Das Schlachtfeld von Waterloo, die Suche nach den Gebeinen und ein unerwartetes Abendmahl

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„Der kleine Napoleon möchte bitte auf Bahnsteig 2 abgeholt werden. Und zwar schnell, sonst legt er die ganze Stadt in Schutt und Asche!“

Erst als ich diese Durchsage höre und aus dem Zugfenster sehe, bemerke ich, was man sich schon immer hätte denken können: Dieses Waterloo, das in aller Munde und im kollektiven Gedächtnis der Menschheit herumwabert, ist ein realer Ort. Eine ganz normale, belgische Kleinstadt.

Übrigens: Der Name Waterloo ist niederländisch, Ihr müsst ihn also nicht Englisch aussprechen, nur weil ABBA ihn so verhunzt hat. Der Ort liegt allerdings auf der französischsprachigen Seite der inner-belgischen Sprachgrenze, so dass Ihr dort Französisch parlieren müsst. Aber Vorsicht, wenn Ihr mit dem Zug aus Brüssel anreist, denn die Strecke führt kurz über flämisches Gebiet. Zwischen den Stationen Linkebeek und De Hoek müsst Ihr Niederländisch sprechen. Englisch geht auch, aber nur, wenn Ihr keine Belgier seid. Deutsch ist hingegen verboten, weil Deutsch eine der belgischen Landessprachen ist, aber eben nur in einem anderen, separat dafür ausgewiesenen Landesteil. (Ja, Belgien ist wirklich so kompliziert.)

Ich reagiere zu langsam und steige daher erst an der nächsten Haltestelle aus: Braine-l’Alleud.

Das ist aber gar nicht so falsch, denn dort liegt das weltberühmte Schlachtfeld, der Acker der Ehre, die Flur der vaterländischen Verdammnis und die Scholle der Schande. Noch immer, mehr als zweihundert Jahre nach der verhängnisvollen Schlacht von 1815, ist der Boden blutdurchtränkt, die Wolken hängen tief, und der Himmel weint.

Also ganz normales Wetter für Belgien.

Warum man gerade hier die Schlacht des Jahrhunderts ansetzt, geht mir nicht ein. Aber Napoleon hatte ein Faible für deprimierende Orte: Borodino, Ulm, Austerlitz, Jena, Moskau, Landshut, Leipzig.

Kein Wunder, dass er sich dazwischen immer wieder auf eine abgelegenen Insel zurückzog, um Kraft zu tanken. (Von einem Reiseblogger erwartet Ihr jetzt zurecht Links auf Berichte von Elba und St. Helena. Aber da ich dort noch nicht war, verlinke ich stattdessen auf meinen Bericht von Caprera, wo eine andere große, streitlustige, aber dafür umso weniger streitbare Person der europäischen Geschichte ihre letzten Lebensjahre verbrachte.)

Wer Belgien kennt, dem ist bei den Fotos des Schlachtfeldes von Waterloo bereits etwas aufgefallen. Wer Belgien nicht kennt, dem ist nichts aufgefallen. Und gerade dieses Nichts ist, was mich stutzig macht.

Denn ganz Belgien ist übersäht mit Soldatenfriedhöfen und Massengräbern. Es gibt kein Dorf, das derer nicht zwei oder drei hat. Und auch zwischen den Dörfern, auf freier Flur, stolpert man bei jedem Spaziergang über Tausende von Toten.

Nur in Waterloo sehe ich kein einziges Grab. Dabei ist hier die bekannteste Schlacht der Welt geschlagen worden. Irgendwo müssten die 20.000 bis 50.000 Toten eigentlich hingekommen sein. Nicht zu vergessen die toten Pferde, Hunde und Militärkatzen.

Aber dazu später mehr, denn jetzt kommt – es wird das einzige freudige Ereignis dieses grauen Wintermonats bleiben – die Sonne heraus. Da ist der Löwenhügel, weithin sichtbar und von äußerst praktischem Nutzen bei einer Schlacht. Allerdings wurde er, wie das oft so ist bei großen Infrastrukturprojekten, erst zehn Jahre nach der Schlacht fertiggestellt. Irgendwelche Probleme mit der Baugenehmigung oder Arbeitskräftemangel, und schwupp, schon hat Napoleon die Schlacht verloren.

Obwohl ein bitterkalter Wind weht, schleppe ich mich für die verehrte Leserschaft alle 226 Stufen nach oben, um den Blick über relativ unspektakuläre Felder streifen zu lassen. Ich verstehe immer noch nicht, wieso man seine Armee nicht einfach um das Feld herumführt, wenn man weiß, dass hier die Feinde warten. Aber gut, ich war auch nicht auf der Militärakademie.

Und noch immer sehe ich keine Gräber. Nirgendwo.

Dafür gibt es einen Rundbau zu bestaunen, in dem ein 360-Grad-Panorama der Schlacht von Waterloo gezeigt wird. Auch das Gebäude an sich ist interessant, innen alles aus Holz, und die Treppen knarzen. Dazu spielt Schlachtenlärm, und ein paar sterbende Pappmachésoldaten halten sich entsetzt die Hände vor den Bauchschuss.

Diese Waterloo-Walhalla soll einen in die Zeit von 1815 versetzen, aber man fühlt sich doch eher wie 1911, als das Monumentalkunstwerk eröffnet wurde, als die Heroisierung von Schlachten und Soldaten noch en vogue war, und als niemand ahnen konnte, dass nur drei Jahre später das arme, kleine, unschuldige Belgien zu einem der Hauptschauplätze des Ersten Weltkriegs werden würde.

Mir ist mittlerweile eine Theorie eingefallen, warum man hier keine Gräber findet.

Haltet Euch fest: Ich glaube, die Schlacht von Waterloo hat gar nicht stattgefunden!

Vielmehr glaube ich, die Herren Napoleon, Wellington und Blücher hatten allesamt keine Lust aufs Kämpfen. Vor allem nicht bei so einem Sauwetter. Sie gingen in eine gemütliche belgische Bierkneipe (bestes Bier der Welt!) und spielten stattdessen Karten. Dabei verwettete Napoleon seinen Hut, verlor und musste sich zurückziehen. Als Ehrenmänner vereinbarten die drei Generäle aber natürlich, dass sie der Weltpresse die Geschichte einer enormen Schlacht auftischen würden. Als Freimaurer hielten sie ihr Wort bis zum Tod.

„Merde Mau-Mau!“

Als Beleg für diese These führe ich neben der Abwesenheit von Soldatengräbern rund um Waterloo die Tatsache an, dass sich Napoleons Hut im Deutschen Historischen Museum in Berlin befindet.

Im Museum in Braine-l’Alleud wird übrigens genau ein Skelett ausgestellt. Eine Schlacht mit angeblich Zigtausenden von Toten, und dann gibt es ein Skelett? Noch dazu eines ohne Namen. Selbst irgendwelche Bauernskelette, die vor 5000 Jahren über die Alpen gewandert sind, haben einen Namen.

Das Museum ist zudem ein unterirdisches, liegt also wie eine Tiefgarage unter dem Schlachtfeld. Das heißt, es muss dafür ziemlich viel gebuddelt und exkaviert worden sein. Und dabei hat man nur ein Skelett gefunden, das ganz stolz ausgestellt wird!

Ich meine, das sieht doch jeder ein, dass hier etwas faul ist. Oder?

Aber weil dies hier ein wissenschaftlich, akademisch, menschlich und intellektuell redlicher Blog mit strengem Ehrenkodex ist, will ich nicht verschweigen, dass die drei Historiker Bernard Wilkin, Robin Schäfer und Tony Pollard gerade eine andere Theorie veröffentlicht haben. Und die geht so:

Die Toten, sowohl Soldaten wie Tiere, wurden in den Tagen und Wochen nach der Schlacht im Juni 1815 auf dem Schlachtfeld vergraben. Und zwar von der örtlichen Bevölkerung, denn die überlebenden Armeeteile waren ja schon wieder weitergezogen; auf zu neuen Abenteuern. Ob die Menschen um Waterloo dazu gezwungen wurden, ob sie es aus Pietät taten, oder ob sie sich dachten „guter Dünger“, das ist unklar. Man muss aber auch bedenken, dass beim Soldatenvergraben Kleidungsstücke, Stiefel, Waffen, ja vielleicht sogar Tabak für die Totengräber abfallen, so dass sich die Arbeit durchaus lohnen kann.

Ab 1819, also vier Jahre nach der Schlacht, tauchten dann in den Zeitungen des europäischen Kontinents plötzlich massenweise Annoncen britischer Händler auf, die händeringend nach Knochen suchten. Sie verkündeten, dass sie alles Knochenmaterial aufkaufen würden, ohne Mengenbeschränkung und zu guten Preisen. Wegen der Nähe zu den Seehäfen wurden diese Anzeigen hauptsächlich in Norddeutschland, in den Niederlanden und in Frankreich geschaltet. (Belgien gab es damals noch nicht, das würde erst 1830 durch Abspaltung von den Niederlanden entstehen. Eigentlich gab es Deutschland auch noch nicht, um genau zu sein, aber Ihr kennt diese Flickenteppich-Karte ja selbst aus dem Schulunterricht.)

Das tolle am Knochenhandel war, dass er unreguliert war. Es gab keine Ausfuhrsteuern, keine Einfuhrsteuern, keine Zölle. Es gab nicht einmal EU-Richtlinien oder -Verordnungen, die den Handel mit Knochen regulierten. (Deshalb waren die Briten damals noch glücklich.) Insbesondere für die Armen auf dem Kontinent war das eine lukrative Einnahmequelle. (Mitlesende FDP-Politiker ärgern sich jetzt, diese Information zu spät für die Verhandlungen über die Reform des Bürgergeldes erhalten zu haben.)

Die Bauern um Waterloo fanden es zudem nur fair, die Knochenberge wieder auszugraben und zu Geld zu machen. Schließlich hatten ihnen diese verfluchten Armeen 1815 die ganze Ernte zertrampelt. Übrigens eine Tradition, die seither jedes Jahr im Juni wiederholt wird:

Wenn ich Landwirt in Waterloo wäre, ich glaube, ich würde mich unter diese Reenactment-Doldis mit ihren dicken Bäuchen, falschen Schnurrbärten und heimlich mitgeführten Handys mischen und ein paar von ihnen mit echtem Schrot und Korn über den Haufen knallen. Dann sehen sie mal, was Krieg ist.

Aber zurück zum Thema: Was zum Teufel wollten die Briten mit all den Knochen?

Dazu muss man wissen: Knochen enthalten Phosphat. Und Phosphat ist ein guter Dünger.

Jahrhundertelang hatten die Briten (und viele andere Völker) ihre Felder dadurch gedüngt, dass sie ihre Nachttöpfe auf dem Acker ausleerten, um das möglichst wenig unappetitlich zu beschreiben. Wer auf dem Land wohnt, kennt das ja, Gülle, Jauche, das ganze eklige Zeug. Nun ergab es sich aber zu jener Zeit, dass die Industrielle Revolution die Menschen in die Städte lockte. Die Landflucht führte nicht nur dazu, dass es teilweise an Arbeitern für die Bewirtschaftung der Felder mangelte, sondern eben auch an menschlichem Dünger.

Deshalb die panische Suche nach Knochenmaterial.

Natürlich wollten die Händler eigentlich Pferde-, Rinder- und Walfischknochen. Aber zur Not tut’s auch ein Preuße oder ein Franzose. So genau sieht niemand hin, und es wird ja sowieso alles zu Knochenmehl zermalmt.

Das ging ein paar Jahre gut. Aber wie das immer so ist bei neuen Geschäftsfeldern, bald kommt die Regulierung. Es wurden Ausfuhrzölle erlassen. Es wurden Gesundheitsschutzvorschriften erlassen, nach denen die Zwischenlagerung von Knochen in der Wohnung verboten war. Und schließlich wurde das Öffnen von Gräbern verboten. (Zumindest von europäischen Gräbern. In Ägypten durfte man natürlich weiter graben, was das Zeug hielt. Deshalb leiden wir noch immer unter dem Fluch des alten Tutanchamun.)

Die Briten wollten sich dieser Überregulierung aus Brüssel nicht beugen, und manchmal wundert mich selbst, welche Konstanten die Weltgeschichte für uns bereit hält. Zu allem Überfluss wurde dann auch noch ein besserer Dünger entdeckt, nämlich Salpeter. Der kam aus der Wüste in Chile, aus der Stadt Humberstone, die ich bereits für Euch besucht habe.

An dem Tag wäre ich übrigens fast verdurstet. Die Atacama-Wüste ist wirklich so trocken, wie man immer hört. Irgendwann bringt mich das noch um, dass ich immer alles selbst überprüfen will. So wie damals in Bolivien, als ich testen wollte, wie sich Höhenkrankheit anfühlt. Oder wie in Montenegro, wo ich in dunkle Schächte kletterte und in einem geheimen U-Boot-Hafen herauskam. Mal sehen, was mir für 2023 einfällt.

Aber zurück zu den Knochen. An die Stelle der britischen Landwirtschaft trat ab den 1830er Jahren die Zuckerindustrie als Großabnehmer für Skelette aller Art. Und jetzt wird es wirklich fantastisch, wie Politik, Kriege, Wirtschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft und überhaupt alles zusammenhängt. Deshalb macht Geschichte Spaß!

In Europa wurde ursprünglich kein Zucker produziert. Aller Zucker kam von den Zuckerrohrplantagen in der Karibik und aus anderen Kolonien, weswegen Zucker nicht nur schlecht für die Zähne, sondern auch verantwortlich für die Sklaverei ist. Im Rahmen der kleinen Auseinandersetzung, an deren Ende die Schlacht von Waterloo stand, verhängte Napoleon 1806 die sogenannte Kontinentalsperre, eine Wirtschaftsblockade gegen Großbritannien und dessen Kolonien. Importierter Rohrzucker wurde unerschwinglich teuer.

Dummerweise hatten sich die Menschen in Europa schon an Zucker gewöhnt. (Macht ja schließlich süchtig, dieses Teufelszeug.) Also gingen findige Forscher daran, ein Substitut zu finden. Die deutschen Lebensmittelchemiker Andreas Sigismund Marggraf, Franz Carl Achard und Carl Scheibler experimentierten mit verschiedenen Rüben und veredelten die Runkel- schließlich zur Zuckerrübe.

So wichtig war das!

Also wurden überall, wo es der gute Boden erlaubt, Zuckerrüben angebaut und zu Sirup gepresst. Um daraus den raffinierten weißen Zucker zu generieren, auf dem die verwöhnte Kundschaft besteht, muss man diesen jedoch filtern. Und diese Filterung geschieht mit, Ihr habt es schon geahnt, Knochenkohle. Die Zuckerindustrie benötigte massen- und tonnenweise Knochen, damit der Zucker rein und weiß aussieht.

Und diese Industrie boomte! Hier seht Ihr z.B. die Staatliche Belgische Zuckerraffinerie.

Huch, was sieht man da im Hintergrund?

Nein, das wird doch nicht der Löwenhügel vom Schlachtfeld bei Waterloo sein?! Die werden doch nicht die Zuckerfabrik genau neben das Schlachtfeld stellen! Da könnte ja fast jemand auf die Idee kommen, die würden die Knochen der dort Gefallenen verarbeiten.

Tja, wie Horaz schon sagte: „Süß ist es, fürs Vaterland zu sterben.“

Weil Belgien plötzlich so viel Zucker hatte, benötigte es Kakao, um daraus seine weltbekannte Schokoladen- und Pralinenindustrie aufzubauen. Wo gibt es Kakao? Genau, im Kongo! Wieder hängt alles mit allem zusammen, diesmal auf besonders tragische Weise. Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn die preußischen Ingenieure nicht mit Runkelrüben experimentiert hätten, dann wären den Kongolesen nicht die Hände abgehackt worden. Und darüber, warum die Kinderschokolade Kinderschokolade heißt, denkt man besser gar nicht nach.

Von der Völkerschlacht bei Leipzig, die noch mehr Todesopfer forderte als Waterloo, sind übrigens auch kaum Gebeine gefunden worden. Dafür betreibt die Südzucker AG im nahen Zeitz eine Zuckerfabrik. Und dieser Puderzucker auf dem Leipziger Stollen ist ja auch immer so schön fein und weiß…

Auf den Feldern von Waterloo wachsen, wie um die Theorie der Historikerkollegen zu bestätigen, noch immer Zuckerrüben.

Weil das Restaurant vor Ort zu teuer ist und weil mir das Museum schon die letzten Kröten aus der Tasche gezogen hat, ziehe ich zur Kompensation ein paar Rüben aus dem Acker. Den ganzen Rückweg freue ich mich, dass es zum Abendessen echte Waterloo-Schlachtfeld-Zuckerrüben mit Rückständen von Pulverdampf geben wird. Zuhause angekommen, fällt mir erst ein, dass ich gar nicht kochen kann.

Ich habe die Rüben dann einfach geschnipselt und in der Pfanne gebraten. Kann ich durchaus empfehlen. Napoléon appétit!

Und, was habt Ihr schon an Essbarem aus weltberühmten Schlachtfeldern gezogen? Spargel aus Stalingrad? Gurken aus Gettysburg? Thunfisch aus Trafalgar?

Praktische Tipps:

  • Es mag kontraintuitiv erscheinen, aber der Bahnhof Braine-l’Alleud ist näher am Schlachtfeld als der Bahnhof Waterloo. Von dort sind es nur wenige Kilometer zu Fuß. Oder Ihr nehmt vom Bahnhof den Bus mit dem „W“ (für Waterloo).
  • Das Schlachtfeld an sich ist offen und kostenlos zugänglich. Die Landwirte, die jetzt dort ihre Rüben an- oder abbauen, bitten nur darum, dass Ihr auf den Wegen bleibt.
  • Für das Museum, das Panorama und den Aussichtsberg hingegen muss man tief in die Tasche greifen: 17 Euro bzw. 16 Euro für Studenten. Ich fand das übertrieben.
  • Teuer sind auch die Restaurants vor Ort, also bringt besser eigenes Proviant mit.
  • Für absolute Napoleon-Fanatiker gibt es in der Wallonie eine 90 km lange Napoleon-Route, an der entlang etwa 150 Museen, Monumente und wichtige Orte aufgereiht sind. Auf so eine große Zahl kommt man aber wahrscheinlich nur, weil jeder Baumstumpf verzeichnet ist, auf dem Napoleon gerastet hat. (Wie bei Garibaldi in Italien.)

Links:

  • Weitere Berichte aus Belgien, diesem kleinen Land, das sich immer ins Zentrum der Weltgeschichte drängt.
  • Und noch mehr Geschichte.
  • Wenn Ihr lieber hört als lest, dann gibt es zu der Suche nach den verschwundenen Knochen Podcasts bei History Hit (auf Englisch) und beim Belgischen Rundfunk (auf Deutsch; aber das dürft Ihr nicht im flämisch- oder im französischsprachigen Teil Belgiens hören).
  • Und weil 16 Euro Eintritt für ein Museum schon ziemlich happig sind, freue ich mich über jegliche Unterstützung für diesen Blog! Dafür gibt es dann auch eine Postkarte vom nächsten Ausflug.

Über Andreas Moser

Travelling the world and writing about it. I have degrees in law and philosophy, but I'd much rather be a writer, a spy or a hobo.
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18 Antworten zu Das Schlachtfeld von Waterloo, die Suche nach den Gebeinen und ein unerwartetes Abendmahl

  1. Andreas Moser schreibt:

    Das sagt Twitter dazu:

  2. sinnlosreisen schreibt:

    Danke für die anschauliche Schilderung, ich werde nie wieder Leipziger Stollen essen. Gab es in Dresden auch ein Schlachtfeld?

  3. Pingback: Battlefield Tourism – Then and Now | The Happy Hermit

  4. Pingback: Schlachtfeldtourismus damals und heute | Der reisende Reporter

  5. Kasia schreibt:

    Als hätte ich es geahnt, hatte ich seit letztem Jahr beschlossen, soweit es geht auf Zucker zu verzichten… sollen die Toten doch weiterhin die Felder düngen, das ist mir irgendwie sympathischer 🙂

    • Andreas Moser schreibt:

      Na, so ein Zufall!
      Aber jetzt fällt der Verzicht hoffentlich etwas leichter.

      Das ist vielleicht so wie mit dem Vegetarier-Dasein. Man muss nur einen Film über Schlachthöfe ansehen, und schon wird man zum Vegetarier. Zumindest für ein paar Wochen… (Am längsten hat es bei mir mal für 3 Jahre angehalten, aber da war ich noch Teenager, da hat man ja noch Prinzipien und Werte.)

    • Kasia schreibt:

      Oh, der jugendliche Idealismus 🙂 Das mit dem Zucker ist so eine Sache: verzichtet man eine Zeit lang darauf, ist das Verlangen danach komplett weg. Großes Indianer-Ehrenwort. Auf Fleisch zu verzichten habe ich bisher nicht geschafft. Ich mag zwar Tiere, aber ich mag sie eben auch gewürzt… *hüstel*

    • Andreas Moser schreibt:

      Beim Fleisch war das ebenso: Es ist mir echt nie schwer gefallen, ich hatte mich sofort daran gewöhnt, und hatte überhaupt kein Verlangen mehr, dass ich unterdrücken müsste. Ich habe auch in den drei Jahren kein einziges Mal geschummelt.

      Aber dann kam der Döner auf, und es war einfach die günstigste Möglichkeit, satt zu werden. Andererseits, mittlerweile steigen sogar die Dönerpreise, also könnte ich auch wieder Vegetarier werden.

    • Kasia schreibt:

      Mir würde da auf Reisen etwas fehlen, mich bei der landestypischen Küche (die in vielen Ländern fleischlastig ist) einschränken zu müssen. Außerdem würde mich meine polnische Familie, wo bei meinen Besuchen jedes Mal Tonnen von Schweinefleisch auf dem Grill landen, wohl verstoßen und meine Knochen auf dem umliegenden Feld verstreuen. Auf das guter Zucker daraus werden möge… 🙂

    • Andreas Moser schreibt:

      Die erweiterte Familie war bei mir auch das größte Problem. Manche sahen es als höchstpersönliche Herausforderung an, mich doch zum Fleischverzehr zu verlocken. Und meine Oma glaubte ernsthaft, dass ich ohne Fleisch sterben würde. (Das war Anfang der 1990er Jahre, und man kannte noch nicht so viele Vegetarier.) Und ich aß ja auch keinen Fisch, das machte sie ganz kirre.
      Ich erklärte ihr immer, dass dann Hunderte Millionen Inder schon lange tot wären, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Oma überhaupt wusste, was oder wo Indien ist.

      Auf Reisen sage ich jetzt sogar manchmal, dass ich Vegetarier bin, obwohl ich es nicht bin, weil ich viele fleischbasierten Lebensmittel unappetitlich finde und immer Angst habe, Innereien oder Ochsenaugen oder Schafsköpfe vorgesetzt zu bekommen.
      In Südamerika war auch manchmal, nachdem ich durch den örtlichen Markt spaziert bin, freiwillig eine Woche lang Vegetarier. Was da alles rumhängt und ausblutet, das ist echt zum Abgewöhnen.

    • Kasia schreibt:

      Da darf man nicht so genau hinschauen… in Senegal hatten wir auf den Märkten Fleisch bei dreißig Grad am Haken hängen, voller Fliegen… trotzdem hatte ich abends alles brav gegessen, was die Karte hergab (Stefan hatte sich das schön geredet, indem er meinte: „Für die Restaurants beziehen sie das Fleisch bestimmt gekühlt…“ jaa, bestimmt). Es ist ein Kuriosum, dass ich kein einziges Mal Probleme oder gar eine tödliche Lebensmittelvergiftung bekam. Mein Glaube ist wohl groß 😉

      Aber was meine Familie betrifft, also die würden das schon irgendwie verstehen und so, aber… all diese großen, enttäuschten Augen, nee… 🙂

    • Andreas Moser schreibt:

      Ich hatte leider schon ein paar Probleme.
      Meine Lehre daraus: Am schlimmsten in südamerikanischen Ländern sind die dubiosen China-Nudel-Läden.

  6. Pingback: The Battlefield of Waterloo, Looking for the Bones, and a Surprising Supper | The Happy Hermit

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