Wie gefährlich ist Wandern in Israel?

Die Frage ist einfach zu beantworten: Überhaupt nicht gefährlich.

Aber anscheinend bin ich nicht der Einzige, dem sie ständig gestellt wird, denn die Wikitravel-Seite über den Fernwanderweg Israel National Trail besagt ausdrücklich:

Das Tragen einer Waffe ist vollkommen unnötig.

Dieser Wanderer, den ich in Jerusalem sah, war mit Stock und Pistole also ein bißchen übertrieben ausgestattet.

hiker with gun

Ich bin mal den Jesus-Pfad im Norden Israels gewandert, vier Tage von Nazareth nach Kapernaum am See Genezareth, und es war überhaupt nicht gefährlich. Dabei fällt mir ein, dass ich mir mal ein paar Tage freinehmen muss, um den Artikel über diese Viertageswanderung zu schreiben und veröffentlichen.

Ich nehme an, dass der Teil des Israel National Trail, der durch die Negev-Wüste geht, gefährlich sein kann, wenn man nicht genug Wasser und keinen coolen Wanderhut hat. Aber das ist komischerweise nicht, was Menschen im Kopf haben, wenn sie fragen „Aber ist Israel nicht gefährlich?“

Wenn ich darüber nachdenke, bekomme ich tatsächlich Lust, den Israel National Trail zu wandern. Die ganze Strecke vom Golan bis zum Roten Meer ist nur etwa 1000 km lang, das wäre in ein paar Monaten zu schaffen.

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„Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

jeder-stirbt-fuer-sich-alleinWenn ein Roman 62 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung ein Weltbestseller wird, dann macht das neugierig. Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada erschien in Deutschland schon 1947, aber ich wurde auf das Buch erst 2009 aufmerksam, als es unter dem Titel Alone in Berlin in jedem Buchladen in London stapelweise auslag und das meistgelesenste Buch in der dortigen U-Bahn war. Der Roman erzählt die auf Tatsachen basierende Geschichte eines einfachen deutschen Ehepaares und ihres Widerstands gegen die Nazis.

Ich könnte diese Rezension kurz halten: Das Buch hat 600 Seiten, und nach ein paar Abenden hatte ich es ausgelesen. Bis weit nach Mitternacht hielt es mich wach und gefesselt, wie es nur ein spannender Thriller vermag.

Aber Jeder stirbt für sich allein ist mehr als ein Thriller. Es ist eine Geschichte über das Leben unter den Nazis, über politischen Widerstand, es ist eine äußerste spannende Detektivgeschichte und zuletzt geht es um einen Mann und eine Frau, die durch eine gemeinsame Idee wieder zueinander finden. Dennoch ist das Buch nicht überladen, sondern diese verschiedenen Stränge sind perfekt miteinander verwoben.

Anna und Otto Quangel leben während des Zweiten Weltkriegs in Berlin und sind weder Mitglieder in der NSDAP, noch sind sie übermäßig kritisch gegenüber dem Regime. Das ändert sich, als ihr einziger Sohn als Soldat an der Front getötet wird. Aus diesem Gefühl des persönlichen Verlusts heraus entscheidet Otto Quangel, dass er „etwas tun“ müsse und beginnt, handschriftliche Postkarten mit Parolen gegen das NS-Regime zu schreiben und sie in Treppenhäusern an verschiedenen Orten der Stadt liegenzulassen. Als sie von der Idee hört, fragt seine Frau Anna „Ist das nicht ein bißchen wenig?“, aber beide stimmen überein, dass jeder Akt des Widerstands besser ist als gar nichts, und sind sich bewußt, dass sie selbst damit ihr Leben riskieren.

Ein erheblicher Teil der Handlung spielt in dem Mietshaus, in dem die Quangels leben, das einen Mikrokosmos des Deutschland von 1940 oder 1941 abbildet. Da gibt es die bestialische Nazi-Familie, die das Regime nicht zuletzt deshalb unterstützt, weil es ihr persönlich Macht gegeben hat. Es gibt eine alte und angsterfüllte jüdische Dame, deren Mann „abgeholt“ wurde. Es gibt den pensionierten Richter, der noch immer respektiert wird, obwohl er keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber dem Nationalsozialismus macht. Und im Hinterhof leben die Spieler und Huren, die keinerlei politische Affiliation haben, aber auf ihren persönlichen Vorteil schauen, wo immer sie können.

Die desaströsen wirtschaftlichen Auswirkungen der Nazi-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs sowie die ökonomischen Anreize, die das für die Deutschen jener Zeit mit sich bringt, spielen immer wieder eine wichtige Rolle. Sowohl die Nazi-Familie als auch die Schläger in dem Mietshaus betrachten die jüdische Dame als potentielles Opfer, um sich selbst zu bereichern. Nachdem dieses Ziel erreicht wurde, bestehlen und betrügen sie sich gegenseitig. Der Polizei werden Informationen gesteckt, um Belohnungen zu kassieren, oder Verdächtige werden erpresst, um von ihnen Schutzgeld zu kassieren. In dem Kriegsdeutschland, wie es Hans Fallada darstellt, kümmern sich die meisten Deutschen gar nicht so sehr um den Krieg (das Buch spielt vor den Wendeschlachten in Stalingrad, El-Alamein und der allierten Landung in der Normandie), politische Freiheiten, Einparteienherrschaft oder den Holocaust, wobei Fallada durchaus erwähnt, dass die Deutschen von den Konzentrationslagern und den Morden dort, ja sogar von den Massakern der Wehrmacht, der SS und anderer Einheiten in Osteuropa wussten. Wenn Deutsche in dem Buch sauer auf die Nazis sind, dann aber nur deswegen, weil sie bloß mit Lebensmittelkarten einkaufen können.

Ein weiteres betonendes Element bei der Beschreibung der deutschen Gesellschaft zu jener Zeit ist die Angst. Nicht nur die Angst vor der Gestapo und der SS, sondern auch die Angst vor Denunzierung durch die Nachbarn, Arbeitskollegen und sogar Verwandten. Das ganze Land lebt unter einer Wolke der Angst und des Misstrauens. Vielleicht ist Fallada deshalb besonders gut darin, diese Stimmung im Roman zu erschaffen, weil er als einer der ganz wenigen Schriftsteller während der gesamten 12 Jahre der Nazi-Herrschaft in Deutschland leben blieb (weswegen er nach 1945 ein bißchen umstritten war) und so Land und Leute besser beobachten konnte als die Schriftsteller im Exil.

Die Verteilung der Postkarten durch die Quangels geht nur langsam voran. Pro Woche deponieren sie zwischen 2 und 3 Postkarten. Aber bald erfährt die Gestapo von den Karten und nimmt Ermittlungen auf. Kommissar Escherich, ein intelligenter Ermittler, jagt den/die vermuteten Täter mit zunehmender Besessenheit, aber es wird noch lange dauern – und unschuldige Opfer fordern – bis er von den Quangels erfährt. Diese Detektivgeschichte im Roman ist so außerordentlich spannend, mit immer wieder überraschenden Wendungen und Beinahe-Zusammentreffen zwischen Jäger und Gejagten, dass Jeder stirbt für sich allein auch als Thriller empfohlen werden kann, selbst wenn Ihr Euch überhaupt nicht für deutsche Geschichte interessiert.

Die Lektüre dieses Buches läßt einen noch bewegter zurück, wenn man weiß, dass es überwiegend auf der wahren Geschichte von Elise und Otto Hampel basiert. Neuere Ausgaben des Buches enthalten im Anhang Auszüge aus der Gestapo-Akte, einschließlich einiger der Postkarten, sowie Vernehmungsprotokolle. Wenn man sich diese durchliest, sticht die Ähnlichkeit zwischen echter und fiktiver Handlung ins Auge.

Die Geschichte der Hampels (oder Quangels) und anderer deutscher Versuche zum Widerstand – von denen es peinlich wenige gab – führt zu der Frage, was die Lektion dieser Geschichte ist. War der Widerstand das Risiko und das Opfer nicht wert, weil er vollständig scheiterte? Oder gab es nicht genug Widerstand? Im vollen Bewusstsein, dass ich keine Ahnung habe, wie ich selbst in einer Diktatur agieren würde, tendiere ich zur zweiten Ansicht. Zumindest für die Quangels war der Widerstand auch zu etwas geworden, dessen Aussichtslosigkeit sie ausblendeten, aber das ihnen das gute Gefühl persönlichen Muts und moralischer Überlegenheit bescherte. Und es wiederbelebte ihre Ehe, wie wohl kaum ein anderes Unterfangen dazu in der Lage gewesen wäre.

Primo Levi nannte Jeder stirbt für sich allein „das beste Buch, das je über den deutschen Widerstand geschrieben wurde“. Auf jeden Fall bietet es neben seiner Qualität als Detektivgeschichte eine zeitnahe Studie des Milieus, aus dem sich die meisten „Mitläufer“ und „Minderbelasteten“ rekrutierten.

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Kriminalitätsprävention in Bolivien

Während meiner Wanderung auf den Chacaltaya fand ich in den Bergen ein entlegenes und verlassenes Dorf vor.

HäuserHäuser 3

Die Türen der teilweise schon verfallenden Häuser stehen offen, aber keines enthält etwas Interessantes. Nur an einer Tür steht: PROHIBIDO ROBAR („Diebstahl verboten“).

prohibido robar

Dieser Hinweis ist absurd, weil das

  1. schon durch das Strafgesetzbuch geregelt ist,
  2. auch Nichtjuristen bekannt sein dürfte,
  3. eventuelle Gesetzesbrecher kaum von ihrem Vorhaben abhalten wird.

Aber wir sind in Bolivien, dem Land der Höflichkeit und des Respekts. Diese Tür ist tatsächlich als einzige nicht aufgebrochen.

Die Leser, die vor Wohnungseinbrüchen Angst haben, sollten es vielleicht einfach mal mit dieser direkten Ansprache der potentiellen Täter versuchen.

Der Ehrlichkeit halber muss ich aber erwähnen, dass es in Bolivien auch Fälle von Lynchjustiz gibt, vor allem gegenüber mutmaßlichen Dieben und Einbrechern.

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Unsortierte Gedanken (9)

  1. Diese Sendung über die Nürnberger Prozesse wartet nicht nur mit Originalaufnahmen auf, sondern rahmt diese in eine hervorragende Analyse von Peter Steinbach ein.
  2. Wieso gibt es kein LL.M.-Programm für Rechtsgeschichte?
  3. Bitte dieses Jahr nicht vergessen, den 100. Jahrestag der Russischen Revolution zu feiern! bolshevik
  4. In Bolivien unterhielt ich mich mit einer Rechtsanwältin über feminicidios, das sind Tötungsdelikte an Frauen durch ihre Partner. Seit es in Bolivien dafür einen höheren Strafrahmen als für „normalen“ Totschlag gibt, ist das ein großes Thema. Interessehalber habe ich dann mal die Zahl der in Deutschland von ihren Partnern getöteten Frauen nachgeschlagen – und war schockiert: 331 im Jahr 2015.
  5. In Russland bekommt man eine Geldstrafe aufgebrummt, wenn man auf die Rolle der Sowjetunion bei der Aufteilung Polens 1939 hinweist.
  6. Ich sollte mal eine Liste aller Länder zusammenstellen, in die ich nicht reisen kann, weil Veröffentlichungen auf meinem Blog dort zu Geld-, Haft- oder Todesstrafe führen. Den Plan, alle Länder der Welt zu sehen, kann ich mir abschminken.
  7. Die Jesuiten werden oft für ihre Schulen und Universitäten gelobt. Dass einige dieser Bildungseinrichtungen durch Sklaverei finanziert wurden, ist weniger bekannt.
  8. Ein Erfolg für die Impfgegner: In Europa sterben wieder mehr Menschen an Masern.
  9. Das ist besonders peinlich/traurig aus meiner gegenwärtigen südamerikanischen Sicht. Sowohl Nord-, Mittel- als auch Südamerika ist dank Impfkampagnen praktisch masernfrei. Seit 2002 gab es keine Epidemie mehr. Vereinzelte Fälle von Masernerkrankungen sind fast immer auf Besucher aus Übersee (meist zu Fußballmeisterschaften) zurückzuführen.
  10. Diese Frau wählte entgegen der Warnungen ihres Mannes Donald Trump. Jetzt sitzt ihr mexikanischer Mann in Abschiebehaft. Wie sich das wohl auf ihre Ehe auswirkt?
  11. In der Ukraine hat man wenigstens eine gute Ausrede, wenn man am Morgen den Zug zur Arbeit verpasst.

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Coca Cola ist überall

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Es gibt nicht viele Dinge, von denen ich abhängig bin. Monate können ins Land ziehen, in denen ich keine einzige Zigarre rauche. Bei Schokolade halte ich es nicht ganz so lange aus, etwa eine Woche maximal. Aber nach spätestens drei Tagen ohne Cola (egal welcher Marke, meist tut es die billigste) laufe ich lechzend zum nächsten Laden.

Man könnte sich vorstellen, dass dies auf tagelangen Wanderungen im Urwald oder in der Wüste zu Entzugserscheinungen führt. Aber nein! Zumindest nicht in Südamerika. Denn hier, wo das Coca für die Cola herkommt, gibt es tatsächlich überall, wo zumindest ein Einsiedler wohnt, eine Coca-Cola-Verkaufsstelle. Wie hier in Titicachi, einem zu Unrecht nur selten besuchten Weiler am Ufer des Titicaca-Sees in Bolivien:

Coca Cola Dorf

Der Titicaca-See selbst wird übrigens auch von Coca Cola gesponsort.

Coca Cola Titicaca

Im Titicaca-See liegt die Isla del Sol, auf der es keine Autos, keine Motorräder, ja nicht einmal Fahrräder und in einigen Nächten keinen Strom gibt. Aber dafür – Ihr habt es schon erraten – das wohltuende Erfrischungsgetränk. Und zwar nicht nur in den wenigen Ortschaften auf der Insel, sondern auch in diesem Laden, an dem nur selten jemand vorbeikommen dürfte.

Laden1
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Die um meine Ernährung besorgten Leser erkennen und anerkennen hoffentlich die zwei Äpfel, in Bolivien eine wesentlich größere Rarität als eine Flasche Cola. Übrigens hätte es an diesem entlegenen Ort auch Bier und Kohlberg-Wein gegeben.

In Chile sieht man in der Atacama-Wüste während zwei Tagen Fahrt keinen einzigen Baum, Wassertropfen oder Menschen, aber irgendjemand hat in mühe-, liebe- und hingebungsvoller Kleinstarbeit Zehntausende von Kieselsteinen so zusammengetragen, dass sie zum 125. Geburtstag von Coca Cola den berühmten Schriftzug in einer Größe abbilden, die in Südamerika sonst nur Jesusstatuen vorbehalten ist.

Coca Cola Atacama

Man erkennt hier die religionsähnliche Verehrung von Coca Cola (und nebenbei den Mangel an Regenfällen seit 2011, die den Schriftzug verwaschen hätten können), die sich auf den Friedhöfen fortsetzt. Cola-Flaschen dienen als Grabbeigabe, damit sich die Toten noch stärken und laben können, wie hier auf dem Friedhof von La Paz in Bolivien.

Grab Coca Cola
Grab Pepsi
Grab z Coca Cola offen

Auf dem letzten Foto erkennt Ihr, dass die Flasche geöffnet ist, damit der Verstorbene die Cola auch tatsächlich genießen kann. Im Gegensatz zu Weihwasser ist die Wirkung von Coca Cola wenigstens wissenschaftlich erwiesen.

Die entlegenste und überraschendste Coca-Cola-Tankstelle fand ich jedoch in Brasilien, im Nationalpark Chapada Diamantina. Das ist so etwas wie der Grand Canyon, nur in Grün und mit Wasserfällen.

Schlucht 1

Dieses Tal ist mit dem Auto nicht zu erreichen. Man muss über eine der beiden Bergketten steigen, wofür man etwa einen Tag benötigt. Dann kann man sich im Tal an den Flüssen orientieren, muss aber am Ende wieder über eine Bergkette, um in die Zivilisation zu kommen. Genau das habe ich gemacht, drei Tage lang.

Das Interessante an der Chapada Diamantina, neben der Natur natürlich, ist die Geschichte. Von 1850 bis 1880 gab es einen Diamantenboom, daher auch der Name. Damals lebten hier circa 50.000 Diamentenschürfer. Jetzt gibt es noch 9 „Dörfer“, wobei jedes Dorf nur aus drei oder vier Häusern und meist nur aus einer Familie besteht. An zwei dieser Stützpunkten komme ich vorbei, was praktisch ist, weil ich ja zweimal übernachten muss. Ein Häuschen, so rudimentär es auch ist, schützt wenigstens ein bißchen gegen Schlangen, Spinnen und Jaguare.

Die erste Nacht in Ruinha bleibe ich trocken, aber bei der Ankunft in Prefectura, vollkommen kaputt und verschwitzt, blitzen meine Augen auf als ich auf einem Holzschild lese, dass es hier Bier und Coca Cola gibt.

Prefectura Coca Cola 1

Egal wieviel die Cola kosten soll, wer sie tagelang zu Fuß oder mit dem Maultier hierherschleppt, verdient es, fair entlohnt werden. Überraschung: Die Dose kostet 5 R$, wenig mehr als einen Euro. Nicht mehr als an der Tankstelle, an der die Getränke mit dem LKW vor die Tür gefahren werden.

Also setze ich mich unter die Mangobäume auf der Wiese vor dem „Dorf“ und betrinke mich mit gleich zwei Dosen. Berauscht werde ich allerdings mehr von dem Anblick, den ich dabei auf den Morro do Castelo habe – und bereue, keine Zigarren eingepackt zu haben.

Morro do castelo 1.JPG

Für die höchstgelegene Coca-Cola-Werbung, wahrscheinlich weltweit, kehren wir aber wieder nach Bolivien zurück. Auf 5.200 m steht diese Alpenvereinshütte unterhalb des Gipfels des Chacaltaya.

Coca Cola Chacaltaya

Dass ich mich auf der 3700 km vom Festland entfernten Osterinsel nach einer ganztägigen Wanderung in dieser Bucht mit einer Cola erfrischen konnte, wird jetzt niemanden mehr überraschen.

Bucht im Norden nach Wanderung.JPG

(Ja, alle Fotos sind von mir. Und zu allen gäbe es noch wesentlich ausführlichere Geschichten zu erzählen. Schreibt doch bitte, was Euch am meisten interessiert, damit ich mich als erstes dranmachen kann.)

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Selfie-Statue

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Diese selbstverliebte Statue habe ich in La Paz, Bolivien gesehen.

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Hotels in Moldawien

Du weißt, Du bist in einem Hotel in Moldawien, wenn Du im Korridor Elektroingenieurwesen studieren kannst,

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das Bett wie im Haus Deiner Großmutter in den 1950er Jahren aussieht (bequem, aber ein bißchen kurz),

hotel bed.JPG

und die Türen mit 2-Literflaschen Bier offengehalten werden.

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Aber um fair zu sein, mir gefiel Chișinău. Die Stadt ist ziemlich grün, mit schönen und großen Parks, in denen die Leute Geige spielen und am Abend tanzen. Die Stadtplanung ist großzügig, und es ist ein Vergnügen, einfach ziellos umherzulaufen. Ich sollte wohl auch mal die Fotos von Chișinăus schöner Seite publizieren.

Im Übrigen mag ich so altmodische Hotels lieber als die modernen, die überall auf der Welt gleich aussehen.

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Es geht voran in Ägypten

Zumindest statistisch:

Anfang 2011 gab es 42 Gefängnisse in Ägypten. Heute sind es 64. Allein seit dem Amtsantritt von Sisi wurden 17 neue Gefängnisse gebaut. Es gibt über 60.000 politische Häftlinge. Mehr als die Hälfte aller Gefängnisinsassen im Land wurde aus politischen Gründen verurteilt.

(Quelle: SWR2)

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Dafür lobte die deutsche Bundeskanzlerin Ägypten diesen Monat als „Stabilitätsanker“. Zudem unterstützt Deutschland die Militärdiktatur mit einem Kredit von 500 Millionen Euro allein in diesem Jahr.

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Das Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen

Das ist nur etwas für meine Völkerrechtskollegen.

Frage: Wann schafft es das Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen mal auf die Titelseite der Tageszeitung?

Antwort: Wenn es einen nichtigen Streit zwischen Bolivien und Chile über die Flagge vor dem bolivianischen Konsulat in Antofagasta gibt.

Vienna Convention headline

Deswegen spricht jetzt das ganze Land über Art. 29 des Wiener Übereinkommens von 1963. Für morgen erwarte ich Proteste vor der chilenischen Botschaft, sowie die Einbeziehung des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen in den Lehrplan an den Schulen.

Der bolivianische Präsident Evo Morales hat schon einen großen Zeitsprung gemacht. Er twitterte “von der Invasion (1879) bis zur Demütigung (2017)”, womit er sich auf den Salpeterkrieg bezog, der dem ganzen Streit zugrunde liegt.

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Warum früh aufstehen?

Weil man dann solche Blicke vom Illimani erhascht:

Wolken Illimani 1Wolken Illimani 3Wolken Illimani 4Wolken Illimani 2

Fotografiert während der Wanderung zum Chacaltaya in Bolivien. 

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