. So menschenleer, dass man in den 1980er Jahren dort noch ein paar versteckte Raskolniki gefunden hat. Das sind Altgläubige, die seit Peter dem Großen von allen Zaren verfolgt wurden. Der Streit geht u. a. darum, dass die Raskolniki sich mit zwei Fingern bekreuzigen, die neumodischen Orthodoxen jedoch mit drei. In Tuwa wäre auch genügend Platz für Leute, die sich vor dem Staat nur mit dem Mittelfinger bekreuzigen.

    • Andreas Moser schreibt:

      WOW! Das ist wieder mal ein Beleg für meine These, dass die Leute, die die größten Abenteuer erlebt haben, am wenigsten darüber schreiben und podcasten und so Zeug.

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