Die Insel des Generals

2e92bfc3ff314105680c892740da9ee0-giuseppe-garibaldi-blouse-stylesIm November 1860 hätte Giuseppe Garibaldi alles haben können. Er hatte einen Feldzug mit weniger als tausend Mann begonnen, aber marschierte von Sieg zu Sieg. Er hatte Begeisterung entfacht für eine Idee, die bis dahin unrealistisch schien: ein vereintes Italien. Dafür war er zum Tode verurteilt worden, dafür war er geflohen, dafür hatte er Jahre im Exil verbracht, um jedes Mal wieder nach Italien zurückzukehren und zu kämpfen.

Ohne Garibaldi gäbe dieses Italien nicht, und ohne Garibaldi wäre Victor Emmanuel II. nicht König dieses Landes geworden.

Also fragte der König den General, was er sich als Belohnung für seine Lebensleistung wünschte. Einen Kabinettsposten? Die Herrschaft über eine Provinz? Ein Schloss? Einen Adelstitel?

„Gebt mir einen Sack Kartoffeln, damit ich eine Landwirtschaft beginnen kann“, antwortete der 53-Jährige, bestieg ein Boot und segelte nach Caprera, einer kleinen, eher unwirtlichen Insel nördlich von Sardinien.

Die Reise nach Caprera bietet viel Gelegenheit für Seekrankheit, denn zuerst muss man von Italien nach Sardinien, von Sardinien nach La Maddalena und zuletzt von La Maddalena nach Caprera. Immer kleiner werden die Inseln, und immer kleiner werden die Boote. Aber um für Euch herauszufinden, weshalb sich „die einzige uneingeschränkt bewundernswerte Person in der modernen Geschichte“ (so der Historiker Alan Taylor) auf eine Insel mit ein paar Pferden und Eseln zurückzog, muss ich den Weg auf mich nehmen.

Für das letzte Stück braucht man mittlerweile kein Boot mehr. Zwischen La Maddalena und Caprera wurde eine 600 Meter lange Straße gebaut, die durch eine Brücke von (kleinen) Booten durchquert werden kann. Gerade zischt ein ziviles Schnellboot hindurch und an dem ehemaligen Marinestützpunkt vorbei. Ich hingegen zische mit einem Fahrrad auf die Insel des Nationalhelden. Schließlich bin ich heute hauptsächlich unterwegs, um in der Geschichte des 19. Jahrhunderts zu stöbern, und halte ein vormodernes Fahrzeug daher für angebrachter.

Kiefern und ein paar Eukalyptusbäume spenden Schatten. Als Garibaldi nach Caprera zog, war die Insel fast vollkommen kahl, weil wie überall im Mittelmeer die rodenden Römer gewütet hatten. (Ein Glück, dass sie niemals den Amazonas entdeckten.) Jetzt spielt der Wind mit den Kiefern, ansonsten herrscht Stille. Nur wenige Vögel zwitschern.

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An einem Rastplatz trägt eine aus Holz gezimmerte Bar den Namen „il barono rosso“. Hoffentlich ist sie nicht benannt nach dem ebenfalls so bezeichneten Flieger aus dem Ersten Weltkrieg. Zwischen den Kiefern sind Hängematten gespannt.

Die Straße gabelt sich. Links geht es zum Garibaldi-Museum, rechts zur Garibaldi-Gedenkstätte. Erst einmal rechts. Je höher ich mich strample, desto niedriger werden die Kiefern, desto größer werden die Latschensträuche, desto weniger werden die Fußgänger. Auf dem Gipfel ist ein rifugio für müde Wanderer. Praktischerweise liegen eine Menge Kiefernzapfen zum Grillen herum. Warum findet man die größten und meisten Butzelkühe immer da, wo man wegen Waldbrandgefahr kein Feuer machen kann?

Vom Garibaldi-Komplex fällt die Aussicht auf ein Meer, das blauer ist als in der Karibik. Überhaupt kann sich die Karibik sparen, wer Sardinien schon kennt. (Und ja, ich habe die Mühe auf mich genommen, die Karibik persönlich zu erkunden, bevor ich diesen Ratschlag erteile.)

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Die Gedenkstätte ist in einer alten Festung, dem Forte Arbuticci, untergebracht, die bis zum Zweiten Weltkrieg in Gebrauch war und auf die jetzt ein im Vergleich dazu kleines Museum aufgepfropft wurde. Klein, aber fein. Das Museum ist modern, multimedial, informativ und interessant. Aber die meisten Informationen sind nur auf Italienisch. Insofern ist es gut, dass Ihr mich hingeschickt habt, der ich alles für Euch übersetze.

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Gut ist auch, dass ich allein unterwegs bin, denn in solch einem Museum lese ich alle Tafeln, studiere alle Karten und mache mir seitenweise Notizen. Die anderen Besucher rauschen durch, schauen ein paar Filmchen an, setzen sich ins Auto und düsen weiter. Ich kann hier Stunden verbringen. Vielleicht auch weil kein Auto, sondern nur ein Fahrrad und die heraufziehende Mittagshitze auf mich warten.

Ich gebe Euch mal die Zusammenfassung: Geburt in Nizza, Seefahrt, Reisen bis nach Russland, Aufstand in Piemont, Verurteilung zum Tod, Flucht über Marseille nach Südamerika, Revolution in Brasilien, Flottenkommando für Uruguay im Krieg gegen Argentinien, Rückkehr 1848 zur Revolution in Sizilien, Anführer der Revolutionsarmee, nach Scheitern der Revolution Flucht nach Tangier und New York, Reisen nach China, Australien, Peru, Chile, Schiffbruch, erneute Rückkehr nach Italien, Kämpfe in den Alpen, Befreiung Siziliens, Eroberung Neapels, Kampf gegen den Papst, Verwundung, Gefängnis, Kampf auf Seiten Frankreichs im Krieg gegen Preussen 1870/71.

Ein Leben wie ein Roman von Karl May.

Ach ja, im Alter schrieb Garibaldi selbst noch drei Romane.

Noch beeindruckender als das ganze Segeln und Schießen und Schlachten finde ich die politischen Ideen Garibaldis. Er setzte sich ein gegen die Todesstrafe, für das allgemeine Wahlrecht, für die Emanzipation der Frauen, für eine europäische Förderation, für die Selbstbestimmung der Völker auf dem Balkan, für die Abschaffung des Papsttums.

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Während des Bürgerkriegs in den USA verhandelten die Nordstaaten mit Garibaldi, dem zuerst ein Generalsrang, dann der Oberbefehl über die gesamten Truppen angeboten wurde. Aber Garibaldi machte zur Bedingung, dass der Krieg mit dem ausdrücklichen Ziel der Abschaffung der Sklaverei geführt würde. Dazu war Präsident Lincoln zu jenem Zeitpunkt noch nicht bereit.

„Held zweier Welten“ wurde Garibaldi genannt, weil er in Europa und in Amerika kämpfte. Wenn ihn jemand über die Lage im Kongo oder im Kaschmir informiert hätte, wäre er wahrscheinlich auch dorthin geeilt. Selbst Einheiten, die gar nichts mit Garibaldi zu tun hatten, benannten sich nach ihm, wie die Garibaldi Guard im US-amerikanischen Bürgerkrieg, das Garibaldi-Bataillon im spanischen Bürgerkrieg, die kommunistischen Garibaldi-Brigaden in Italien während des Zweiten Weltkriegs und die Garibaldi-Partisanendivision in Jugoslawien.

toscano-garibaldiNach ein paar Stunden weiß ich jetzt also bis ins privateste Detail, wer dieser Garibaldi war, von dem es überall in Italien Hunderte von Statuen und Gedenktafeln gibt. Jedes Dorf hat mindestens eine Garibaldi-Straße und einen Garibaldi-Park. Das beste Denkmal sind meiner Meinung nach aber die Garibaldi-Zigarren von Toscano, die es zum Glück ebenfalls in fast jedem Dorf gibt. Und nicht einmal teuer. Aber ich schweife schon wieder schmauchend ab, obwohl der Leser wünscht, dass ich stattdessen meinen Blick von der Festung über die Insel schweifen lasse.

Caprera ist eher karg. Steinig. Windig. Die Kiefern, die jetzt die Insel schmücken, wurden erst von Garibaldi angepflanzt. Er selbst hatte also noch nicht viel davon. Eine schöne Küste zum Wandern, aber für den Lebensabend? Da muss einer die Menschheit schon ziemlich satt gehabt haben.

Die Dame von der Gedenkstätte empfiehlt mir einen Weg zurück, aber auf der Landkarte habe ich schon eine Abkürzung entdeckt: einen Wanderweg, den man laut Schild auch mit Fahrrad oder zu Pferd beschreiten darf. Vorbei an militärischem Sperrgebiet und Ferienanlagen. Beides ist verlassen. Die Gebäude verfallen, in den Ferienanlagen sind ein paar Plastikstühle umgestürzt, es sieht so aus, wie wenn seit Monaten niemand hier war. Sehr gespenstisch.

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Gerade im Süden Italiens habe ich nie kapiert, wieso sich der Tourismus auf zwei Monate im Sommer beschränkt und im Rest des Jahres fast alles leer steht. Ich bin im Mai unterwegs, es ist warm, sogar schon heiß, aber meine italienischen Freunde sind ganz entsetzt: „Niemand fährt jetzt nach Sardinien! Wir fahren da alle erst im August hin.“ Auch Familien ohne Kinder, die von den Sommerferien unabhängig wären, fahren alle pünktlich zum 15. August eines jeden Jahres los, am liebsten in die schon seit Jahrzehnten gleiche Ferienwohnung am gleichen Ort. Die Schwiegereltern mieten die Ferienwohnung nebenan, und man trifft sich jeden Tag zum Mittagessen mit den Menschen, die man schon von zuhause kennt. Individualismus scheint in Italien keinen hohen Stellenwert zu haben. Auch deshalb ist es nicht ganz das richtige Land für mich.

Aber heute bin ich allein und frei wie ein Revolutionär.

Obwohl ich mich nach dem Besuch der Gedenkstätte schon sehr gut informiert fühle, radle ich als nächstes zum Museum, das im ehemaligen Wohnhaus Garibaldis untergebracht ist. Es zieren eine Lokomotive, ein Fass für die Weinproduktion, landwirtschaftliche Produktionsmittel, eine Mühle und Sicheln. Wie ein kleines Heimatmuseum sieht es aus.

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Im Wohnhaus stehen eine Kutsche und ein kleines Piano und hängen vier Säbel, fünf Bajonette, Gemälde, Landkarten, neun Musketen. Bequem und stilvoll, aber nicht prunkvoll. Das beste ist der Ausblick durch die hohen Fenster. Der Wind kühlt die Räume. Im Kinderzimmer stehen die gleichen Betten wie im Schlafzimmer der Erwachsenen. Egalität!

Zwei Museumswärter passen auf, dass ich im Haus keine Fotos mache.

Im Raum, in dem Garibaldi starb, stehen gepolsterte Krücken und Medizin neben dem Bett. Vom Sterbebett aus blickt man auf das nahe Korsika. Kalender und Uhr zeigen den 2. Juni 1882 um 6:20 Uhr an.

Die Führung strebt jetzt konsequenterweise zum Grabstein im Garten, wo man wieder fotografieren darf. Auch hier ist Schlichtheit angesagt. Der General wünschte keinen Firlefanz. Seine Frau und Kinder haben wenigstens geschliffene Grabsteine mit Inschriften, Garibaldi hat sich unter einem unbehauenen Granitbrocken zur ewigen Ruhe gelegt.

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Und das war’s auch schon. Die Besuchergruppe wurde regelrecht durch das Haus gejagt. Bei der Gedenkstätte habe ich wesentlich mehr erfahren als im Museum, und das in entspannterer Atmosphäre.

Nachdem ich im Weißen Haus Garibaldis nicht so lange verweilen durfte, wie ich dem Ort gerne Ehre erwiesen hätte, weite ich meine Fahrradtour um die Insel aus. Bis ganz zur Südspitze Capreras komme ich über hügelige Straßen und Wege, und das letzte Stück zu Fuß. Eine Bucht ist schöner als die andere. Manche mit Sandstrand,

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andere mit Felsen,

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aber fast alle menschenleer.

Endlich finde ich ein schattiges Plätzchen für ein Picknick. Etwas schüchtern stupst mich plötzlich von hinten jemand an: ein Schwein.

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Da Garibaldi angeblich Tierfreund und Vegetarier war, lasse ich es leben. Ausserdem ist es ruhig und freundlich, passend zur Insel und zum ganzen Tag.

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Praktische Hinweise:

  • Nach Caprera geht kein Flugzeug und kein regelmäßiger Schiffsverkehr. Ihr müsst also von Sardinien mit der Fähre von Palau nach La Maddalena fahren. Die Fähre geht fast jede Stunde und kostet 9 Euro hin und zurück.
  • Nach Palau kommt man mit dem Zug aus jeder größeren Stadt Sardiniens.
  • Unterkünfte findet man in La Maddalena außerhalb der Sommersaison problemlos.
  • Überhaupt sollte man nicht gerade im Juli und August nach Sardinien fahren: überfüllt, ausgebucht, zu teuer und zu heiß. Ich war im Mai, und es war perfekt.
  • Beide Inseln sind wunderbar zum Wandern und Radfahren, wobei man zu Fuß näher an der Küste entlang gehen kann.
  • Ein gutes Fahrrad kostete 10 Euro pro Tag, aber für zwei Tage bekam ich es für 15 Euro. Der Laden an der Via Amendola (gleich gegenüber dem Fährhafen) vermietet auch Vespas und Quads. Telefon 0789-737606, E-Mail mgmega@tiscali.it. Es gibt ein paar Hügel auf der Insel, aber nichts, was man mit dem Fahrrad nicht überwinden könnte.
  • Angeblich gibt es auf La Maddalena einen Bus, der auch nach Caprera fährt. Da viele Besucher von La Maddalena nach Caprera fahren, dürfte es auch kein Problem darstellen, per Anhalter hin und zurück zu kommen.
  • Das kombinierte Ticket für beide Museen auf Caprera kostet 10 Euro bzw. 5 Euro für 18-25-Jährige. Wie so oft in Italien ist der Eintritt für Jugendliche und für Senioren (ab 65 Jahren) kostenlos.
  • Die Gedenkstätte ist nur von Donnerstg bis Sonntag und nur von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Das Wohnhaus Garibaldis hat von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 20 Uhr offen.
  • Sonnencreme und Hut nicht vergessen! Insbesondere auf La Maddalena gibt es kaum Bäume und kaum Schatten.
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Die deutsch-türkischen Beziehungen waren schon einmal besser

Das lief für das Osmanische Reich aber auch nicht so gut. Eine Allianz mit Großbritannien, Frankreich und Russland wäre möglicherweise besser gewesen.

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So ärgert man Sprachstudenten

Eine Freundin gab mal wieder an: „Ich mache Fortschritte mit meinem Portugiesisch. Ich bin schon auf A2-Niveau.“

Ich: „Studierst Du Nord- oder Südportugiesisch?“

Sie: „??“

Ich spreche ein paar Sätze auf Rumänisch und frage: „Hast Du das verstanden?“

Sie (unsicher): „Nein.“

Ich: „Dann studierst Du wohl Nordportugiesisch. Die beiden Sprachen sind vollkommen verschieden voneinander.“

(Read this in English.)

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Die Terroristen langweilen mich

Schon wieder ein Terroranschlag.

Ich lese kurz wo (Barcelona) und wie (mit einem Auto in die Menschenmenge). Auf den Ramblas, dort war ich schon, bin spazieren gegangen, habe gegessen, Zeitung gelesen.

Das sollte mich also berühren, Erinnerungen wachrufen, Sorge um meine Freunde in Barcelona wecken.

Tut es aber nicht. Ich schalte nicht einmal CNN ein, sehe mir am Abend die Nachrichten nicht an, sondern arbeite weiter, esse zu Abend, gehe spazieren, lese ein Buch. Ein ganz normaler Abend. Ein Abend mit mindestens 12 Toten.

Immer wieder liest man, dass wir schon abgestumpft seien gegen Terroranschläge. „Abgestumpft“, das hört sich so gefühllos an. Ich würde lieber „immun“ dazu sagen. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, ist mein Gefühl ein anderes. Ich bin weder abgestumpft noch immun, ich bin einfach gelangweilt.

Der Terrorismus terrorisiert mich nicht. Schon lange nicht mehr. Er langweilt mich nur noch. Ich verspüre überhaupt keine Angst, nicht in Großstädten, nicht im Flugzeug, nicht auf Bahnhöfen und nicht in der Fußgängerzone. Ich verspüre nicht einmal unmittelbar nach einem Terroranschlag Angst. Allenfalls sind die Bomben und Messerangriffe lästig, so wie ein Platzregen, ein Stau oder ein Stromausfall. Man weiß, dass es wieder vorbeigeht und dass es irgendwann wieder passiert und so weiter.

Dass mir die Terroranschläge der letzten Jahre nicht einmal mehr ein Gähnen entlocken, liegt nicht nur an der Frequenz, sondern auch an den Methoden. Schon 2013 hatte ich darauf hingewiesen, dass sich Terroristen fortan hauptsächlich auf den stehenden und fließenden Autoverkehr konzentrieren würden. Aber die Terrorjünger wurden noch einfallsloser als Hollywood mit seinen ständigen Fortsetzungen. Autos auf den Gehsteig oder in eine Menschenmenge fahren? Das kann jeder Tattergreis, dem der Führerschein abgenommen hätte werden sollen. Und jedes Wochenende sterben Menschen im Straßenverkehr, ganz ohne Terroreinwirkung, das ist nun wirklich nichts besonderes. Messerattacken? Gibt es in jedem Horrorfilm. Menschen zahlen, um sich das anzusehen. Selbst die Bombe im Rucksack ist so etwas von altbacken, und oft geht nur der Anfängerattentäter selbst drauf.

Sogar der verblendetste Terrorist muss doch merken, dass er damit nicht mehr als einmal in die Tagesschau kommt. Am nächsten Tag geht es schon wieder um Eisbärbabies, um Doping und sogar um die FDP.

Liebe Terroristinnen und Terroristen, Ihr macht Euch lächerlich mit diesem stümperhaften Möchtegernterrorismus. Manche Abiturscherze und Fußballertätowierungen jagen der Bevölkerung mehr Schreck ein als Ihr mit Euren Messerchen und Bömbchen und Wägelchen. Auch Eure Zielauswahl könnte kaum kleinbürgerlich-spießiger sein: Weihnachtsmärkte, Fußgängerzonen und Supermärkte. Die wirklich coolen Leute erreicht Ihr so nicht mit Eurer Message. Nehmt Euch doch mal ein paar Jahre Auszeit, um wieder etwas richtig großes zu planen. Vielleicht zwei Kreuzfahrtschiffe kapern und sie aufeinander zurasen lassen. Alle Facebook– und Instagram-Profile löschen. Einen Virus entwickeln, mit dem sich Katzen in aggressive Monster verwandeln. Den Mond sprengen. Habt Ihr denn gar keine Träume?

Aber genauso langweilig wie die Terroristen sind die Reaktionen. Die sind auch jedes Mal die gleichen.

Politiker werden neue Gesetze zur Überwachung der Telekommunikation fordern, die anscheinend nicht hilft. Oder mehr Videokameras, die schon logischerweise keine Anschläge von Menschen verhindern, die ins Fernsehen wollen.

„Jetzt muss sich alles ändern“, wird man allenthalben hören, und wenn man nachfragt, wird man genau die gleichen Meinungen und Forderungen hören, die derjenige schon vor dem Terroranschlag hatte.

Überhaupt habe ich den Eindruck, dass kaum jemand aufgrund von Terroranschlägen sein Leben ändert. Wer generell ängstlich ist, hat halt einen Grund mehr, ängstlich zu sein, zusätzlich zu Kriminalität, Straßenverkehr, Unwetter, Seuchen, Mücken, Zecken, Schlangen, Glatteis, Bären und den Bolschewisten. Und wer generell optimistisch ist, glaubt nicht, dass der Al-Qaida-Kurierfahrer gerade ihn oder sie umnietet. Aber es scheint mir nicht so zu sein, dass weniger Menschen auf den Straßen sind. Selbst nach den wirklich schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 sank die Zahl der Flugpassagiere nur kurzzeitig, und das wahrscheinlich mehr wegen der lästigen Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen.

Auch findet sich immer irgendein Überdramatiker, der den Satz „das ist Krieg“ herausposaunt. Nein, ein Terroranschlag ist ein Verbrechen, eine Straftat, aber kein Krieg. Krieg ist monate- oder jahrelanges Kämpfen, Töten, Bombardieren, Hungern und Sterben in einem ganzen Land oder Landesteil. In Barcelona werden spätestens übermorgen auf den Ramblas Touristen ihre Selfies machen und die Menschen von den kleinen Tapas-Tellern nicht satt werden. Krieg sieht anders aus.

Terrorismus als das zu betrachten, was es ist, nämlich eine Straftat, hilft zu erkennen, dass er zum Leben dazu gehört. Leider. Genauso wie es immer Mord, Raub, Diebstahl, Betrug und Vergewaltigungen geben wird. Auch dagegen hatten wir schon immer Gesetze und Telefonüberwachung und Videokameras. Natürlich wollen wir so viele Taten wie möglich verhindern, so viele Opfer wie möglich schützen, aber niemand würde ernsthaft erwarten, dass die Mordrate oder die Zahl der Vergewaltigungen in Deutschland auf Null sinken kann. Wer das verspräche, würde (hoffentlich) nicht ernst genommen. Beim Terrorismus kann es nicht anders sein.

Schließlich hört man noch nach jedem Terroranschlag: „Oje, oje, die Welt wird immer schlechter/gefährlicher/schlimmer“, komischerweise gerade von älteren Menschen, die es eigentlich besser wissen müssten.

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Es hilft zwar jetzt niemandem, wenn wir Alten daran erinnern, dass man früher in Irland bei Beerdigungen erschossen wurde

oder dass in den 1970er Jahren Flugzeugentführungen fast an der Tagesordnung waren.

Aber zu wissen, dass wir das damals auch überlebt haben, hilft vielleicht, zu erkennen, dass die Apokalypse nicht gleich um die Ecke kommt, nur weil ein paar Psychopaten groß rauskommen wollen.

(To the English version of this article.)

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Ein Auto! Wofür? Egal!

Zwei Freunde unterhielten sich über ihre Autos. Um die Daten, die beim ersten Auto in der Jugend (und schon lange vorher beim Quartettspielen) wichtig waren – PS, Zylinder, Hubraum, Höchstgeschwindigkeit – ging es dabei weniger. Anscheinend nimmt mit zunehmendem Alter und Bauchumfang das Interesse an der Ingenieurskunst ab und an der Innenausstattung zu.

„Wenn Du einmal eine Sitzheizung gehabt hast, willst Du nie mehr ohne fahren.“

„Die Einparkhilfe ist schon genial.“

„Ich würde ihn eigentlich gerne weiter fahren, aber bald läuft der 2-Jahres-Leasingvertrag aus.“

„Beim nächsten Mal hole ich mir eine Lenkradheizung.“

„Meine Frau hätte gerne einen größeren.“

„Da bekomme ich sechs Kisten Bier in den Kofferraum.“

„Man weiß nie, wann man die Anhängerkupplung mal braucht.“

Ich selbst habe schon seit 10 Jahren kein Auto mehr, wollte mich aber in die Unterhaltung einbringen. Also stellte ich die für ein Automobil eigentlich naheliegende Frage: „Und wohin fahrt Ihr so mit Euren Autos?“

Die beiden starrten mich an, wie wenn ich etwas Blödes gefragt hätte. Fast wollte ich nachfragen: „Dafür sind Autos doch da, oder? Zum Fahren!“

„Naja“, brachte der eine langsam hervor, und es war offensichtlich, dass er die Frage zum ersten Mal bedachte, „überall wo ich hin muss.“ Der andere überlegte noch immer, wie meine Frage gemeint war.

„Und konkret?“ fragte ich nach, aufrichtig neugierig, zu erfahren, wie weit man mit 185 PS, 220 km/h und Sitzheizung kommt.

„Zum Einkaufen, zur Arbeit, überall hin halt.“ Er klang schon etwas unwirsch, aber eine Investition im Wert von über 33.000 Euro rechtfertigte meiner Meinung nach eine weitere Nachfrage.

„Und was war die weiteste Strecke, die Du je damit gefahren bist?“

„Die weiteste Strecke?“ Er musste überlegen, wahrscheinlich im Kopf seine Reisen nach Norwegen und Portugal, über die Alpen und den Ural durchgehen und die im Allradwagen zurückgelegten Kilometer abzählen. Schließlich fiel es ihm ein: „Letztes Jahr bin ich mal zu einem Konzert nach Regensburg gefahren.“

„Wow“, entfuhr es mir anerkennend. Der Reaktion entnahm ich, dass Audi und Chrysler noch keine Ironiedetektoren im Angebot hatten.

Meine beiden Freunde mussten dringend weiter. Zur Arbeit, um mehr Geld zu verdienen, um sich bald ein noch größeres und teureres Auto zu kaufen. Das nächste wird dann schwimmfähig sein oder über eine Raketenabwehr verfügen. Für den Weg zur Arbeit oder zum Aldi (wer mit Blech protzen will, muss beim Essen sparen).

Ich glaube, die meisten Autos sind traurig über ihr erzwungen langweiliges Leben. Wenn ich doch mal die Hand an ein Automobil bekomme, biete ich ihm wenigstens eine besondere Herausforderung:

(Dieser Artikel erschien auch im Freitag.)

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Kauft mehr Salpeter!

In dem Artikel über Humberstone hatte ich schon zwei deutschsprachige Werbeträger abgebildet, die ich im dortigen Museum vorfand.

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Sie waren nicht datiert, stammen aber wohl aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Dass Chile-Salpeter „im Austausch gegen deutsche Waren“ geliefert wurde, deutet auf Zahlungsschwierigkeiten Deutschlands hin. Die jugendlichen Leser werden sich nicht daran erinnern, aber lange bevor der Euro kam, war auch Deutschland mal so richtig abgebrannt – finanziell, moralisch und ganz wörtlich genommen.

Mir gefallen die grafische Gestaltung und Typographie solcher leicht aus der Zeit geratenen Reklame. Interessant ist auch die sprachliche Vielfalt, von Niederländisch bis Arabisch. Globalisierung ist also keineswegs neu.

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Die indischen Kunden bekamen sogar ein bebildertes Gleichnis. Links ist die Familie, die ihr Feld mit Salpeter behandelt hat und dafür eine fette Tabakernte, eine fette Kuh und eine fette Geldschatulle bekommt. Rechts ist die Familie, die auf biologische Landwirtschaft setzt und dafür hungert. Ausserdem fällt ihr Haus fast um, und die Frau kann sich keinen Schmuck leisten.

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Überhaupt war Werbung mit Tabak damals noch nicht verpönt.

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Es überwiegen Informationen oder naturalistische Darstellungen von Saat, Ernte und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Aber teilweise bediente man sich auch damals schon Zeichnungen attraktiver Damen, die mit dem Produkt überhaupt nichts zu tun hatten. Wenig kreative Werbegrafiker verwenden auch heute noch diese Methode, um Autos und Kettensägen zu verkaufen.

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Das funktioniert allerdings nicht in allen Kulturkreisen. Insbesondere deutsche Kunden wollen Zahlen, Tabellen und Statistiken. Die Delegation der Vereinigten Salpeterproduzenten in Berlin-Charlottenburg gab dieses Plakat heraus, das die dank Chile-Salpeter erheblich gesteigerte Apfelausbeute darstellte.

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Diese Infografik, wie man sie heute nennen würde, zeigt dass die Reklame bis mindestens an den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgeht.

Ganz modern hingegen war der folgenden Werbeträger für Landwirte in den Niederlanden: eine Schallplatte. Gespickt mit Informationen und Statistiken war dies der Vorläufer des heutigen Infomercials.

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„34 Tage – 33 Nächte“ von Andreas Altmann

Von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld, wie es im Untertitel des Buches heißt, das klingt vielversprechend. Ich wandere gerne, und Abenteuer, die sich ohne Geld bestreiten lassen, sind mir die liebsten.

produkt-5738Wer mehr als einen Monat ohne Geld unterwegs ist, kann das entweder durch Vorbereitung und Geschick wettmachen, Pilze sammeln, für Speis und Trank arbeiten, bei Freunden und Fremden übernachten oder betteln. Andreas Altmann entschied sich fürs Betteln.

Nun gut, 2004 war es noch nicht so leicht, übers Internet freundliche und hilfsbereite Couchsurfing-Gastgeber zu finden. Und dass er nicht über die Fähigkeiten von Rüdiger Nehberg verfügt, gibt Altmann freimütig zu. Man könnte also Verständnis fürs Betteln haben. Wenn der Autor nicht selbst erwähnen würde, dass er für das Projekt schon den Vorschuss eines Verlags kassiert hat. Da geht also jemand, der gar nicht arm ist, bezahlt von Paris nach Berlin und tut so, wie wenn er arm wäre. Das ist schäbig.

Unverschämt wird es durch die Anspruchshaltung, mit der er dies tut. Altmann porträtiert sich als von allen bürgerlichen Zwängen befreiter Landstreicher, dem die fetten Spießer gefälligst etwas abzugeben haben. Dass die meisten Menschen, denen er begegnet, nicht wie er Vorschüsse für noch nicht erbrachte Arbeit erhalten, kommt ihm gar nicht in den Sinn. Wenn sich Altmann mit einem „echten“ Obdachlosen gleichsetzt, wird es unverfroren:

Einer bettelt, weil er es bitter nötig hat. Und einer bettelt, weil er dafür bezahlt wird. Von seinem Verleger. Die Motive sind verschieden, die aktuelle Wirklichkeit ist die absolut gleiche: Wir beide hungern (…) Dem Hunger des einen wie dem Hunger des anderen ist es völlig egal, wie es zu dem beißenden Gefühl kam.

Nein, das ist nicht das gleiche. Der eine hungert seit Jahren jeden Tag und ahnt, dass sich sein Leben nicht mehr ändern wird. Der andere weiß, dass nach einem Monat alles vorbei ist und dass er notfalls jemanden anrufen kann, der ihm Geld schickt. Damit wäre zwar das Selbstexperiment gescheitert, aber am selben Abend läge er in einem bequemen Bett und könnte sich ein Steak reinziehen. Auch psychologisch dürfte ein Unterschied bestehen zwischen einem wirklich verzweifelten Bittsteller und einem Schauspieler/Autor, der schon ein Dutzend Bücher veröffentlicht hat und darauf hofft, dass mehr Hunger zu besseren Geschichten führt.

Zugute halten kann man dem Autor, dass er von dem Vorschuss anscheinend tatsächlich keinen Euro mitgenommen hat, denn schon in Paris fängt die Bettelei an. Mitgenommen hat der Kapitalismuskritiker dafür einen Schlafsack, eine Kamera, einen Schrittzähler, ein Radio, Bücher, einen Kompass, eine Buddhastatue, Zigarillos und Pefferspray. Mit solch einem Sammelsurium im Rucksack verliert man eigentlich jede Berechtigung, andere Wohlstandsmerkmale wie Autos, Häuser und Gartenzäune als spießig zu brandmarken.

Apropos Autos, ich mag sie auch nicht. Grundsätzlich und erst recht nicht beim Wandern. Aber wer so dämlich ist, von Paris nach Berlin auf Landes- und Bundesstraßen zu wandern, dem ist nicht zu helfen. Altmann begründet diese Entscheidung wie folgt:

Jetzt ist Erntezeit, jeder Bauer würde mich auf die Mistgabel spießen, wenn ich seinen Weizen niedertrampelte. Zudem kenne ich mich auf dem Land nicht aus, wüsste nicht, wie mich ohne GPS exakt positionieren.

Tja, gegen das Weizenniedertrampeln gibt es so praktische Dinge zwischen den Feldern und in den Wäldern: Wege. Und für die Orientierung gibt es Schilder, Landkarten und Menschen, die man fragen kann.

Auf dem Land gäbe es sogar mal Obst und Früchte. Aber Altmann geht lieber in Bäckereien, Metzgereien und Cafés. Bedienungen, die ihm nichts abgeben, werden schon mal als „Kuh“ bezeichnet. Wenn Altmann persönlich genauso unsympathisch rüberkommt wie im Buch, wundert es mich nicht, dass er manchmal abblitzt.

Zwei Aspekte sind dennoch interessant an dem Buch: Man bekommt einen Eindruck davon, wie unterschiedlich Hilfsbereitschaft ausgeprägt ist. Unter Franzosen und Deutschen, unter Frauen und Männern, unter Jungen und Alten, unter Yuppies im Porsche und Rentnerinnen gibt es hilfsbereite und freundliche Menschen. Und genauso das Gegenteil. Einen bestimmten Typ gibt es nicht. Die besten Passagen sind die, in denen Altmann mit Menschen ins Gespräch kommt. Hier wird selbst der Autor kurz sympathisch, denn immer wenn er sich mit jemandem verquatscht, den er interessant oder beeindruckend findet, vergisst er doch glatt, ihn anzubetteln.

Ich bringe es nicht übers Herz, ihn um Geld anzupumpen. Will diesen Augenblick des Einverständnisses zwischen uns nicht belasten, ihm nicht das Gefühl vermitteln, dass ich nur zuhöre, um anschließend etwas einzufordern.

Wesentlich mehr dieser durchaus interessanten Geschichten von Zufallsbekanntschaften könnte man aber wahrscheinlich ernten, wenn man sich Menschen nicht ungewaschen und bettelnd in den Weg stellt.

Zu weiten Teilen ist das Buch eine Aufzählung von Orten, Cafés, Bettelei, Brot, Käse, Abblitzen, mehr Kilometer, Ausruhen, Hunger, Obdachlosenunterkunft und am nächsten Tag das gleiche. Es liest sich wie unredigierte Tagebucheinträge, wie Spreu und Weizen, die noch nicht voneinander getrennt wurden. Altmann wird nicht müde, über materialistische Spießbürger herzuziehen, aber bei ihm dreht sich alles ums Schlafen, Essen und Geld. Dieser Widerspruch wird dem Autor nicht einmal bewusst.

Zudem leidet das Buch an einem Glaubwürdigkeitsproblem. Um seine angebliche Hilfsbedürftigkeit zu rechtfertigen, scheut Altmann nicht davor zurück, zu lügen. Geschichten von Familienzwist, überstandenen Operationen u.s.w. sollen die Opfer gefügig machen, nähren aber nur Zweifel daran, wie ehrlich der Autor mit uns Lesern ist.

Das Projekt an sich finde ich aber ganz interessant. Deshalb habe ich Deutschland umsonst von Michael Holzach und  Deutschland umsonst reloaded von Harald Braun auf meiner Wunschliste. Hoffentlich sind sie besser.

(Diese Rezension erschien auch im Freitag.)

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